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Hintertuxer Gletscher: Skifahren am Ende des Tuxertals, fast das ganze Jahr

Die Straße ins Tuxertal endet in Hintertux. Weiter geht es nur noch nach oben: Wo die letzten Häuser stehen, setzen die Gletscherbusse an, und in drei Etappen trägt dich die Bahn von 1.500 auf 3.250 Meter. Unten ein Dorf mit Hotels, oben Eis, das 500 bis 1.000 Jahre alt ist. Anfang Oktober 2026 lief der Skibetrieb schon, und im Betterpark am Olperer standen am ersten Oktoberwochenende die Freestyler auf den Sprüngen, während die meisten anderen Gebiete noch auf den Winter warteten.
Der Hintertuxer Gletscher ist das Zillertaler Gletscherskigebiet und damit ein Ort für die lange Saison: Die Bahnen fahren das ganze Jahr, Ski gefahren wird von Anfang Oktober bis in den Juli. Dazu kommen rund 64 Pistenkilometer, überwiegend mittelschwer, eine Talabfahrt von rund 12 Kilometern, ein Snowpark, Kinderbereiche und im Dezember die Gebiete der Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000, die du mit demselben Pass erreichst.
Das Gebiet im Überblick
Am Ende der Straße
Das Tuxertal ist eine Sackgasse. Von Mayrhofen aus führt die Straße rund 20 Kilometer talein, durch Finkenberg und die Tuxer Ortsteile, bis sie bei Hintertux endet. Hintertux liegt auf etwa 1.510 Metern, die Talstation der Gletscherbahn auf 1.500: ein kleines Hoteldorf mit Liftanlagen, Parkplätzen und der Hohenhaus Tenne am Pistenende.
Von der Talstation aus ist das Gebiet in Stufen gebaut. Gletscherbus 1 bringt dich zur Sommerbergalm auf 2.100 Metern, dem ersten Plateau mit Funslope, Kidsslope und einer Schirmbar. Gletscherbus 2 führt weiter zum Tuxer Fernerhaus auf 2.660 Metern, dem großen Haus am Fuß des Gletschers. Gletscherbus 3 überwindet das letzte Stück bis zur Gefrorenen Wand auf 3.250 Metern. Dort liegt die Panoramaterrasse, und nur wenige Gehminuten entfernt der Eingang zum Natur Eis Palast. Das sind 1.750 Höhenmeter zwischen Parkplatz und höchstem Punkt.
Die Zahlen
Es sind rund 64 Pistenkilometer, die der Betreiber täglich präpariert. Mehr als die Hälfte davon ist mittelschwer, rund ein Viertel leicht. Dazu kommen Skirouten und Freeride-Gelände zwischen 1.500 und 3.250 Metern. 21 Anlagen bringen dich hinauf, darunter sechs Gondel- und Kabinenbahnen, dazu Sessel- und Schlepplifte. Zusammen schaffen sie bis zu 39.400 Personen pro Stunde. Alle Anlagen sind doppelt ausgeführt, damit der Betrieb auch während Wartungsarbeiten weiterläuft.
Einordnung im Zillertal
Der Gletscher bildet einen eigenen Skiraum und ist nicht per Lift mit den anderen Zillertaler Gebieten verbunden. Gemeinsam mit Eggalm, Rastkogel, Finkenberg, Penken und Ahorn gehört er aber zur Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000, die auf mehr als 200 Pistenkilometer kommt. Zwischen den Teilen fährt der Skibus. Wie sich das größere Bild mit Zillertal Arena, Hochzillertal und Spieljoch zusammensetzt, steht im Zillertal-Überblick, die Penken-Seite beschreibt das Porträt Mayrhofen. Wer Gletscherskifahren in anderen Tälern vergleichen will, findet es am Stubaier Gletscher und in Sölden.
Lifte und Anlagen
Drei Gletscherbusse
Das Rückgrat des Gebiets sind drei Zweiseil-Umlaufbahnen von Doppelmayr, die Gletscherbusse. Gletscherbus 1 fährt seit 2008 von Hintertux zur Sommerbergalm, in rund fünf Minuten. Gletscherbus 2 setzt auf der Sommerbergalm an und erreicht nach etwa sechs Minuten das Tuxer Fernerhaus. Gletscherbus 3 folgt seit dem Jahr 2000 und bringt dich in rund fünf Minuten von 2.660 auf 3.250 Meter. Alternativ fährt von Hintertux die 8er-Gondel Sommerberg, ebenfalls zur Sommerbergalm.
Neben dem Gletscherbus 3 läuft die 10er Gefrorene Wand, eine Gondel mit Sitzheizung, die 2011 einen rund 30 Jahre alten Doppelsessel ersetzte. Sie führt wie der Gletscherbus 3 hinauf zur Gefrorenen Wand.
Oben verteilen sich Sessel und Schlepper
Im mittleren und oberen Gebiet bedienen Sessel- und Schlepplifte die Hänge. Zu den Sesselbahnen zählen der 6er-Sessel Sommerberg und der 6er-Sessel mit Haube an der Lärmstange. Der 4er-Sessel Tuxerjoch führt zur Funslope, die Olperer-Lifte zum Betterpark auf rund 3.200 Metern. Dazu kommen Lifte wie Kaserer, Ramsmoos und Schlegeis.
Die Betriebszeit ist an allen Tagen 8:15 bis 16:30 Uhr, wobei die Bahnen bei schlechtem Wetter früher schließen können.
Neu im Winter 2026/27
Zum Winter 2026/27 kommt eine 10er-Gondel zum Tuxer Fernerhaus. Sie führt von der Sommerbergalm auf 2.660 Meter und ersetzt eine Vierer-Gondel von 1985. Die Förderleistung steigt von 1.750 auf 2.400 Personen pro Stunde, die Fahrzeit beträgt rund sieben Minuten. Die Eröffnung war für Ende Oktober 2026 angekündigt, welche Bahnen gerade laufen, zeigt die Live-Anlagenübersicht des Betreibers.
Auch der Pass ändert sich: Der Epic Pass gilt am Hintertuxer Gletscher wie in Mayrhofen, ab dem Winter 2026/27 kommen im Tal Zillertal Arena, Hochzillertal-Hochfügen und Spieljoch dazu.
Verbindung ins restliche Zillertal
Zwischen dem Gletscher und den Gebieten Eggalm, Rastkogel und Finkenberg gibt es keinen Lift, sondern den Skibus. Sind die Anlagen im Tal in Betrieb, fährst du mit dem Pass in die Ski- und Gletscherwelt hinüber. Die Pendelbahn 150er Tux verbindet Rastkogel mit dem Penken über zwei Kabinen für je 150 Personen. Die Gletscherrunde führt in einem Tag über Hintertux, Eggalm, Rastkogel und Finkenberg und bringt rund 60 Pistenkilometer und bis zu 15.000 Höhenmeter.
Pisten nach Können
Der Charakter des Gebiets ist schnell erzählt: breite Pisten, viel Raum, ein überwiegend mittelschwerer Zuschnitt und ein weiter Blick über die Gipfel. Das Gelände liegt in Stufen übereinander, vom Tal über die Sommerbergalm und das Fernerhaus bis hinauf aufs Eis.
Anfänger und Familien
Die erste Anlaufstelle ist der Flohpark Hintertux, oberhalb der Tiefgarage Aue an der Talstation: ein Übungsgelände mit Förderbändern, Anfängerliften und einem Karussell. Wer ein Stück höher will, fährt zur Sommerbergalm. Dort liegen die Kidsslope, die du mit dem Schlepplift Ramsmoos erreichst, und die Funslope am 4er-Sessel Tuxerjoch, mit Steilkurven und Wellen. Beide sind nicht für den ersten Tag auf Ski gedacht.
Wer ganz am Anfang steht, findet weitere Kinderbereiche in der Ski- und Gletscherwelt: den Kinderpark an der Eggalm, die Kidsslope am Rastkogel und Pepis Winter-Kinderland am Penkenjoch.
Genussfahrer: weite Hänge am Gletscher
Wer sicher fährt, geht höher. Rund um Gefrorene Wand und Olperer, weiter unten an Lärmstange, Tuxerjoch und Schlegeis laufen breite Pisten, überwiegend mittelschwer. Sie sind nicht steil, sondern weit, und du fährst Runde um Runde, ohne dass Bäume den Blick versperren.
Sportliche: die Talabfahrt Schwarze Pfanne
Die Aufgabe des Gebiets ist die Talabfahrt: Von der Gefrorenen Wand nach Hintertux sind es rund 12 Kilometer mit rund 1.750 Höhenmetern. Sie endet an der Talstation, bei der Hohenhaus Tenne. Wenn die Abfahrt geöffnet ist, brauchst du Kraft in den Oberschenkeln. Wer vor allem Steilhänge sucht, fährt in die Ski- und Gletscherwelt hinüber, zum Beispiel zum Penken in Mayrhofen.
Freestyle: Betterpark am Olperer
Der Betterpark Hintertux beginnt auf rund 3.200 Metern am Olperer. Er hat Lines für Profis, Fortgeschrittene und Einsteiger, Jibs, Sprünge und eine Halfpipe. Der Park ist im Herbst und im Frühjahr geöffnet. Am ersten Oktoberwochenende lief 2026 das Hintertux Park Opening.
Freeride und Skitouren
Zum Gebiet gehört Freeride-Gelände zwischen 1.500 und 3.250 Metern, dazu Skirouten. Auf einem Gletscher gibt es Spalten, und Skirouten sind nicht präpariert und nicht gesichert. Lies vor jeder Tour den Lawinenbericht des Landes Tirol (lawinen.report oder die App „Lawine Tirol“) und nimm Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde mit. Wer das Gelände nicht kennt, geht mit einem Bergführer. Skischulen im Tal bieten Freeride und Skitouren an. Grundlagen findest du in unserem Guide zu Skitouren für Einsteiger.
Der Gletscher im Jahreslauf
Der Gletscher folgt einem anderen Rhythmus als die Gebiete im Tal. Die Bahnen fahren 365 Tage im Jahr, die Skisaison dauert von Anfang Oktober bis in den Juli, im Hochsommer ruht in der Regel der Skibetrieb. Das Jahr in vier Teilen:
Herbst. Im Oktober ist der Gletscher das erste Ziel im Tal. Seit Anfang Oktober 2026 ist Skibetrieb, am ersten Oktoberwochenende öffnete der Betterpark, und Skibusse fahren zwischen den Orten und der Talstation. Ski-Teams nutzen den Gletscher als Trainingsdestination. Die anderen Gebiete der Ski- und Gletscherwelt beginnen erst am 4. Dezember 2026.
Winter. Von Dezember bis April ist das Gebiet am größten: Der Gletscher, die Eggalm, der Rastkogel und Finkenberg fahren mit dem Penken und dem Ahorn als Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000. Funslope, Kidsslopes und Flohpark sind geöffnet, das Spannagelhaus bewirtet, und nach dem Skitag trifft sich Hintertux an der Hohenhaus Tenne.
Frühjahr. Wenn im Tal der Schnee geht, ist der Gletscher noch weiß. Der Betterpark öffnet im Frühjahr ein zweites Mal, und das Skifahren geht bis in den Frühsommer. Nach dem 11. April schließen die Gebiete im Tal, der Gletscher fährt weiter.
Sommer. Im Sommer ruht in der Regel das Skifahren, der Gletscher bleibt trotzdem offen: Die Bahnen fahren, der Natur Eis Palast läuft, die Panoramaterrasse ist geöffnet und der Gletscherflohpark am Sommerberg ist ein Schneespielplatz für Kinder.
Für dich heißt das: Wer früh im Jahr oder spät im Frühjahr Ski fahren will, findet am Hintertuxer Gletscher ein naheliegendes Ziel. Wer lieber im Hochwinter fährt, nutzt ihn als Teil der Ski- und Gletscherwelt.
Skischulen und Kinder
Skischulen im Tuxertal
Die Skischulen sind in den Orten des Tuxertals zu Hause. Die Skischule Tuxertal, die sich „Die Gletscherskischule“ nennt, hat drei Standorte: Vorderlanersbach, Lanersbach und Hintertux. Sie unterrichtet Ski alpin und Snowboard, bietet Langlauf, Freeride, Race Training, Kinderkurse, Skitouren und Schneeschuhwandern an. Luggis Ski- und Snowboardschule Tux ist in Lanersbach zu Hause, Schneesport Tux 3000 in Juns. Dazu kommen in Finkenberg die Skischule Finkenberg, die Skischule Sunny und Skipower. Wo und wann du dich triffst, erfährst du bei der Buchung.
Kinder am Gletscher
Die Kinderbereiche liegen in den unteren Stufen des Gebiets. Der Flohpark an der Talstation und die Kidsslope an der Sommerbergalm sind die Orte für die ersten Kurven, die Funslope ist der nächste Schritt, wenn die Kinder sicher fahren.
Beim Skipass gilt im Winter 2026/27: Kinder des Jahrgangs 2021 und jünger fahren mit einer Aufsichtsperson und Ausweis kostenlos. Der Kindertarif gilt für die Jahrgänge 2012 bis 2020, der Jugendtarif für 2008 bis 2011. Familientickets gibt es nicht.
Im Sommer ist der Gletscherflohpark am Sommerberg das Ziel für Familien: ein Platz mit Schnee mitten im Sommer.
Hüttenkultur und Einkehr
Am Hintertuxer Gletscher stehen wenige große Häuser an den Bergstationen, mit Selbstbedienung und mit Tischservice. Hüttenstimmung wie in den kleinen Almen im Tal ist hier nicht der Schwerpunkt, dafür sitzt du mit Sonne und weitem Blick.
Am Tuxer Fernerhaus (2.660 m)
Das Tuxer Fernerhaus ist das Hauptlokal am Gletscher, an der Bergstation des Gletscherbus 2. Das Selbstbedienungsrestaurant ist das ganze Jahr geöffnet, täglich von 9 bis 16 Uhr. Daneben liegen das Wirtshaus am Tuxer Ferner mit Tischservice und Reservierung, und die Panoramabar mit Terrasse.
Am Spannagelhaus (2.531 m)
Das Spannagelhaus liegt unterhalb des Fernerhauses und ist ein rustikales Haus mit Sonnenterrasse, Tiroler Klassikern und internationalen Gerichten. Es wurde 2013 renoviert, hat Tischservice und ist im Winter geöffnet.
Auf der Sommerbergalm (2.100 m)
Die Sommerbergalm ist ganzjährig Selbstbedienung, täglich von 8:30 bis 16:30 Uhr, mit Salatbuffet und Tagesgerichten. Dazu kommt an der Bergstation des Gletscherbus 1 die Schirmbar der Sommerberg Arena.
Auf der Gletscherhütte (3.075 m)
Die Gletscherhütte liegt auf 3.075 Metern, ist ein Bedienungsrestaurant mit Tiroler Spezialitäten und einem Rundumblick, im Winterhalbjahr geöffnet.
Welche Hütte wofür?
- Schnell und unkompliziert: Tuxer Fernerhaus (Selbstbedienung), Sommerbergalm.
- Mit Tischservice: Wirtshaus am Tuxer Ferner, Spannagelhaus, Gletscherhütte.
- Mit Aussicht: Panoramabar im Fernerhaus, Gletscherhütte.
- Auf halber Höhe: Schirmbar Sommerberg Arena an der Sommerbergalm.
- Nach dem Skitag: Hohenhaus Tenne, Sandlerbar an der Talstation.
Weitere Hütten findest du an den Bahnen im Tuxertal und in Finkenberg, wenn du mit dem Pass in die Ski- und Gletscherwelt hinüberfährst.
Après-Ski und Abend
Hintertux ist ein kleiner, ruhiger Ort, und das Abendleben konzentriert sich an der Talstation. Die Hohenhaus Tenne liegt am Ende der Talabfahrt Schwarze Pfanne, mit Skibar, Sonnenterrasse und einer Pizzeria im Haus. Von Ende September bis Mitte Mai gibt es dort täglich Après-Ski mit DJ am Nachmittag. Auch die Sandlerbar liegt an der Talstation, und an der Sommerbergalm gibt es die Schirmbar der Sommerberg Arena.
Wer abends mehr will, fährt ins Tal: In Mayrhofen gibt es deutlich mehr Auswahl, und der Skibus verbindet die Orte. Ein kostenloser Sportbus fährt im Winter zwischen den Tuxer Ortsteilen.
Abseits der Piste
Natur Eis Palast
Der Natur Eis Palast ist eine Eishöhle im Gletscher, auf rund 3.250 Metern, drei bis vier Gehminuten von der Bergstation des Gletscherbus 3. Dort herrschen das ganze Jahr rund 0 Grad. Die Führungen laufen ganzjährig und nur mit Anmeldung. Die erweiterte Tour dauert rund 70 Minuten und enthält eine Bootsfahrt auf dem unterirdischen Gletschersee, die Basistour rund 50 Minuten. Veranstalter ist Natursport Tirol, Preise und Anmeldung gibt es beim Veranstalter.
Panoramaterrasse und Aussicht
Die Panoramaterrasse an der Bergstation liegt auf 3.250 Metern. Der Blick reicht zu Zugspitze, Dolomiten und Großglockner. Auch ohne Ski kannst du hinauffahren: Fußgänger kaufen ein Ticket für die Berg- und Talfahrt, zum Beispiel zur Sommerbergalm oder zum Tuxer Fernerhaus.
Spannagelhöhle
Die Spannagelhöhle ist eine Schauhöhle auf Höhe des Spannagelhauses. Ein Teil davon ist nur mit Führung zugänglich.
Rodeln, Langlauf und Eislaufen
Im Tal gibt es mehr als Ski. Die Rodelbahn Bichlalm oberhalb von Hintertux ist rund 3 Kilometer lang, ein Rodeltaxi bringt dich hinauf. Die Loipen im Tuxertal, darunter die Luggi-Gredler-Loipe entlang des Tuxbachs, kommen auf rund 28 Kilometer, je zur Hälfte klassisch und Skating. In Lanersbach liegt der Natureisplatz. Schneeschuhwandern bieten die Skischulen an.
Saison, Skipass und Preise 2026/27
Die Bahnen am Gletscher fahren das ganze Jahr, die Skisaison hat Anfang Oktober 2026 begonnen und dauert bis in den Juli. Die Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000 fährt vom 4. Dezember 2026 bis 11. April 2027, die Winterpreise am Gletscher gelten vom 17. Oktober 2026 bis 7. Mai 2027. Der Preis hängt von der Startzeit ab:
| Tageskarte Winter | Erwachsene | Jugend | Kinder |
|---|---|---|---|
| Start ab 8 Uhr | 82 € | 65,50 € | 37 € |
| Start ab 11 Uhr | 74 € | 59,50 € | 33,50 € |
| Start ab 11:45 Uhr | 61,50 € | 49,50 € | 28 € |
| Start ab 14 Uhr | 41 € | 33 € | 18,50 € |
Die Tageskarten gelten zusätzlich in der Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000. Für mehrere Tage nimmst du den Mehrtagespass, der zugleich der Zillertaler Superskipass ist: 2 Tage kosten 163,50 €, 3 Tage 241 €, 5 Tage 372,50 € und 7 Tage 458,50 € (Erwachsene). Am Gletscher gilt er ab dem 17. Oktober 2026, in den übrigen Gebieten ab dem 4. Dezember. Dazu kommen 2 € Pfand für die Chipkarte. Außerdem gelten am Gletscher der Epic Pass, die Snow Card Tirol und der White 5.
Preise und Termine ändern sich: Prüf vor der Buchung beim Betreiber, welcher Preis für deinen Tag gilt.
Anreise, Parken, Skibusse
Mit dem Auto: Fahr auf der A12 bis zur Ausfahrt Zillertal und von dort rund 50 Kilometer durch das Tal bis Hintertux. Von Innsbruck sind es etwa 90 Kilometer, von Mayrhofen rund 20. Das Tuxertal endet bei Hintertux, die Straße führt nirgends weiter. An der Talstation gibt es Parkplätze im Freien und zwei Tiefgaragen. Winterausrüstung und Vignette behandelt der Zillertal-Überblick.
Mit der Bahn und dem Bus: Der Fernverkehr hält in Jenbach. Dort steigst du in die Zillertalbahn bis Mayrhofen, danach bringt dich der Regiobus 4104 in rund 30 Minuten direkt zur Talstation. Im Winter fahren ab Mayrhofen außerdem die Skibus-Linien Green Line und Red Line. Im Tuxertal selbst gibt es einen kostenlosen Sportbus. Fahrpläne stehen beim Betreiber.
Mit dem Flugzeug: Der nächste Flughafen ist Innsbruck, rund 90 Kilometer entfernt. Alternativen sind München und Salzburg. Mehr zur Region im Überblick über die Skigebiete rund um Innsbruck.
Wo du wohnst
Das Tuxertal hat mehrere Orte, jeder liegt an einer anderen Stelle zwischen Gletscher und Taleingang. Zu ihnen gehören Hintertux, Lanersbach, Vorderlanersbach, Juns, Madseit und Finkenberg.
Hintertux liegt direkt an der Talstation: ein ruhiger Ort, in dem mehrere Hotels am Lift stehen. Wer früh auf dem Gletscher sein will, wohnt hier.
Lanersbach ist Sitz der Gemeindeverwaltung von Tux und hat den Natureisplatz, in Lanersbach und Vorderlanersbach sind Skischulen zu Hause. Von hier erreichst du die Talstation mit dem Sportbus.
Finkenberg liegt am Taleingang und hat die Finkenberger Almbahnen, die zur Ski- und Gletscherwelt gehören. Mayrhofen schließlich liegt rund 20 Kilometer vom Gletscher entfernt und hat mehr Abendleben und die Zillertalbahn. Mehr dazu im Porträt Mayrhofen.
Geschichte und Besonderes
Die Hintertuxer Gletscherbahn wurde am 24. Januar 1964 gegründet, 2024 feierte sie ihr 60-jähriges Bestehen. Der Gletscher selbst heißt auf der Karte Gefrorene-Wand-Kees, auch Tuxer Ferner, dazu kommt das Große Riepenkees. Das Eis ist bis zu 120 Meter dick, rund vier Kilometer lang und enthält etwa 190 Millionen Kubikmeter.
Eine Besonderheit ist der Bau: 61 Stützen der Bahnen stehen auf dem Gletschereis. Weil sich das Eis bewegt, werden sie mehrmals im Jahr versetzt.
Tipps und Kompromisse
- Früh starten: Die Bahnen laufen von 8:15 bis 16:30 Uhr. Wer die rund 12 Kilometer lange Talabfahrt fahren will, startet sie nicht zu spät.
- Nach Startzeit wählen: Wer erst am späten Vormittag startet, zahlt deutlich weniger: ab 11:45 Uhr sind es 61,50 € statt 82 €.
- Kompromiss Wetter: Der Gletscher liegt hoch. Bei Wind oder Schlechtwetter kann der Betrieb in der Höhe eingeschränkt sein, dann bleiben die unteren Bereiche.
- Kompromiss Steilhänge: Der Gletscher ist überwiegend mittelschwer. Wer Steilhänge sucht, fährt zum Penken nach Mayrhofen.
- Kompromiss Abend: Hintertux ist ruhig, mehr Abendleben gibt es im Tal.
- Kompromiss Verbund: Gletscher und Ski- und Gletscherwelt sind nicht per Lift verbunden, du fährst mit dem Skibus.
- Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
- Ausrüstung abstimmen: Auf Gletscherpisten kommt es auf Fahrtyp, Ski und Schuh an. Unsere Kaufberatung für Ski hilft bei der Auswahl.
Fazit
Der Hintertuxer Gletscher ist das Gebiet für die lange Saison: Seit Anfang Oktober ist Skibetrieb, und er geht bis in den Juli. Mit rund 64 Pistenkilometern, überwiegend mittelschweren Hängen, einer Talabfahrt von rund 12 Kilometern, einem Betterpark am Olperer und Kinderbereichen an der Sommerbergalm passt er zu Genussfahrern, Familien und Freestylern. Wer vor allem schwarze Pisten sucht, wird im Verbund mit Mayrhofen fündig. Dazu kommt die Lage am Ende des Tals: ruhig, mit direkter Bahn vom Ort aufs Eis, und mit Natur Eis Palast und Panoramaterrasse auch für Tage ohne Ski.
Stand: November 2026.


