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Plose: Trametsch, 1.400 Höhenmeter und gut 40 Pistenkilometer

Unten im Eisacktal liegt Brixen noch im Frühdunst, und von St. Andrä aus gleiten die Kabinen schon durch den Wald nach oben. Nach wenigen Minuten lässt du die Bäume hinter dir. Im Kreuztal, auf rund 2.050 Metern, öffnet sich der Berg: Im Süden steht die Geislergruppe über den Hängen, die Dolomiten ziehen sich bis zum Horizont, und im Norden schiebt sich der Alpenhauptkamm ins Bild. Die Hänge sind zur Sonne gedreht, der Schnee unter den Skiern ist fest und gewalzt, und die Hütten am Weg haben ihre Terrassen schon geöffnet.
Die Plose ist der Hausberg von Brixen und ein Gebiet mit sportlichem Anspruch. Gut 40 Pistenkilometer, eine Zehner-Kabinenbahn von 2023 und mit der Trametsch eine der längsten Talabfahrten Südtirols, dazu Hütten auf mehreren Höhenstufen, zwei Skischulen an der Talstation und eine lange Rodelbahn. Diese Seite führt dich durch den Berg: Lifte, Pisten, Schulen, Einkehr, Abend, Anreise und Orte.
Das Gebiet im Überblick
Ein Berg über der Stadt
Die Plose erhebt sich oberhalb von Brixen, die Talstation liegt in St. Andrä, rund 7 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das Gebiet reicht von rund 1.060 bis rund 2.500 Metern. Der obere Teil liegt über der Baumgrenze, unten führen die Abfahrten durch Wald. Die Hänge sind überwiegend nach Süden ausgerichtet, rund 80 Prozent der Pisten lassen sich beschneien.
Wer die Plose mit den anderen Bergen der Gegend vergleichen will, findet sie im Überblick über die Skigebiete im Eisacktal, Wipptal und Sarntal. Die Einordnung im ganzen Land liefert das Verzeichnis aller Südtiroler Skigebiete und der Ratgeber Skiurlaub in Südtirol im Überblick.
Die Zahlen
Gut 40 Pistenkilometer, sieben Anlagen, rund die Hälfte der Pisten leicht. Damit gehört die Plose zu den größeren Gebieten im Revier, aber nicht zu denen für Kilometerjäger. Du fährst hier kurze, abwechslungsreiche Tage mit Einkehr, keine Wochen ohne Wiederholung. Wer mehr Fläche sucht, kombiniert die Plose mit dem Gitschberg Jochtal, dazu mehr im Abschnitt zum Skipass.
Lifte und Anlagen
Eine Kabinenbahn als Rückgrat
Von St. Andrä bringt dich die Plosebahn nach oben, eine Zehner-Kabinenbahn in zwei Sektionen. Sie ging am 8. Juli 2023 in Betrieb und ersetzte eine Sechser-Kabinenbahn von 1986 auf fast derselben Trasse. Die Bahn schafft bis zu 2.400 Personen pro Stunde, ist rund 2,6 Kilometer lang und hat eine Mittelstation, in der die Kabinen unterirdisch geparkt werden. Diese Mittelstation liegt neben der Trametsch und ist auch ein praktischer Ausstieg und Einstieg für alle, die nur einen Teil der Talabfahrt fahren wollen.
Die Bergstation liegt im Kreuztal (italienisch Valcroce). Hier laufen die Wege zusammen: Hütten, Pisten, der Start der Rodelbahn und der Winterwanderwege. Die zweite Kabinenbahn, die Pfannspitze, bringt dich von Afers aus weiter hinauf in den Gipfelbereich. Sie ist seit 2016 in Betrieb und ebenfalls eine Zehner-Bahn.
Sessel, Schlepper und die Einstiege
Dazu kommen vier Sessellifte, vom alten Zweier bis zum Sechser mit Haube: Rossalm, Schönboden, Rifugio CAI und Palmschoss. Für Anfänger gibt es neben der Talstation den Schlepplift Randötsch, und die Skischule betreibt Förderteppiche.
Du hast drei Einstiege. Der Hauptzugang ist die Talstation in St. Andrä, dort stehen Parkplatz, Skiverleih und Skischulen. Die Pfannspitz-Talstation liegt in Afers bei der Skihütte, und am Palmschoss-Sessel steigst du auf Höhe der Vallazza Apreskibar ein. An allen drei Stellen kannst du Skipässe kaufen.
Die Kabinenbahn Plose fährt ab 8:45 Uhr, die übrigen Anlagen laufen ab 9:00 Uhr. Um 16:30 Uhr schließen alle Anlagen.
Pisten nach Können
Das Gebiet ist so gebaut, dass du schnell merkst, was zu dir passt: unten die Übungshänge, in der Mitte leichte und mittlere Abfahrten, oben die langen und schwarzen Strecken.
Anfänger und Einsteiger
Der Randötsch ist der Übungshang direkt neben der Talstation. Hier steht der Schlepplift Randötsch, hier liegt der Kinderbereich Rudi Land, und von hier starten die Kurse der Skischule. In Rudi Land stehen Zauberteppiche, für die du keinen Skipass brauchst. Die Skischule trifft sich mit ihren Gruppen an der Talstation, bei Bedarf auch an der Mittelstation, wo ebenfalls ein Zauberteppich bereitsteht.
Wer das Skifahren neu lernt, findet im Ratgeber Skifahren lernen in Südtirol weitere Gebiete und Tipps. An der Plose spricht für Einsteiger vor allem, dass Übungshang, Skischule und Kasse an einem Ort liegen und danach genug leichte Pisten folgen.
Genussfahrer und Familien
Rund die Hälfte der Pisten ist leicht, und es gibt eigene Familienabfahrten und eine Trainingspiste von rund 2 Kilometern. Die Trainingspiste beginnt sanft und endet an der Talstation des Rossalm-Sessels, wer mehr Neigung sucht, nimmt eine steilere Variante. Auf den Pistenplan lohnt sich ein Blick, denn die Plose hat viele Namen: Plose 2 und 3, Erler, Rossalm 1 und 2, Pfannspitze 1 und 2, Querfahrt und Skiweg verbinden die Hänge miteinander.
Die Südhänge sorgen für Sonne am Berg, und weil die Hütten über alle Höhenstufen verteilt sind, ergibt sich der Rhythmus fast von selbst: ein paar Abfahrten, Einkehr, ein paar Abfahrten.
Sportliche und Erfahrene
Das Aushängeschild ist die Trametsch. Die schwarze Talabfahrt startet im Gipfelbereich in der Nähe der Plosehütte und führt rund 9 Kilometer lang und rund 1.400 Höhenmeter hinunter nach St. Andrä. Sie gilt als eine der längsten Talabfahrten Südtirols. Wer nicht die ganze Strecke fahren möchte, steigt an der Mittelstation wieder in die Kabinenbahn und fährt oben noch einmal.
Dazu kommt die Crazy Horse, eine schwarze Piste von rund einem Kilometer Länge, die am höchsten Punkt des Gebiets beginnt. Der Palmschoss gilt als Technikpiste für sichere Fahrer. Insgesamt bleibt das schwarze Angebot überschaubar, aber die Trametsch ist lang genug, dass sich die Beine melden.
Freestyle
Einen eigenen Snowpark gibt es an der Plose nicht. Freestyle ist nicht die Stärke des Gebiets, das Programm liegt bei langen Schwüngen und Genussfahrten. Wer Kicker und Rails sucht, fährt zum Kronplatz oder in ein anderes Gebiet mit Park.
Skitouren und Freeride
In Italien ist der Aufstieg mit angeschnallten Ski über Pisten grundsätzlich verboten, solange die Bergbahnen ihn nicht freigeben. Das gilt auch an der Plose. Klassische Skitourenziele abseits der Pisten sind zum Beispiel der Gabler, die Halslhütte dient als Stützpunkt. Wer abseits der Pisten unterwegs ist, braucht Lawinenausrüstung, in Italien sind LVS, Sonde und Schaufel Pflicht. Grundlagen und Reviere stehen im Ratgeber Skitouren in Südtirol: Reviere und Sicherheit.
Skischulen und Kinder
Zwei Schulen an der Talstation
In St. Andrä sitzen zwei Skischulen, beide mit Büro an der Talstation.
Die Ski- und Snowboardschule Plose hat mehr als 35 staatlich geprüfte Skilehrer und bietet Programme für Kinder, Erwachsene, Snowboard und Privatunterricht an. Die Kinder lernen in Gruppen am Vormittag, Anfänger und Fortgeschrittene getrennt, die älteren und sicheren Fahrer gehen im Rudi Club ganztägig auf die Piste und essen mittags in einem Bergrestaurant. Am letzten Kurstag gibt es ein Skirennen mit Preisverleihung. Im Privatunterricht sind Kinder ab 3 Jahren willkommen. In den Weihnachtsferien laufen die Kinderkurse ab 21. Dezember auch am Wochenende, für Erwachsene gibt es dann keine Gruppenkurse, sondern nur Privatunterricht.
Die Skischule Mountain Goat setzt auf individuelle Betreuung. Sie versteht sich als Partner und Coach auf der Piste und bietet vor allem Privatstunden, Rennvorbereitung und Touren mit Führung auf der Plose. Treffpunkt ist nach Absprache, oft direkt an der Unterkunft.
Skiverleih findest du an der Talstation in St. Andrä und an der Pfannspitz-Talstation in Afers. Kurszeiten und Preise erfährst du bei den Schulen, Planungstipps im Ratgeber Skiurlaub mit Kindern in Südtirol.
Kinderwelt am Berg
Rudi Land an der Talstation ist der Einstieg für die Kleinen. Dazu kommen die Spielplätze an der Rossalm und am Berghotel Schlemmer, vor der Hütte kannst du die Kinder also im Blick behalten, während du eine Pause machst. Auch die Rodelbahn ist ein Familienthema, mehr dazu weiter unten.
Beim Skipass fahren Kinder bis 8 Jahre (Jahrgang 2019 und jünger) kostenlos mit, wenn ein Erwachsener einen Pass kauft. Pro Erwachsenem gilt das für ein Kind.
Hüttenkultur und Einkehr
An der Plose gibt es rund ein Dutzend Hütten und Gasthäuser, über alle Höhenstufen verteilt. Das Spektrum reicht von der Pizzeria an der Talstation über die Häuser im Kreuztal bis zu den Hütten auf rund 2.450 und 2.500 Metern, jeweils direkt am Weg. Die Zeiten in der Vor- und Nachsaison können abweichen, prüf also am Tag deiner Fahrt, welche Häuser geöffnet sind. Welche Gerichte typisch sind und wie du eine Einkehr planst, steht im Ratgeber Hüttenküche in Südtirol.
An der Talstation
Das Plosestodl liegt direkt an der Talstation in St. Andrä, ein Familienbetrieb mit Pizzeria, Restaurant und großer Sonnenterrasse. Auf der Karte stehen Pizza, Südtiroler und italienische Gerichte, etwa Zwiebelrostbraten oder Kaiserschmarrn. Die Küche ist lange geöffnet. Das P3 an der Talstation ist der Treffpunkt für den Nachmittag, und das ban rutzner liegt rund 100 Meter über der Talstation.
Auf halber Höhe
Das Berghotel Schlemmer liegt in Afers auf rund 1.900 Metern, direkt an der Piste und neben der Pfannspitz-Kabinenbahn. Zum Haus gehört die Skihütte, ein Restaurant mit Bar und Après-Betrieb, mit regionaler Küche und einer Terrasse mit Blick auf die Geislerspitzen. Für Familien gibt es einen Spielplatz und Familienzimmer. Familie Schlemmer führt das Haus.
Die Vallazza Apreskibar steht auf rund 1.700 Metern an der Talstation des Palmschoss-Sessels und ist geöffnet, wenn der Sessel läuft.
Im Kreuztal
An der Bergstation der Plosebahn liegen mehrere Häuser dicht beieinander. Das Restaurant La Finestra auf rund 2.050 Metern serviert eine alpin-mediterrane Küche, vom Mittagessen bis zu Kaffee und Kuchen, und hat eine große Sonnenterrasse mit Blick auf Brixen und das Eisacktal. Neben der Sonnenterrasse beginnt der Winterwanderweg zur Rossalm. Der Almgasthof Geisler steht direkt neben der Bergstation, mit Dolomitenblick von der Terrasse, Zimmern und im Winter einem Holzofen für Pizza. S'Stübele liegt etwa 100 Meter von der Bergstation und ist ein beliebter Treffpunkt für den späten Nachmittag.
Rossalm
Die Rossalm liegt auf rund 2.200 Metern im Kreuztal, und du erreichst sie auf mehreren Wegen: mit dem Rossalm-Sessel, auf den Pisten Rossalm 1 und 2, mit dem Schlitten vom Rodelweg oder zu Fuß über den Winterwanderweg. Das Haus ist ein Almrestaurant mit Südtiroler Küche aus saisonalen Zutaten, die warme Küche läuft von 11 bis 16 Uhr. Drinnen und auf der überdachten Sonnenterrasse finden bis zu 420 Gäste Platz. Kinder bekommen eigene Gerichte, vor dem Haus liegt ein großer Spielplatz. Wer bleiben möchte, findet sechs Gästezimmer mit Dolomitenblick, dazu Panoramasauna und Whirlpool für Hausgäste. Das Haus ist weitgehend autofrei. Der Name geht auf Bauern aus Afers zurück, die ihre Pferde zur Erholung hierher brachten.
Hoch oben
Die Pfannspitzhütte liegt auf 2.480 Metern direkt an der Piste und hat dieselben Öffnungszeiten wie die Pfannspitz-Kabinenbahn. Der Wirt führt sie seit mehr als 30 Jahren, die Küche ist rustikal und südtirolerisch, ein Schwerpunkt liegt auf Gegrilltem. Die Plosehütte des CAI auf rund 2.450 Metern liegt an der Piste, der Sessel Rifugio CAI hält an der Hütte. Sie hat 68 Betten in Zimmern und Mehrbettzimmern, warme Küche gibt es von 11 bis 16 Uhr.
Eine Halslhütte auf der Südseite ist dagegen ein Ziel abseits der Pisten, für Langläufer, Schneeschuhgeher und Skitourengeher.
Après-Ski und Abend
Nach Pistenschluss bleibt es an der Plose überschaubar, die Auswahl ist klein, aber die Adressen sind klar: das P3 an der Talstation, die Vallazza Apreskibar am Palmschoss-Sessel und das S'Stübele im Kreuztal. Wer abends mehr will, fährt nach Brixen. Dort gibt es mit der Acquarena ein öffentliches Bad mit Saunalandschaft, täglich geöffnet, und von Ende November bis Anfang Januar den Christkindlmarkt. Weitere Ideen für den Abend liefert der Ratgeber Après-Ski in Südtirol.
Am 6. Dezember 2026 besucht der Nikolaus die Kinder auf der Piste.
Abseits der Piste
Rodeln
Die RudiRun ist die lange Bahn, rund 9 Kilometer von der Bergstation bis ins Tal, die untere Hälfte liegt im Wald. Bis ins Tal fährt sie bei genug Naturschnee, die kürzere Variante RudiRun 4.0 endet an der Mittelstation, von dort bringt dich die Kabinenbahn wieder hinauf. Hinauf kommst du mit der Plosebahn, Bobs sind auf der RudiRun nicht zugelassen. Schlitten leihst du am Infoshop an der Bergstation und am Verleih an der Talstation.
Für Familien mit kleineren Kindern eignet sich der Rodelweg zur Rossalm: Du gehst rund eine Stunde hinauf und fährst mit dem Schlitten zurück. Der Plosebob ist eine Bobbahn auf Schienen und läuft auch im Winter.
Auf allen Rodelbahnen gilt in Italien die Helmpflicht, mehr zu den Bahnen im Land steht im Ratgeber Winter in Südtirol ohne Ski.
Winterwandern und Schneeschuh
Drei geräumte Winterwanderwege führen zusammen rund 12 Kilometer durch das Gebiet. Der schönste Start liegt an der Bergstation: Vom Sonnenbalkon des La Finestra führt der Weg zur Rossalm, beide Varianten sind geräumt, mit Schneeschuhen läuft er sich gut. Schneeschuhe leihst du bei Rent and Go an der Talstation. Geführte Schneeschuhwanderungen werden meist mittwochs angeboten.
Langlauf
Loipen gibt es im Gebiet nicht. Wer langlaufen will, fährt nach Lüsen oder zum Würzjoch, rund um die Halslhütte gibt es Strecken für den Einstieg.
Saison, Skipass und Preise 2026/27
Die Plose öffnet am 5. Dezember 2026 und läuft planmäßig bis zum 4. April 2027, die Anlagen fahren täglich von 9:00 bis 16:30 Uhr, die Kabinenbahn Plose startet schon um 8:45 Uhr.
| Pass (Tageskarte 2026/27) | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 66 bis 73 € |
| Junioren (Jahrgang 2009 bis 2018) | 46 bis 51 € |
| Senioren (Jahrgang 1961 oder älter) | 59 bis 66 € |
Je nach Saisonzeit liegen die Preise am unteren oder oberen Ende der Spanne. Die Hochsaison läuft vom 20. Dezember bis 9. Januar und vom 31. Januar bis 13. März. Kinder bis 8 Jahre (Jahrgang 2019 und jünger) fahren frei, wenn ein Erwachsener einen Pass kauft, Jahrgang 2009 bis 2018 zahlt 30 Prozent weniger, Senioren ab 65 zahlen 10 Prozent weniger. Die Tageskarte gilt nur auf der Plose. Wer mehrere Tage bleibt, wählt die Mehrtageskarte der Region Brixen, die zusammen mit dem Gitschberg Jochtal gilt und auch kleine Lifte in Lüsen, Feldthurns und Villnöss einschließt. Der Südtirol Skipass gilt auf der Plose nicht.
Preise und Termine ändern sich: Prüf sie vor der Buchung bei den Bergbahnen. Einen Überblick über alle Pässe findest du im Skipass-Vergleich Südtirol 2026/27, Spartipps im Ratgeber Skiurlaub in Südtirol günstig.
Anreise, Parken, Skibusse
Mit dem Auto: Fahre auf der Brennerautobahn A22 bis zur Ausfahrt Brixen-Pustertal und von dort nach St. Andrä zur Talstation. An der Talstation gibt es einen Parkplatz, er ist nach Angabe der Bergbahnen kostenlos. An Wochenenden und Feiertagen solltest du früh kommen. Auf der A22 und in Bozen gilt vom 15. November bis 15. April die Winterausrüstungspflicht, auf den übrigen Straßen bei Schnee, Eis oder Schneematsch.
Mit der Bahn: Die Brennerbahn hält in Brixen, der Bahnhof liegt wenige Minuten vom Zentrum. Von dort fährt die Buslinie 321 zur Talstation der Plose.
Skibusse: Neben der Linie 321 verbinden weitere Skibusse die Umgebung mit der Talstation, zum Beispiel aus Vahrn. Welche Linien in der Saison 2026/27 fahren und wie oft, steht im aktuellen Fahrplan der Bergbahnen. Mehr zu den Anreisewegen nach Südtirol im Ratgeber Anreise nach Südtirol im Winter.
Wo du wohnst
Bei der Unterkunft entscheidest du zwischen Stadt und Bergnähe. Einen Überblick über Orte und Typen bietet der Ratgeber Unterkunft für den Skiurlaub in Südtirol.
Brixen ist die Stadt mit Bahnhof, Altstadt und Abendprogramm, die Talstation liegt rund 7 Kilometer entfernt. Wer kein Auto braucht, wohnt hier und fährt mit dem Bus.
St. Andrä ist der Ort an der Talstation. Hier startest du in wenigen Minuten auf den Berg, die Wege sind kurz, die Hütten und Skischulen liegen in der Nähe.
Afers liegt an der Pfannspitz-Talstation, mit Berghotel Schlemmer und der Skihütte mitten am Hang.
Lüsen liegt in einem Nachbartal und ist ein Ausgangspunkt für Langlauf und Schneeschuhwandern, ein Skibus fährt von dort zur Plose.
Geschichte und Besonderes
Das jüngste große Projekt ist die Plosebahn von 2023, die eine Sechser-Bahn von 1986 ersetzte. Die Pfannspitz-Bahn folgte schon 2016. Die Trametsch zählt zu den längsten Talabfahrten Südtirols, und der Ausblick auf die Dolomiten und den Alpenhauptkamm gehört zu den Gründen, warum die Plose für Brixen so wichtig ist.
Tipps und Kompromisse
- Helmpflicht beachten: In ganz Italien gilt die Helmpflicht für alle Altersgruppen auf Pisten, in Snowparks und auf Rodelbahnen. Der Helm muss CE-zertifiziert sein.
- Haftpflicht: Die Haftpflichtversicherung für Pistennutzer ist in Italien Pflicht und nicht im Skipass enthalten.
- Trametsch in Etappen: Wer nicht die ganzen rund 1.400 Höhenmeter fahren will, steigt an der Mittelstation in die Kabinenbahn.
- Hütten einplanen: Die Öffnungszeiten der Häuser können in der Vor- und Nachsaison abweichen. Klär am Tag deiner Fahrt, wo du einkehren willst.
- Früh anreisen: An Wochenenden und Feiertagen füllt sich der Parkplatz an der Talstation. Wer früh kommt, spart sich Wartezeit.
- Kompromiss Größe: Gut 40 Kilometer sind schnell abgefahren. Wer mehrere Tage bleibt, kombiniert die Plose mit dem Gitschberg Jochtal.
- Kompromiss Freestyle: Einen Snowpark gibt es nicht, das Gebiet lebt von langen Abfahrten, nicht von Parks.
- Kompromiss Tallage: Die Talstation liegt auf rund 1.060 Metern. Im Spätwinter ist der untere Teil empfindlicher gegenüber Wärme als hochgelegene Gebiete, mehr dazu im Ratgeber Reisezeit und Schneesicherheit in Südtirol.
Fazit
Die Plose ist der Berg für alle, die Brixen als Ausgangspunkt mögen und trotzdem einen sportlichen Skitag wollen. Die Trametsch mit rund 1.400 Höhenmetern ist das Highlight, rund die Hälfte der Pisten ist leicht, und die Hütten auf allen Höhenstufen machen aus jedem Tag einen Rhythmus aus Fahren und Einkehren. Einen Snowpark gibt es nicht, und gut 40 Pistenkilometer sind für eine Woche knapp, wer das akzeptiert, bekommt ein sonniges, übersichtliches Gebiet mit Blick auf die Dolomiten.
Zusammengestellt aus Angaben der Skigebiete, Tourismusverbände und Fachportale, Stand November 2026. Preise und Termine können sich ändern.


