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Zillertal Arena: 150 Pistenkilometer von Zell am Ziller bis nach Salzburg

Frisch präparierte Piste mit Pistenstange und Sessellift, dahinter verschneite Berge unter blauem Himmel
Foto: Eiswind, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Zell am Ziller liegt auf rund 580 Metern im Talboden, und das Gebiet über dem Ort reicht bis auf 2.500 Meter. Der Unterschied von knapp 2.000 Höhenmetern lässt sich am Ende des Tages in einem Zug wieder abfahren: Die Höhenfresser-Tour vom Übergangsjoch bis nach Zell misst rund 10 Kilometer. An diesem einen Lauf erkennst du, wie die Zillertal Arena gebaut ist. Sie beginnt tief im Zillertal, folgt dem Gerlostal, einem Seitenast des Tals, und reicht über die Landesgrenze bis nach Salzburg, wo Königsleiten und Hochkrimml liegen.

Vier Orte, zwei Bundesländer, 150 Pistenkilometer: Das ist die Arena. Der Schwerpunkt liegt bei mittelschweren Hängen, dazu kommen Familienpisten, drei Parks und ein Gebiet, das sich Tag für Tag anders fahren lässt, je nachdem, in welchem Ort du startest. Seit dem Winter 2023/24 verbindet die Gondel Wilde Krimml Zell und Gerlos, ab 2026/27 gilt auch der Epic Pass.

Das Gebiet im Überblick

Vier Orte, zwei Länder

Die Arena verteilt sich auf vier Orte. Zell am Ziller und Gerlos liegen in Tirol, Königsleiten und Hochkrimml gehören zum Land Salzburg. Dazwischen verläuft die Landesgrenze, die du auf Skiern ganz ohne Formalitäten überquerst. Zell sitzt mit rund 580 Metern ganz unten im Zillertal. Von dort zweigt die Gerlosstraße ab, steigt über den Gerlospass nach Osten und führt in den Pinzgau. Gerlos liegt im Seitental auf rund 1.200 bis 1.300 Metern, Königsleiten auf 1.600 Metern. Hochkrimml gehört zur Gemeinde Krimml, deren Ortszentrum tief unten im Pinzgau liegt, und breitet sich auf der Gerlosplatte aus.

Zum Gebiet zählt außerdem ein eigener Berg bei Hainzenberg, der Gerlosstein. Er hängt nicht an den Hauptbahnen, sondern an einer eigenen Seilbahn und läuft mit eigenen Terminen. Die Skipässe der Arena gelten dort. Wie dieses kleine Familiengebiet funktioniert, steht im Porträt Gerlosstein bei Hainzenberg.

Die Zahlen

Die Arena hat 150 Pistenkilometer und dazu rund 3 Kilometer Skirouten. Rund ein Drittel der Pisten ist leicht (etwa 50 Kilometer), knapp 60 Prozent sind mittelschwer (etwa 88 Kilometer), etwa 8 Prozent schwer (etwa 12 Kilometer). Das Gebiet ist damit klar auf genussvolles Fahren ausgelegt, mit wenig Schwarz und viel Rot. 52 Anlagen erschließen es: 15 Gondel- und Seilbahnen, 19 Sesselbahnen und 18 Schlepplifte.

Zum Vergleich: Mayrhofen kommt auf 142 Pistenkilometer, Hochzillertal-Hochfügen auf rund 90. Wie die Gebiete zusammenhängen und wie du das ganze Tal planst, zeigt der Überblick Skigebiete im Zillertal. Nachbarn mit eigenen Porträts sind Mayrhofen mit Penken und Ahorn und Hochzillertal-Hochfügen.

Lifte und Anlagen

Gondeln als Rückgrat

Die Arena ist ein Gondelgebiet. In Zell, Gerlos und Königsleiten bringen dich Achter- und Zehnergondeln aus dem Dorf direkt in die Pisten. In Zell fahren die Rosenalmbahn und die Karspitzbahn, beide in zwei Abschnitten. In Gerlos heben die Isskogelbahn und die Dorfbahn dich ins Gebiet, in Königsleiten die Dorfbahn und die Sonnwendkopfbahn. Dazu kommen Sechser- und Achtersessel, viele davon mit Haube, die die Pisten in der Höhe untereinander verbinden.

Das Netz wird laufend erneuert. Die Dorfbahn Gerlos gibt es seit 2016, und in den vergangenen Wintern kam einiges dazu: Die Rosenalmbahn in Zell wurde 2025 modernisiert, mit ebenem Einstieg und neuen Achterkabinen. Am Teufeltal in Gerlos steht seit 2024/25 ein Achtersessel mit Haube und Sitzheizung, der eine Vierer-Bahn aus dem Jahr 1998 ersetzt, und in Hochkrimml wurde der Duxer X-Press ebenfalls 2024/25 neu gebaut.

Der Schlüssel zwischen Zell und Gerlos

Wer die ganze Arena fahren will, muss über das Übergangsjoch. Dort, auf 2.500 Metern, treffen sich die Seiten von Zell und Gerlos. Früher führte der Krimml-X-Press hinauf, ein Vierersessel am höchsten und kältesten Punkt des Gebiets, der für seine eisigen Fahrten bekannt war. Er hat den Zusammenschluss möglich gemacht.

Heute führen zwei neue Bahnen auf das Joch, in zwei Bauabschnitten. Zuerst kam der Achtersessel Kapauns mit Haube und Sitzheizung, der seit dem Winter 2022/23 direkt zum Übergangsjoch fährt. Dann folgte die Wilde Krimml, eine windstabile Zehnergondel mit Sitzheizung. Sie fährt seit dem Winter 2023/24, ihre Talstation liegt auf 2.065 Metern, die Bergstation auf 2.501 Metern. Die Fahrt dauert gut fünf Minuten ohne Zwischenstation, 2.400 Personen pro Stunde passen hinauf. An der Bergstation wartet eine Aussichtsplattform mit Rundumblick. Für beide Bahnen zusammen wurden rund 28 Millionen € investiert, die offizielle Eröffnung mit Segnung war am 27. Januar 2024.

Königsleiten und Hochkrimml

Auf der Salzburger Seite liegen die Bahnen von Königsleiten und Hochkrimml. In Königsleiten heben dich die Dorfbahn und die Sonnwendkopfbahn nach oben, dazu fahren die Gipfelbahn als Achtergondel und die Sessel Larmachbahn und Mitterlegerbahn. In Hochkrimml gehören die Sessel Plattenkogel X-Press I und II, die Filzsteinbahn „Speedy“, der Duxer X-Press und der Duxer 6er-Bubble zum Netz. Sie bedienen die Gerlosplatte, ein weites Plateau.

Neu im Winter 2026/27

Die Neuigkeit für 2026/27 ist ein Pass: Der Epic Pass gilt im Winter 2026/27 erstmals in der Zillertal Arena, zusammen mit Hochzillertal-Hochfügen und dem Spieljoch. Er gilt damit in fünf Zillertaler Gebieten, Inhaber haben bis zu fünf aufeinanderfolgende Skitage im Tal. Mehr dazu im Abschnitt zum Skipass.

Betriebszeiten

Die Saison läuft vom 4. Dezember 2026 bis zum 11. April 2027. Die Rosenalmbahn in Zell fährt vom 4. bis 24. Dezember ab 8:30 Uhr, ab 25. Dezember ab 8:00 Uhr, jeweils bis 16:30 Uhr, die letzte Bergfahrt ist um 16:00 Uhr. Die Karspitzbahn in Zell fährt vom 18. Dezember bis 29. März ab 8:00 Uhr, davor und danach nur der zweite Abschnitt ab 8:30 Uhr, jeweils bis 16:00 Uhr, die Isskogelbahn und die Dorfbahn in Gerlos fahren von 8:30 bis 16:00 Uhr, Königsleiten und Hochkrimml von 9:00 bis 16:00 Uhr. Der Gerlosstein fährt vom 18. Dezember 2026 bis zum 29. März 2027, bis zu Ostermontag also.

Pisten nach Können

Auf dem Pistenplan sind die meisten Abfahrten der Arena nur nummeriert, benannt sind vor allem die besonderen Strecken.

Anfänger und Einsteiger

Für den Anfang sind in jedem Ort Übungsbereiche angelegt. In Zell erleichtern die Zauberteppiche den Einstieg, in Gerlos liegen die Übungswiese Haberl und ein Kinderland mit Förderband, in Königsleiten der Märchenwald mit Babylift und in Hochkrimml Übungspiste und Förderband an der Duxeralm. Rund 50 Pistenkilometer sind leicht, das reicht für mehrere Tage. Wie Anfänger Schritt für Schritt ins Skifahren finden, steht im Ratgeber Skifahren lernen in Südtirol.

Familien und Genussfahrer

Knapp 60 Prozent der Pisten sind mittelschwer. Ein guter Einstieg ist die Funty-Piste in Zell: ein breiter, flacher Weg von der Bergstation der Rosenalmbahn zur Mittelstation, mit Highfive- und Soundelementen, ein Weg, den Familien gemeinsam fahren. Die Gerlosplatte in Hochkrimml ist ein weites Plateau, auf dem du dir deine Linie suchst. Der Gerlosstein ist ein eigenes kleines Familiengebiet.

Sportliche und Erfahrene

Die Aufgabe des Gebiets ist die Höhenfresser-Tour. Sie beginnt am Übergangsjoch auf 2.500 Metern und führt rund 10 Kilometer und 1.930 Höhenmeter hinab bis nach Zell. Du kannst sie in einem Zug fahren, solltest aber Kondition und etwas Erfahrung mitbringen, denn bei knapp 2.000 Höhenmetern ist Ausdauer gefragt.

Insgesamt sind nur rund 12 Kilometer als schwer eingestuft. Wer ein Gebiet mit vielen schwarzen Pisten sucht, ist in Mayrhofen besser aufgehoben.

Freestyle und Parks

Drei Parks stehen zur Wahl. Der Action-Park Kreuzwiese in Zell hat Lines, Boxen, Rails und Sprünge für Einsteiger und Fortgeschrittene. In Gerlos liegt der Snowpark am Vorkogellift. Der Funpark Hochkrimml unter der Filzsteinbahn ist für Kinder und Anfänger gedacht.

Abends und frühmorgens

Nachtski gibt es nicht. Stattdessen bietet die Arena Moonlight Skiing & Dinner: Du meldest dich vorher an, fährst mit der Bahn hinauf, isst im Bergrestaurant Gipfeltreffen in Königsleiten und fährst bei Dunkelheit ins Tal. Das Angebot richtet sich an gute Skifahrer und findet an einzelnen Abenden zwischen Januar und März statt. Das Gegenstück ist Good Morning Skiing: An einzelnen Tagen öffnen die Bahnen früh am Morgen, bevor der reguläre Betrieb startet.

Skirouten und Freeride

Neben den Pisten gibt es rund 3 Kilometer Skirouten. Skirouten sind nicht präpariert und nicht gesichert. Lies vor jeder Tour den Lawinenbericht des Landes Tirol (lawinen.report oder die App „Lawine Tirol“) und nimm Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde mit. Einsteiger gehen mit einem Bergführer. Grundlagen findest du in unserem Guide zu Skitouren für Einsteiger.

Skischulen und Kinder

Skischulen in allen vier Orten

In jedem Ort der Arena gibt es Skischulen. In Zell am Ziller sind es die Skischule Arena, die Skischule Lechner und die Skischule Pro Zell, in Gerlos Michi's Schischule und die Adventure Snowsportschule Gerlos Total. Auch in Königsleiten und Hochkrimml gibt es Skischulen. Kurse lassen sich online buchen.

Kinderbereiche und Betreuung

Für die Kleinsten gibt es Kinderbereiche an den Skischulen und an den Bergbahnen: ArenaFUNtenland und Rosenalm in Zell, Haberl und Michi's in Gerlos, das Arena Center mit Kids Club und der Skischulbereich Krimml auf der Gerlosplatte. Dazu kommen Förderbänder an den Übungshängen, die Zauberteppiche in Zell und das Kinderland in Gerlos. Skikindergärten und eine Betreuung für Gäste ergänzen das Angebot.

Das Maskottchen ist FUNty, ein gelber Elefant in Lebensgröße, der dich von Zell bis Gerlos und von Königsleiten bis Hochkrimml begleitet. Kinder des Jahrgangs 2021 und jünger fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen gratis, Kinder des Jahrgangs 2012 bis 2020 zahlen den Kinderpreis, Jugendliche des Jahrgangs 2008 bis 2011 den Jugendtarif.

Hüttenkultur und Einkehr

In der Arena kehrst du in Hütten und Bergrestaurants ein, die über alle vier Orte verteilt sind. Auf den Karten der Gebiete stehen mehr Häuser, als in einen Tag passen, deshalb hier ein paar Anhaltspunkte nach Lage.

In Zell und am Gerlosberg

An der Mittelstation der Rosenalmbahn steht die Wiesenalm, ein Restaurant mit Tischservice. Du erreichst sie über die Funty-Piste von der Bergstation aus. Die Schmankerlhütte Kreuzwiesenalm auf rund 1.880 Metern bei Gerlosberg liegt im Zeller Teil des Gebiets.

In Gerlos

Das Arena Center auf rund 1.900 Metern ist Restaurant und Familientreffpunkt zugleich, mit einem Kids Club für die Kleinsten. Die Umbrella Bar auf rund 1.540 Metern ist eine Bar im Skigebiet und seit dem Winter 2019/20 geöffnet.

In Königsleiten und Hochkrimml

Das Gipfeltreffen in Königsleiten ist ein Bergrestaurant und der Ort, an dem das Moonlight-Dinner stattfindet. Auf der Salzburger Seite, auf der Gerlosplatte, laden die Filzsteinalm und die Plattenalm in Hochkrimml zur Pause. Die Filzsteinalm steht außerdem auf der Après-Ski-Liste der Arena.

Am Rodelberg

Am Gerlosstein liegt das Berghotel Gerlosstein auf rund 1.650 Metern, eine Einkehr an der Rodelbahn. Mehr dazu im Porträt Gerlosstein.

Après-Ski und Abend

Der Abend in der Arena hängt vom Ort ab. In Gerlos ist am meisten los. In Hochkrimml dagegen ist es ruhig: Die Gerlosplatte besteht überwiegend aus Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Abendleben gibt es kaum.

Für einzelne Tage im Frühjahr stehen Veranstaltungen im Kalender: die Dutch Week vom 9. bis 13. März 2027, die 90's Days vom 19. bis 21. März 2027 und das Lederhosen Wedel Finale vom 2. bis 4. April 2027. Ideen für Abende in anderen Gebieten liefert der Ratgeber Après-Ski in Südtirol.

Abseits der Piste

Rodeln

Am Gerlosstein bei Hainzenberg liegt eine Rodelbahn von rund 7 Kilometern. Sie ist abends beleuchtet, und zwar vom 25. Dezember 2026 bis 7. März 2027 außer sonntags und mittwochs. Hinauf fährst du mit der Gerlossteinbahn. Der Bus zur Talstation fährt von Zell am Ziller und von Gerlos aus. Mehr zur Bahn steht im Porträt Gerlosstein.

Winterwandern, Schneeschuhe und Langlauf

Rund um die vier Orte sind Winterwanderwege und Schneeschuhrouten angelegt, dazu Langlaufloipen, die bei ausreichend Schnee gespurt sind. Zell am Ziller ist ein Marktort, in dem du nach dem Skifahren durch den Ortskern bummeln kannst.

Hohe Tauern und Krimml

Krimml liegt im Pinzgau und gehört zum Nationalpark Hohe Tauern. Hochkrimml ist der Ortsteil auf der Gerlosplatte und liegt direkt am Skigebiet.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Arena läuft vom 4. Dezember 2026 bis zum 11. April 2027, der Gerlosstein vom 18. Dezember 2026 bis zum 29. März 2027. Der Skipass der Arena gilt in allen vier Orten und am Gerlosstein, der Zillertaler Superskipass in allen großen Gebieten im Tal. Beide Pässe gelten außerdem im Skigebiet Wildkogel bei Neukirchen und Bramberg im Pinzgau. Die Tabelle zeigt die Preise für Erwachsene:

Karte Preis 2026/27
Tageskarte (Start 8:00, 8:30 oder 9:00 Uhr) 82 €
Ab 10:30 Uhr 78,50 €
Ab 12:00 Uhr 63,50 €
Ab 13:30 Uhr 45 €
1,5 Tage ab 11:45 Uhr 121,50 €
Saisonkarte Zillertal Arena 940 €

Wer nicht am Stück fährt, nimmt eine flexible Karte: 4 von 6 Tagen kosten 317,50 €, 5 von 7 Tagen 391 €, 6 von 7 Tagen 429,50 € und 10 von 14 Tagen 715 €. Ab zwei Tagen fährst du mit dem Zillertaler Superskipass im ganzen Tal: 2 Tage kosten 163,50 €, 3 Tage 241 €, 5 Tage 372,50 €, 7 Tage 458,50 € und 10 Tage 630 €. Die Saisonkarte für das ganze Tal kostet 1.141 €.

Jugendliche des Jahrgangs 2008 bis 2011 zahlen für die Tageskarte 65,50 €, Kinder des Jahrgangs 2012 bis 2020 37 €. Kinder des Jahrgangs 2021 und jünger fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen gratis. Der Epic Pass gilt in der Arena und in den vier anderen Zillertaler Gebieten, Inhaber haben bis zu fünf aufeinanderfolgende Skitage im Tal. Die Mehrtageskarten sind nur auf aufeinanderfolgende Tage ausgestellt, flexible Karten ausgenommen, und lassen sich ab 15:00 Uhr am Vortag kaufen. Den Skibus im Tal bezahlst du mit dem Pass nicht extra.

Preise und Termine ändern sich: Prüf sie vor der Buchung bei den Bergbahnen.

Anreise, Parken und Skibus

Mit dem Auto: Fahre auf der A12 bis zur Ausfahrt Zillertal und weiter auf der Zillertalstraße nach Zell am Ziller. Dort zweigt die Gerlosstraße (B165) über den Gerlospass nach Gerlos, Königsleiten und Krimml ab, der Pass liegt auf 1.490 Metern. Aus dem Salzburger Land kommst du über Zell am See und Krimml und von dort über die Gerlosstraße nach Gerlos. Die Gerlos Alpenstraße von der Pinzgauer Seite ist mautpflichtig, für Gäste der Arena gelten Sonderregeln der Straßenbetreiberin. Auf österreichischen Autobahnen brauchst du eine Vignette, im Winter bei Schnee gilt die Winterausrüstungspflicht, wie im Überblick Skigebiete im Zillertal beschrieben.

Mit der Bahn: Zell am Ziller hat einen Bahnhof der Zillertalbahn, die ab Jenbach tagsüber etwa im Halbstundentakt fährt. Von dort bringen dich Busse nach Gerlos und zum Gerlosstein. Auf der Salzburger Seite hält die Pinzgauer Lokalbahn in Wald im Pinzgau und in Krimml, weiter nach Königsleiten und Hochkrimml geht es mit dem Bus, im Winter auch mit dem Skibus.

Skibus: Die Skibusse im Gebiet sind mit dem gültigen Skipass kostenlos, du darfst mit Skiern und Skischuhen einsteigen. Sie fahren nur während der Betriebszeiten der Bahnen. Die Linie zwischen Königsleiten, Gerlos und Zell hat begrenzte Plätze und ersetzt die Verbindung auf der Piste nicht. Auch zwischen Neukirchen, Wald, Krimml und Königsleiten fährt ein kostenloser Skibus mit gültigem Pass.

Mit dem Flugzeug: Der nächste Flughafen ist Innsbruck, Alternativen sind München und Salzburg. Mehr zur Region im Überblick über die Skigebiete rund um Innsbruck.

Wo du wohnst

Die Wahl des Orts bestimmt, wie du die Arena erlebst. Einen Überblick über alle Tiroler Gebiete bietet das Verzeichnis der Skigebiete in Tirol.

Zell am Ziller liegt auf rund 580 Metern im Talboden. Der Ort ist Marktgemeinde mit Bahnhof der Zillertalbahn, einer Brauerei, die es seit dem Jahr 1500 gibt, und einem Ortskern, in dem du nach dem Skifahren spazierst. Du steigst mit der Rosenalmbahn oder der Karspitzbahn ins Gebiet und fährst am Ende des Tages über die Höhenfresser-Tour zurück. Das passt, wenn du ohne Auto anreist und eine tiefere Ortslage nicht scheust.

Gerlos liegt im Gerlostal auf rund 1.200 bis 1.300 Metern und ist der Ort mit dem meisten Abendleben. Zwei Bahnen, die Isskogelbahn und die Dorfbahn, bringen dich direkt in die Pisten. Wer nach dem Skifahren noch etwas erleben will, ist hier richtig.

Königsleiten ist ein Almdorf auf rund 1.600 Metern im Land Salzburg, die Dorfbahn und die Sonnwendkopfbahn führen von dort in die Pisten. Hochkrimml auf der Gerlosplatte besteht überwiegend aus Ferienwohnungen und Ferienhäusern, das Abendleben ist ruhig. Viele Unterkünfte im Gebiet liegen an der Piste, sodass du mit Skiern an den Füßen aus dem Haus startest.

Krimml liegt im Pinzgau, gehört zum Nationalpark Hohe Tauern und hat einen Bahnhof der Pinzgauer Lokalbahn.

Geschichte und Besonderes

Um die Jahrtausendwende wuchsen die Gebiete von Zell, Gerlos und Königsleiten zusammen. Der Krimml-X-Press, der Vierersessel am Übergangsjoch, machte den Zusammenschluss möglich. Seitdem hat sich das Gebiet Stück für Stück verdichtet: Die Karspitzbahn in Zell lief ab 2008/09 und wurde 2010/11 um den zweiten Abschnitt verlängert. Die Dorfbahn Gerlos kam 2016 als zweiter Zubringer, 2022/23 folgte Kapauns und 2023/24 die Wilde Krimml.

Die Verbindung zwischen Tirol und Salzburg ist älter als das Skigebiet: Die Straße über den Gerlospass entstand in den 1960er-Jahren. Die Höhenfresser-Tour führt mit ihren knapp 2.000 Höhenmetern vom Übergangsjoch auf 2.500 Metern bis in den Talboden bei Zell.

Tipps und Kompromisse

  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Das Joch als Knoten: Wer die ganze Arena fahren will, plant das Übergangsjoch am Vormittag ein. Dort treffen sich die Seiten von Zell und Gerlos, und von dort startet die Höhenfresser-Tour.
  • Letzte Fahrten: In Zell fährt die Karspitzbahn im ersten Abschnitt um 15:30 Uhr zum letzten Mal, im zweiten um 16:00 Uhr, die Rosenalmbahn fährt um 16:00 Uhr zum letzten Mal bergwärts. In Königsleiten und Hochkrimml öffnen die Bahnen erst um 9:00 Uhr.
  • Ort statt Gebiet: Weil die Orte weit auseinanderliegen, wählst du die Unterkunft nach dem Ort: ruhig in Hochkrimml, lebhaft in Gerlos, tief und mit Bahnhof in Zell.
  • Kompromiss Schwarz: Mit nur rund 12 Kilometern schwarzer Pisten ist die Arena kein Gebiet für Steilhang-Fans. Dafür bietet Mayrhofen mehr.
  • Kompromiss Skibus: Der Bus zwischen Königsleiten, Gerlos und Zell hat begrenzte Plätze und ersetzt die Verbindung auf der Piste nicht. Wer zwischen den Orten wechselt, fährt besser auf Skiern.
  • Gerlosstein extra: Der Gerlosstein hat eigene Termine und fährt bis einschließlich Ostermontag, den 29. März 2027.

Fazit

Die Zillertal Arena hat 150 Pistenkilometer zwischen Zell am Ziller und Hochkrimml, mit mittelschweren Hängen als Schwerpunkt, drei Parks, dem Gerlosstein für Familien und der Höhenfresser-Tour für Fahrer mit Ausdauer. Mit Kapauns und Wilde Krimml ist die Verbindung zwischen Zell und Gerlos erneuert. Wer vor allem steil fahren will, findet in Mayrhofen mehr Herausforderung. Wer Weite, breite Pisten und die Wahl zwischen einem tiefen Ort mit Bahnhof und einem hoch gelegenen Almdorf sucht, ist in der Arena gut aufgehoben.

Stand: November 2026.