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Hochzillertal-Hochfügen: zwei Zugänge, rund 90 Pistenkilometer und Freeride-Hänge

Blick von einem Sessellift auf ein weites, verschneites Hochplateau mit felsigem Gipfel
Foto: Frabi, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Wer in Kaltenbach aus der Zillertalbahn steigt, erreicht die Talstation nach einem kurzen Fußweg. Dort heben zwei Gondeln ab, gleiten über den Wald und setzen dich in einem anderen Licht wieder ab: Die Hänge sind weit, die Terrassen der Hütten liegen in der Sonne, und am Horizont stehen die Dreitausender der Zillertaler Alpen. Auf der anderen Seite des Gebiets wartet ein zweiter Zugang. Hochfügen ist ein Hotelort auf rund 1.500 Metern, von dem aus die Bahnen in ein Hochtal mit breiten Pisten und Freeride-Gelände führen.

Hochzillertal und Hochfügen sind durch einen Lift verbunden und bilden ein Skigebiet mit rund 90 Pistenkilometern und 38 Anlagen. Du startest unten im Tal oder oben im Hochtal, fährst weite Carving-Hänge, steile Abfahrten oder abseits der Piste, und mittags sitzt du auf einer Hütte mit Blick auf die Berge.

Das Gebiet im Überblick

Zwei Seiten, ein Berg

Das Gebiet liegt im vorderen Zillertal, wenige Autominuten vom Inntal entfernt. Die Kaltenbacher Seite heißt Hochzillertal: Die Talstation steht im Ort Kaltenbach auf rund 560 Metern, die Seilbahnen führen dich hinauf zur Zentralstation mit dem Bergrestaurant Mountain View auf gut 1.700 Metern und weiter in den Skiraum. Die zweite Seite ist Hochfügen. Der Ort liegt auf rund 1.500 Metern, Hotels und Pensionen stehen direkt an der Piste, und von dort geht es mit der Gondel 8er-Jet oder dem Zillertal Shuttle nach oben.

Beide Seiten teilen sich ein Pistennetz und einen Skipass, der unter dem Namen „Ski optimal“ verkauft wird. Die Tageskarte gilt zusätzlich am Spieljoch in Fügen, das ein eigenes Gebiet mit eigenem Porträt ist: Spieljoch Fügen.

Die Zahlen

Das Gebiet misst rund 90 Kilometer, darin eingerechnet sind Skirouten für Freerider von rund 4 Kilometern. Rund 30 Kilometer sind leicht, rund 43 Kilometer mittelschwer und rund 14 Kilometer schwer. Der Schwerpunkt liegt also bei mittelschweren und leichten Pisten, dazu kommen die schwarzen Abfahrten. Nahezu alle Pisten lassen sich beschneien.

Insgesamt zählt das Gebiet 38 Anlagen: 25 auf der Kaltenbacher Seite und 13 in Hochfügen. Das sind 6 Gondelbahnen, 11 Sesselbahnen und 21 Schlepplifte. Zusammen befördern die Anlagen rund 63.000 Personen pro Stunde. Die Höhe reicht von rund 560 Metern in Kaltenbach bis auf rund 2.500 Meter am oberen Ende. Die Bergstation der Sesselbahn Waidoffen in Hochfügen liegt auf 2.431 Metern.

Hochzillertal-Hochfügen ist eines von vier Großgebieten im Zillertal, neben der Zillertal Arena, Mayrhofen und dem Hintertuxer Gletscher. Den Überblick über das ganze Tal findest du hier: Skigebiete im Zillertal.

Lifte und Anlagen

Gondeln und Sessel

Die sechs Gondelbahnen heißen Hochzillertal I, II und III, Wimbachexpress, Zillertal Shuttle und 8er-Jet. Hochzillertal I und II sind die beiden 8er-Gondeln, die dich von der Talstation in Kaltenbach nach oben bringen. Sie laufen seit Ende der 1990er-Jahre. Der Wimbachexpress ist eine 10er-Gondel, die im Dezember 2018 die alte 4er-Sesselbahn Krössbichl ersetzt hat. Ihre Bergstation liegt auf rund 2.400 Metern und trägt das Restaurant Albergo. Zur Kristallhütte führt der 8er-Sessel Kristall-Express, den Betterpark erreichst du mit dem 8er-Sessel Schnee-Express.

In Hochfügen fahren der 8er-Jet und der Zillertal Shuttle von der Talstation los. Dazu kommen Sessel wie der 6er Holzalm und der 6er Waidoffen, dessen Bergstation auf 2.431 Metern liegt. Die übrigen Anlagen sind Schlepplifte und Zauberteppiche.

Die Verbindung zwischen den Seiten

Der Zillertal Shuttle ist die Nahtstelle des Gebiets: Die 8er-Gondel ging im Dezember 2004 in Betrieb, ist rund 2,5 Kilometer lang und überwindet 884 Höhenmeter. Er verbindet Hochfügen mit der Kaltenbacher Seite. Oben schließt der Wedelexpress an, ein 4er-Sessel am Marchkopf. So wechselst du zwischen den beiden Seiten.

Du kannst beide Seiten an einem Tag kombinieren. Dann planst du die Rückfahrt zur Talstation ein, bevor die Bahnen schließen. Die letzte Bergfahrt der Seilbahnen in Kaltenbach ist um 16:00 Uhr.

Betriebszeiten

In Kaltenbach laufen die Seilbahnen Hochzillertal I und II täglich von 7:30 bis 16:30 Uhr. Sessel- und Schlepplifte öffnen um 8:00 Uhr und schließen um 16:00 Uhr. In Hochfügen startet der 8er-Jet um 8:15 Uhr, die 6er-Bahn Holzalm und die Lamark-Lifte folgen um 8:30 Uhr, die übrigen Anlagen um 9:00 Uhr. Betrieb ist bis 16:00 Uhr.

Neu im Winter 2026/27

An der Funslope nahe der Kashütte entsteht zusätzliche Liftkapazität, damit der Park flüssiger läuft, und an der Marendalm kommen neue Kinderpisten dazu. Die Kristallhütte wird neu gestaltet und soll im Dezember 2026 wieder öffnen. In Hochfügen ist die 8er Alm umgebaut: unten Selbstbedienung, oben Pizzeria mit Bedienung. Außerdem gibt es in Hochfügen den Winterklettersteig Pfaffenbichl (siehe Abschnitt Abseits der Piste).

Pisten nach Können

Anfänger und Einsteiger

Auf der Kaltenbacher Seite liegt oben am Berg ein großes Übungsgelände an der Zentralstation, dazu gehören eine rund 2 Hektar große Übungswiese und ein Zauberteppich an der Marendalm. Rund 30 Pistenkilometer sind leicht. In Hochfügen gibt es einen Zauberteppich und den Kidspark, einen eigenen Bereich für die Kleinsten. Hochfügen und die Kaltenbacher Seite sind durch den Zillertal Shuttle verbunden, aber Einsteiger bleiben am besten zunächst auf einer Seite.

Familien und Genussfahrer

Wer solide fährt und weite Hänge mag, findet in den rund 43 Kilometern mittelschwerer Pisten den größten Teil des Gebiets. Die Hänge sind breit und laden zum Carven ein. Die Talabfahrt nach Kaltenbach ist rund 5 Kilometer lang und trägt den Namen Stephan-Eberharter-Goldpiste, benannt nach dem früheren Skirennläufer. Wer sich die lange Talabfahrt nicht zutraut, fährt mit den Gondeln ins Tal.

Sportliche und Erfahrene

Schwarz sind rund 14 Pistenkilometer. Die Obitraudi in Hochfügen ist rund 3 Kilometer lang und gehört zu den steilen Pisten des Gebiets, eine rote Variante liegt daneben. Am Panoramalift gibt es eine Rennstrecke für Training und Rennen. Von Öfelerjoch führt eine rund 11 Kilometer lange Talabfahrt hinunter nach Aschau. Die Abfahrt endet in Aschau im Tal, nicht an der Gondel in Kaltenbach.

Freestyle

Der Betterpark in Hochzillertal hat einen eigenen Lift, erreichbar über den Schnee-Express. Die Funny Slope an der Kaltenbacher Seite ist für Skifahrer und Snowboarder gedacht. In Hochfügen gibt es die FunLine, eine gemischte Piste mit Cross und Park unter dem Sessel Waidoffen, und für Kinder die Juzi Line als Kinder-Highlight.

Skirouten und Freeride

Hochfügen gilt als Freeride-Ecke des Gebiets, mit unpräparierten Skirouten und freiem Gelände. Skirouten sind nicht präpariert und nicht gesichert. Lies vor jeder Tour den Lawinenbericht des Landes Tirol (lawinen.report oder die App „Lawine Tirol“), und nimm Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde mit. Einsteiger gehen mit einem Bergführer, im Gebiet bietet zum Beispiel der Berg- und Skiführer Stefan Wierer geführte Touren an. Grundlagen findest du in unserem Guide zu Skitouren für Einsteiger.

Skischulen und Kinder

Skischulen am Berg

Auf der Kaltenbacher Seite arbeiten drei Skischulen: die Schischule Hochzillertal, die Schischule optimal an der Talstation und die Schischule Keiler, die auch Kurse in Aschau anbietet. In Hochfügen sind es vier: Skischule Aktiv, Skischule Kostenzer, Skischule Total und skiCHECK, der auch Ski verleiht. Alle Schulen in Hochfügen erreichst du zu Fuß vom Ortsteil aus.

Bei den Schulen Total, optimal und Keiler beginnen die Kinderkurse mit vier Jahren. Die Schischule Hochzillertal betreibt Bobo's Kinderclub für Kinder von 4 bis 12 Jahren. Wer abseits der Piste unterwegs sein will, bucht einen Guide.

Kinderwelten am Berg

Für die Kleinsten gibt es den Zwergerl Club, den Gästekindergarten an der Zentralstation beim Mountain View. Er nimmt Kinder ab 3 Monaten auf. In Hochfügen liegt der Kidspark mit Zauberteppich, Wellenbahn, Spielzelt und Kinderrestaurant, dort gibt es ganztägige Betreuung. Die Funny Slope in Hochzillertal und die Juzi Line in Hochfügen sind Spielwiesen für die ersten Kurven mit etwas Tempo.

Kinder des Jahrgangs 2021 und jünger fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenlos, bei Kindern der Jahrgänge 2012 bis 2020 gilt der Kinderpreis. Das Spieljoch über Fügen liegt getrennt und hat ein eigenes Porträt mit Kinderbereich und Rodelbahn.

Hüttenkultur und Einkehr

Die Hütten des Gebiets reichen vom Selbstbedienungsrestaurant bis zum Panoramarestaurant mit italienischer Küche. Von mehreren Terrassen schaust du auf die Dreitausender der Zillertaler Alpen.

Auf der Kaltenbacher Seite

Das Mountain View an der Zentralstation ist ein Bergrestaurant für die ganze Familie, mit großer Terrasse und Gerichten wie Burger, Pasta, Pizza und Zillertaler Küche. Es liegt an der Zentralstation, wo auch der Zwergerl Club untergebracht ist, und ist deshalb ein Treffpunkt für Eltern und Kinder.

Die Marendalm liegt an der Talstation des Sonnenjet auf rund 1.700 Metern und ist ein Selbstbedienungsrestaurant mit Terrasse. Hier isst du schnell und einfach.

Die Kristallhütte auf rund 2.150 Metern ist eine Mischung aus Szenetreff und Wirtsstube, mit alpiner Küche und regionalen Spezialitäten. Sie wird neu gestaltet und soll im Dezember 2026 wieder öffnen.

Die Wedelhütte auf 2.350 Metern hat eine Sonnenterrasse zwischen Wimbachkopf und Marchkopf. Auf der Karte stehen Superfood-Salat, Wedelhütten-Burger und Kaiserschmarren aus Dinkelmehl. Das Haus setzt auf Hüttengaudi und Genuss, im Sunbed-Bereich läuft House-Musik. Wer übernachten will, findet Suiten im Haus.

Das Albergo an der Bergstation des Wimbachexpress liegt auf rund 2.400 Metern. Es ist ein Panoramarestaurant mit Hotel und bringt italienische Küche mit hausgemachter Pasta und Fisch an den Berg. Zum Haus gehören ein Spa-Bereich und vier Suiten.

Die Kashütte auf rund 2.000 Metern am Hirschbichl ist klein und familiär. Sie stand ursprünglich auf der Mizunalm und wurde am Hirschbichl originalgetreu wiederaufgebaut. Die Küche arbeitet mit Bio-Zutaten, und es gibt Zimmer zum Übernachten.

In Hochfügen

Die 8er Alm liegt auf rund 2.100 Metern. Im Erdgeschoss gibt es Selbstbedienung mit Front-Cooking und einen Kiosk, im Obergeschoss eine Pizzeria und ein Restaurant mit Bedienung. Die große Sonnenterrasse hat ein bewegliches Glasdach. An den Tourenfreitagen ist abends geöffnet.

Die Holzalm auf 1.900 Metern liegt an der Sonnenseite des Gebiets, dort, wo mehrere Pisten zusammenlaufen. Auf der Karte stehen Zillertaler Spezialitäten, drinnen gibt es eine Stube mit Kamin, draußen eine große Terrasse.

Welche Hütte wofür?

  • Schnell essen: Marendalm oder das Erdgeschoss der 8er Alm.
  • Mit Kindern: Mountain View an der Zentralstation, neben dem Zwergerl Club.
  • Mit Aussicht und italienisch: Albergo am Wimbachexpress.
  • Alpine Küche in der Wirtsstube: Kristallhütte, nach dem Umbau ab Dezember 2026.
  • Hüttengaudi: Wedelhütte.
  • Klein und familiär: Kashütte.
  • Zillertaler Spezialitäten: Holzalm.

Am 12. und 13. Dezember 2026 findet das Ski Food Festival im Hochzillertal statt.

Après-Ski und Abend

Der Abend im Gebiet ist ruhiger als in Mayrhofen, wo das Zillertal sein größeres Après-Ski hat. Dafür gibt es Termine, die zum Gebiet gehören. In Hochfügen läuft donnerstags die Hochfügen Nacht („Fire meets Snow“), eine Skishow mit Freestyle-Sprüngen, Formationsfahren sowie Licht und Feuer. Sie findet im Winter 2026/27 an sieben Donnerstagen statt, vom 21. Januar bis 4. März 2027.

Freitags ab dem 11. Dezember 2026 sind in Hochfügen abends beleuchtete Pisten für Tourengeher geöffnet (Tourennacht): Der Aufstieg führt von der Talstation 8er-Jet über Hochfügen 2000 zur 8er Alm und überwindet 653 Höhenmeter. Oben öffnet das Restaurant am Abend. Zum Saisonauftakt gibt es das Shred Fest in Hochfügen (4. bis 6. Dezember 2026), und im März folgt das Alpicon House Music Festival im Skigebiet Hochzillertal (18. bis 21. März 2027).

Wer mehr Abendprogramm sucht, schaut nach Mayrhofen oder in den Zillertal-Überblick.

Abseits der Piste

Rodeln und Erlebnisse am Berg

In Hochfügen führt eine beleuchtete Rodelbahn über rund 1,5 Kilometer, sie ist leicht. Der Aufstieg zum Start geht nur zu Fuß, einen Lift gibt es nicht. Schlitten leihst du in Hochfügen aus. Am Spieljoch in Fügen liegt eine 5,5 Kilometer lange Rodelbahn, die vollständig beschneit ist.

Für Schwindelfreie gibt es in Hochfügen den Winterklettersteig Pfaffenbichl. Er beginnt an der Bergstation der Sesselbahn Waidoffen auf 2.431 Metern und hat eine 28 Meter lange Seilbrücke. Du brauchst Ausrüstung und Erfahrung, am besten gehst du mit einem Bergführer. In Hochfügen gibt es zudem Mitfahrten im Pistenbully auf Anfrage.

Wandern, Langlauf, Therme

Für Langläufer gibt es die Höhenloipe in Hochfügen, klassisch und Skating, mit rund 8 bis 9 Kilometern. Winterwanderwege führen etwa von der Zentralstation über die Marendalm zur Talstation des Wimbachexpress und von der Wedelhütte zu dessen Bergstation. Nach einem Skitag bietet sich die Erlebnistherme Zillertal in Fügen an.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Saison

Hochzillertal-Kaltenbach öffnet am 5. Dezember 2026, Hochfügen schon am 4. Dezember. Beide Seiten fahren bis 11. April 2027. Bei ausreichend Schnee ist in Hochzillertal-Kaltenbach schon im November Wochenendbetrieb möglich. Das Spieljoch ist vom 11. Dezember 2026 bis 29. März 2027 geöffnet.

Preise

Die Tageskarte „Ski optimal“, die in Hochzillertal, Hochfügen und am Spieljoch gilt, kostet für Erwachsene 83 €, mit Gästekarte 82 €. Jugendliche (Jahrgang 2008 bis 2011) zahlen 65,50 €, Kinder (Jahrgang 2012 bis 2020) 37 €. Die Preise sind nach Uhrzeit gestaffelt: Erwachsene zahlen für eine Karte ab 11:50 Uhr 64 €. Kinder des Jahrgangs 2021 und jünger fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen gratis.

Wer mehrere Tage bleibt oder das Tal wechseln will, nimmt den Zillertaler Superskipass: 2 Tage kosten 163,50 €, 3 Tage 241 €. Er gilt ab zwei Tagen in allen vier Großgebieten, Karten bis eineinhalb Tage gelten nur im jeweiligen Gebiet. Im Pass sind die Skibusse und die meisten öffentlichen Verkehrsmittel im Tal enthalten. Zum Epic Pass und zu den weiteren Preisen steht Näheres im Zillertal-Porträt.

Preise und Termine ändern sich: Prüf sie vor der Buchung bei den Bergbahnen.

Anreise, Parken, Skibusse

Mit dem Auto: Fahre auf der A12, der Inntalautobahn, bis zur Ausfahrt Zillertal. Nach Kaltenbach folgst du der Talstraße, die Talstation liegt in der Postfeldstraße, dort gibt es eine Garage. Nach Hochfügen fährst du über Fügen und dann über eine Bergstraße bis zum Parkplatz neben den Bahnen. Auf der A12 brauchst du eine Vignette.

Mit der Bahn: Jenbach liegt an der Hauptstrecke Wien, Salzburg, Innsbruck, Bregenz. Dort steigst du in die Zillertalbahn. Für Kaltenbach fährst du bis Kaltenbach-Stumm, die Talstation erreichst du von dort zu Fuß. Für Hochfügen steigst du in Fügen-Hart oder Fügen aus und nimmst den Skibus. Fahrpläne stehen bei den Betreibern.

Skibus: Mit dem Zillertaler Superskipass oder der Snow Card Tirol fährst du in den örtlichen Skibussen und in den Zügen der Zillertaler Verkehrsbetriebe ohne Aufpreis, ausgenommen ist der Dampfzug. Die Skibusse nach Hochfügen fahren ab Fügen, Fügenberg und Hart im Zillertal. Zwischen Hochfügen und dem Spieljoch verbindet ein Skibus die beiden Gebiete.

Mit dem Flugzeug: Der nächste Flughafen ist Innsbruck, Alternativen sind München und Salzburg. Mehr zur Region im Überblick über die Skigebiete rund um Innsbruck.

Wo du wohnst

Kaltenbach liegt im Talboden an der Zillertalbahn und hat die Talstation der Gondeln vor der Tür. Wer ohne Auto anreist, kommt mit der Zillertalbahn bis Kaltenbach-Stumm und geht von dort zu Fuß zur Talstation. Der Weg zum Skifahren ist kurz.

Aschau liegt ein Stück talaufwärts. Dort arbeitet die Schischule Keiler, und dort endet die lange Talabfahrt vom Öfelerjoch.

Fügen liegt im vorderen Tal, mit der Erlebnistherme und der Talstation des Spieljochs. Von hier aus gibt es Skibusse nach Hochfügen.

Hochfügen und Fügenberg sind der Hotelort auf rund 1.500 Metern. Hotels, Pensionen und Almhütten haben direkten Zugang zur Piste. Wer Ski-in und Ski-out sucht, wohnt hier.

Am Berg: Direkt an der Piste liegen die Mountain Lofts mit Ski-in und Ski-out. Auf dem Berg übernachtest du außerdem im Albergo (vier Suiten), in der Wedelhütte (Suiten) und in der Kashütte (Zimmer).

Geschichte und Besonderes

Der Kern des Gebiets entstand Ende der 1990er-Jahre: Damals gingen die beiden 8er-Gondeln Hochzillertal I und II sowie der 8er-Jet in Hochfügen in Betrieb. 2004 verband der Zillertal Shuttle beide Seiten zu einem gemeinsamen Gebiet. 2016/17 kam die 6er-Bahn Waidoffen dazu, im Dezember 2018 der Wimbachexpress.

Das Besondere ist die Mischung: Die Kaltenbacher Seite ist mit Bahn und Gondel direkt aus dem Tal erreichbar, Hochfügen liegt als Hotelort schon auf 1.500 Metern. Dazu kommt der Blick auf die Zillertaler Alpen von den Terrassen der Wedelhütte, des Mountain View und des Albergo.

Tipps und Kompromisse

  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Früh starten: Die Gondeln in Kaltenbach öffnen um 7:30 Uhr, die Bahnen in Hochfügen zwischen 8:15 und 9:00 Uhr.
  • Beide Seiten an einem Tag: Plane die Rückfahrt zur Talstation vor 16:00 Uhr ein, wenn du an einem Tag in Hochfügen und Kaltenbach fährst.
  • Ski optimal oder Superskipass: Für ein Gebiet plus Spieljoch reicht die Tageskarte, wer das Tal wechseln will, braucht mindestens zwei Tage Superskipass.
  • Freeride mit Plan: Hochfügen ist ein Freeride-Gebiet, aber Skirouten sind nicht präpariert und nicht gesichert. Ohne Ausrüstung und Erfahrung nimmst du einen Guide.
  • Kompromiss Abend: Der Abend ist ruhiger als in Mayrhofen. Wer ein größeres Abendprogramm sucht, wohnt besser dort.
  • Größe einordnen: Mit rund 90 Pistenkilometern liegt das Gebiet unter der Zillertal Arena mit rund 150 Kilometern. Alle Tiroler Gebiete im Vergleich findest du im Tiroler Verzeichnis.

Fazit

Hochzillertal-Hochfügen ist ein Gebiet mit rund 90 Pistenkilometern, 38 Anlagen und zwei Zugängen, die ein Lift verbindet. Die Pisten sind weit und überwiegend leicht bis mittelschwer, die schwarzen Abfahrten und die Skirouten geben Sportlichen und Freeridern Auswahl. Familien finden einen Gästekindergarten, Kinderparks und mehrere Skischulen, die Hütten reichen von der Selbstbedienung bis zum Panoramarestaurant. Das Abendprogramm bleibt klein, und wer ein Gebiet in der Größe der Arena oder von Mayrhofen sucht, schaut dort. Wer breite Hänge, kurze Wege und einen Tag mit Blick auf die Dreitausender mag, ist hier gut aufgehoben.

Stand: November 2026.