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Stubaier Gletscher: Skifahren auf 3.210 Metern über dem Stubaital

Skifahrer in roter Jacke auf einer Gletscherpiste mit Torstangen am Stubaier Gletscher, dahinter ein Felsgipfel
Foto: ristok, CC BY-SA 2.0, zugeschnitten

Im Herbst, wenn im Stubaital noch das Laub leuchtet, endet die Straße an der Mutterbergalm vor einer Wand aus Fels und Eis. Zwei Talstationen warten dort, und mit der 3S Eisgratbahn fährst du rund 1.100 Höhenmeter hinauf. Unten gelb und braun, oben weiß: Beim Aussteigen am Eisgrat, auf rund 2.900 Metern, ist der Winter schon da, und er ist es seit dem 9. Oktober. Das Licht ist klar und hart, die Luft dünn und kalt, und an der Jochdohle reicht der Blick an guten Tagen bis zu den Dolomiten.

Der Stubaier Gletscher ist ein Skigebiet für die lange Saison. Es läuft voraussichtlich bis zum 17. Mai 2027, im Gelände liegen weite Gletscherpisten, ein Snowpark, ein Kinderland und markierte Freeride-Abfahrten, und der höchste Punkt ist die Aussichtsplattform TOP OF TYROL auf 3.210 Metern. Dazu kommt die Nähe zu Innsbruck: Ab der Stadt sind es rund 45 Minuten mit dem Auto bis zur Talstation.

Das Gebiet im Überblick

Am Ende des Tals

Das Stubaital zweigt bei Schönberg von der Brennerautobahn ab und führt über Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift immer tiefer in die Stubaier Alpen. Am Talschluss, an der Mutterbergalm auf rund 1.700 Metern, stehen die beiden Talstationen. Von hier aus führen die 3S Eisgratbahn und die Gamsgartenbahn ins Gebiet, das sich bis auf 3.210 Meter an der Gipfelplattform erstreckt. Das sind gut 1.500 Höhenmeter zwischen Parkplatz und höchstem Punkt.

Das Gebiet gliedert sich in wenige Zonen, die du dir schnell merkst. Der Gamsgarten auf rund 2.600 Metern ist die Familienzone mit Kinderland, Skischulen und Übungsgelände. Am Eisgrat auf rund 2.900 Metern stehen die großen Restaurants. Dazwischen liegt die Mittelstation Fernau mit der Dresdner Hütte. Und oben, rund um die Schaufelspitze, schließt sich ein Karussell aus breiten roten und blauen Abfahrten über mehrere Gletscher an, bis hinauf zum Schaufeljoch.

Die Zahlen

Es sind rund 65 Kilometer Abfahrten, darunter rund 20 Kilometer markierte Skirouten. Gut die Hälfte ist leicht, gut ein Drittel mittelschwer, schwarz ist nur ein kleiner Teil. Rund 25 Anlagen bringen dich hinauf, darunter fünf Gondel- und Kabinenbahnen und sieben Sesselbahnen, dazu kommen Schlepplifte und Förderbänder. Zusammen schaffen die Bahnen rund 40.000 Personen pro Stunde.

Einordnung in der Region

Innerhalb der Skigebiete rund um Innsbruck ist der Stubaier Gletscher das Gletscherskigebiet. Wie er sich zu den Familienbergen am Stadtrand, zur Nordkette und zu den anderen Gebieten verhält, zeigt der Überblick über die Skigebiete rund um Innsbruck. Wer direkt aus der Innenstadt in die Höhe fahren will, findet im Guide zur Nordkette Innsbruck die Alternative. Und wer Gletscherskifahren in anderen Tälern vergleichen will, liest im Porträt von Sölden nach, wo die Bahnen bis auf 3.340 Meter reichen, oder im Überblick zum Zillertal mit dem Hintertuxer Gletscher.

Lifte und Anlagen

Zwei Wege hinauf

Beide Talstationen haben einen kostenlosen Parkplatz direkt vor der Tür. Die 3S Eisgratbahn ist die große Verbindung: eine Dreiseilumlaufbahn, im Herbst 2016 nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet, die ab der Talstation auf rund 1.700 Metern rund 1.100 Höhenmeter überwindet und an der Mittelstation Fernau hält. Sie befördert rund 3.000 Personen pro Stunde und bringt dich zum Eisgrat auf rund 2.900 Metern. Wer direkt in die Höhe will, nimmt diese Bahn.

Die Gamsgartenbahn führt zum Gamsgarten auf rund 2.600 Metern. Das ist der Einstieg für Familien, denn dort liegen Kinderland, Skischulen und Übungsgelände, und wer mit Kindern kommt, fährt gleich hierher.

Oben verteilen sich die Bahnen

Im oberen Gebiet bedienen Sesselbahnen und Schlepplifte die Gletscherhänge. Die Rotadlbahn ist eine Achter-Sesselbahn mit Haube und Sitzheizung, 2012 eröffnet. Die Sechser-Sesselbahnen Fernau und Eisjoch haben ebenfalls Hauben. Zum Schaufeljoch und weiter zur Aussichtsplattform TOP OF TYROL auf 3.210 Metern bringt dich die Schaufeljochbahn, eine Achter-Gondel.

Die erste Bergfahrt startet um 8 Uhr, die letzte Talfahrt von der Bergstation ist um 16:15 Uhr. Das ergibt einen langen Skitag auf großer Höhe.

Pisten nach Können

Der Stubaier Gletscher hat 36 Abfahrten. Der Charakter ist schnell erklärt: Sehr viel läuft über Gletscher, die Hänge sind weit, offen und gleichmäßig geneigt, und die Mehrzahl der Abfahrten ist leicht oder mittelschwer.

Anfänger und Familien

Der Gamsgarten ist der Ort für den Anfang. Dort liegen die Übungslifte, Förderbänder und flaches Gelände mit Parcours, dazu das BIG Family Kinderland mit überdachtem Zauberteppich, Kinderslalom, Reifenkarussell und Schneemammut. Auf den breiten Gletscherhängen darüber fährst du dich ein, sobald die ersten Kurven sitzen.

Dazu kommt die BIG Family Fun Slope, die ab Dezember offen ist: eine Strecke mit Wellen, Sprüngen und Steilwandkurven, auf der Kinder und Eltern gemeinsam Spaß haben.

Genussfahrer: breite Gletscherpisten

Wer schon gut fährt, geht über den Eisgrat und das Karussell um die Schaufelspitze. Dort verbinden breite rote und blaue Abfahrten die Gletscher, und du fährst Runde für Runde über offene Hänge ohne Wald. Die Piste 7 am Daunferner ist ein gutes Beispiel für den Typ: weit und gleichmäßig geneigt. Zu den Gletscherhängen gehören auch die Piste 8 am Daunenhang und die Hänge am Windachferner.

Sportliche: Daunhill und die lange Talabfahrt

Die steilste Piste am Berg ist die schwarze Daunhill mit bis zu 60 Prozent Gefälle. Schwarz ist nur ein kleiner Teil des Gebiets.

Dazu kommt die lange Talabfahrt: Vom Wildspitz auf 3.210 Metern bis zur Talstation bei Mutterberg sind es rund 10 Kilometer, und sie fordert selbst gut trainierte Beine.

Freestyle: Snowpark Stubai Zoo

Der Snowpark Stubai Zoo hat zwei Standorte. Im Herbst öffnet der Stubai Zoo XL am Gaiskarferner, mit Lines für Pro, Medium, Jib und Easy. Zu Weihnachten und im Frühjahr öffnet der Spring Garden am Gamsgarten, mit kleinen und mittleren Kickern, Tubes, Rail-Kombinationen, großen Hips und einer Easy Line für Kinder und Familien. Im November gastiert regelmäßig der Freeski-Weltcup im Park.

Freeride und Skitouren

Das Freeride-Angebot heißt Powder Department: 13 Abfahrten abseits der Pisten, die auf einer eigenen Freeride-Karte stehen. Abseits der Pisten gehören Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde in den Rucksack, und wer das Gelände nicht kennt, geht mit einem Bergführer. Das Freeride Center, die Alpin Schischule Neustift und die Schischule Neustift Stubaier Gletscher bieten geführte Touren an. Eine Einführung in Lawinenkunde und Ausrüstung findest du in unserem Guide zu Skitouren für Einsteiger.

Skischulen und Kinder

Die Skischulen am Gletscher

In Neustift sind mehrere Schulen und Bergführerbüros zu Hause. Am Gletscher selbst treffen sich vor allem zwei.

Die Schischule Neustift Stubaier Gletscher hat ihr Büro in der Stubaitalstraße 91 in Neustift, ihre Kindergruppen treffen sich an der Bergstation Gamsgarten an der orangen Fahne. Sie bietet Gruppen- und Privatkurse in Ski und Snowboard, Kurse für Kinder und Jugendliche im BIG Family Kinder- und Jugend Ski-Camp, ein Miniland für Kinder ab 4 Jahren, ein Kinderland, Freestyle-Camps in den Ferien sowie Langlauf, Freeride, Telemark und Skitouren. Gruppenkurse laufen auf Deutsch und Englisch.

Die Alpin Schischule Neustift hat ihr Büro an der Bergstation Gamsgarten, unterhalb des Schneekristall Pavillons. Sie unterrichtet Ski und Snowboard, bietet Langlauf und Schneeschuhe an und führt Freeride-Touren mit Sicherheitsausrüstung. Die Kinderskikurse haben höchstens 7 Kinder pro Gruppe und eine durchgehende Betreuung bis 14 Uhr.

Dazu kommen die Skischule Neustift Olympia (Dorf 28 in Neustift) und das Freeride Center für Bergführer-Angebote.

Kinderland, Kindergarten und Skipass für Kinder

Das BIG Family Kinderland am Gamsgarten ist die zentrale Anlaufstelle für die Kleinsten. Neben dem Zauberteppich, dem Kinderslalom und dem Reifenkarussell gehören ein Kindergarten und ein Kinderrestaurant zum Angebot, und alle Restaurants am Berg haben Kindermenüs.

Dienstags von Weihnachten bis Ostern dürfen Kinder in einem Pistenbully mitfahren. Am 20 Meter hohen Eisturm am Gamsgarten wird im Hochwinter geklettert.

Kinder unter 10 Jahren fahren in Begleitung eines zahlenden Elternteils gratis. Der Kindertarif gilt für Kinder von 10 bis 14 Jahren, die Jahrgänge 2012 bis 2016.

Hüttenkultur und Einkehr

Am Stubaier Gletscher sind die Einkehrmöglichkeiten groß und gut verteilt. Es sind vor allem moderne Bergrestaurants an den Bergstationen, dazu wenige kleine Häuser auf halber Höhe. Wer Almromantik sucht, findet sie hier nicht in jeder Kurve, dafür gibt es Plätze mit Sonne und weitem Blick.

Am Eisgrat (rund 2.900 m)

Am Eisgrat stehen mehrere Häuser nebeneinander. Das Marktrestaurant Eisgrat ist ein Selbstbedienungsrestaurant mit Freeflow, in dem es unter anderem frische Pasta aus eigener Manufaktur gibt. Das Schaufelspitz ist das Haus mit Tischservice und gehobener Küche, dort kannst du einen Tisch reservieren. Das Café Bar Zum Steinbock ist die Station für Kaffee, Süßes und Kaiserschmarrn. Alle drei liegen an der Bergstation der 3S Eisgratbahn.

Am Schaufeljoch (3.150 m)

Die Jochdohle liegt auf 3.150 Metern am Schaufeljoch, oberhalb des Snowparks, mit Blick bis zu den Dolomiten. Wer ganz oben unterwegs ist, kehrt hier ein, bevor es zurück zum Karussell geht.

Am Gamsgarten (rund 2.600 m)

Das Marktrestaurant Gamsgarten ist ein großes Selbstbedienungsrestaurant, das vor allem Familien im Blick hat. Zur Goldenen Gams ist das große Haus mit Tischservice und Sonnenterrasse, mit Tiroler und internationaler Küche und Pizza. Der Schneekristall Pavillon ist die Schirmbar für Fingerfood und Burger und auch ein Treffpunkt für den Après-Ski.

An der Fernau

Die Dresdner Hütte liegt auf 2.308 Metern, fünf Gehminuten von der Mittelstation Fernau. Sie gehört der Sektion Dresden des Deutschen Alpenvereins und bietet seit 1875 Schutz in den Stubaier Alpen. Im Winter ist sie von Oktober bis Mai geöffnet. Das Haus ist ein Selbstbedienungsrestaurant mit Apfelstrudel und Tiroler Küche, und du kannst dort auch übernachten. Etwas oberhalb der Fernau, Richtung Schaufelnieder, liegt die kleine Bödelehütte mit Suppen, Getränken und Terrasse.

Welche Hütte wofür?

  • Schnell und unkompliziert: Marktrestaurant Eisgrat, Marktrestaurant Gamsgarten.
  • Mit Tischservice: Zur Goldenen Gams am Gamsgarten, Schaufelspitz am Eisgrat.
  • Für den besonderen Tag: Schaufelspitz, mit Reservierung.
  • Ganz oben: Jochdohle auf 3.150 Metern.
  • Mit Geschichte und kleinem Rahmen: Dresdner Hütte, Bödelehütte.
  • Mit Kindern: Gamsgarten mit Kinderrestaurant.

Après-Ski und Abend

Der Gletscher ist ein Tagesgebiet. Die letzte Talfahrt von der Bergstation fährt um 16:15 Uhr, und der Abend gehört dem Tal. Am Berg trifft sich nach dem Skifahren, wer noch ein Getränk will, am Schneekristall Pavillon am Gamsgarten. Wer eine Nacht oben verbringen möchte, bucht die Dresdner Hütte. Alles andere findest du unten: Nachtrodeln am Elfer, Eislaufen und das Erlebnisbad StuBay in Fulpmes, mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Abseits der Piste

Winterwandern und Langlauf am Gletscher

Am Berg gibt es markierte Winterwanderwege, zum Beispiel vom Gamsgarten zur Bergstation Eisgrat und vom Gamsgarten zur Bödelehütte. Die Loipe am Gamsgarten ist rund 2 Kilometer lang und liegt auf rund 2.600 Metern, sie ist oft die erste, die im Herbst öffnet.

Aussicht vom TOP OF TYROL

Die Plattform auf 3.210 Metern erreichst du mit der Schaufeljochbahn. Von dort reicht der Blick weit über die Gletscher und die Gipfel der Stubaier Alpen. Für einen Tag ohne Ski ist die Fahrt hinauf ein Programm für sich.

Rodeln, Eislaufen und Bad im Tal

Rodeln kannst du im Tal. Vom Elfer bei Neustift führt eine Rodelbahn nach Neustift, die Bahn bringt dich hinauf, und an einzelnen Abenden pro Woche ist sie beleuchtet. Im Pinnistal gibt es eine weitere Bahn, bei den Serlesbahnen in Mieders eine dritte. Eislaufen kannst du in der Eisarena Fulpmes und auf dem Eislaufplatz Neustift, und das Erlebnisbad StuBay in Fulpmes ist ein Programm für Regentage.

Die anderen Skigebiete im Tal

Im Stubaital gibt es drei weitere Skigebiete: Schlick 2000 oberhalb von Fulpmes, die Elferbahnen bei Neustift und die Serlesbahnen in Mieders. Der Stubai Skipass ab 4 Tagen gilt in allen vier Gebieten. Schlick 2000 hat mit Big Ron's ein eigenes Kinderland, an den Elferbahnen gibt es in Krößbach Übungslifte für den Anfang.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Saison hat am 9. Oktober 2026 begonnen und läuft voraussichtlich bis zum 17. Mai 2027. Die Preise folgen drei Zeiträumen: Herbst vom 9. bis 23. Oktober 2026, Winter vom 24. Oktober 2026 bis 16. April 2027 und Frühling vom 17. April bis 17. Mai 2027. Die Startzeit der Tageskarte bestimmt den Preis: Wer später fährt, zahlt weniger.

Skipass Winter Erwachsene Kinder
Tageskarte, Start ab 8 Uhr 75,50 € 37,80 €
Tageskarte, Start ab 12 Uhr 65,60 € 32,80 €
3 Tage 214,60 € 107,30 €
Stubai Skipass, 7 Tage 399,30 € 199,70 €

Im Herbst und im Frühling ist die Tageskarte günstiger, sie kostet für Erwachsene 64,20 €. Die Jahreskarte für Erwachsene mit Gültigkeit bis 14. September 2027 kostet 806 €. Der Stubai Skipass ab 4 Tagen gilt zusätzlich in Schlick 2000, an den Elferbahnen und an den Serlesbahnen. Außerdem gelten am Gletscher der Ski plus City Pass und die Snow Card Tirol, beide im Innsbruck-Überblick erklärt.

Preise und Termine ändern sich: Prüf vor der Buchung beim Betreiber, welcher Preis für deinen Tag gilt.

Anreise, Parken, Skibusse

Mit dem Auto: Fahr auf der Brennerautobahn A13 bis zur Ausfahrt Schönberg im Stubaital, dann auf der B183 durch das Tal bis zum Talschluss. Ab Innsbruck brauchst du rund 45 Minuten. Auf dem kurzen Stück der Brennerautobahn fällt Maut an. Die Parkplätze direkt an den Talstationen sind kostenlos. Aus Südtirol kommst du über den Brenner, in der Gegenrichtung beschreibt der Ratgeber Anreise nach Südtirol im Winter die Wege. Auf der Südtiroler Seite derselben Stubaier Alpen liegt das kleine Gebiet Ladurns im Pflerschtal.

Mit der Bahn und dem Bus: Der Fernverkehr fährt bis Innsbruck Hauptbahnhof. Von dort bringt dich die VVT-Linie 590 über Schönberg, Fulpmes und Neustift bis zum Gletscher, mindestens alle 30 Minuten. Alternativ fährst du mit der Stubaitalbahn in rund einer Stunde nach Fulpmes und steigst in den Bus 590 um. Im Tal fährst du mit Ski-Ausrüstung oder gültigem Skipass der Region kostenlos. Gäste mit Übernachtung in einer der fünf Stubaier Gemeinden bekommen außerdem einen Gutschein für die An- und Abreise mit Bahn und Bus, und im Ski plus City Pass ist der Skibus enthalten.

Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Innsbruck liegt gut 40 Kilometer vom Gletscher entfernt. Von dort geht es mit Taxi, Mietwagen oder mit Bus und Bahn weiter.

Wo du wohnst

Das Stubaital ist lang und hat mehrere Orte, jeder mit einer eigenen Funktion. Von vorn nach hinten sind es Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift.

Neustift liegt am weitesten hinten im Tal und ist der Ort mit den Skischulen und Bergführerbüros. Hier starten die Elferbahnen, es gibt einen Eislaufplatz, und der Weg zum Gletscher ist von hier am kürzesten.

Fulpmes ist die Endstation der Stubaitalbahn. Hier liegen die Bahnen von Schlick 2000, die Eisarena und das Erlebnisbad StuBay. Wer ohne Auto kommt, steigt hier um.

Mieders hat die Serlesbahnen mit Kinderland und Rodelbahn, Schönberg liegt am Taleingang, direkt an der Autobahnausfahrt.

Der Tourismusverband Stubai Tirol vermittelt außerdem BIG Family Partnerbetriebe und Premium Homes für Familien.

Geschichte und Besonderes

Der Skibetrieb am Gletscher begann Anfang der 1970er Jahre. Seither wurde Stück für Stück gebaut: Das Skikarussell um die Schaufelspitze war im Jahr 2000 mit der Fernau-Sesselbahn komplett, 2012 kam die Rotadlbahn, im Herbst 2016 die neue 3S Eisgratbahn, die die alte Eisgratbahn ablöste.

Das Gebiet liegt am Talschluss in den Stubaier Alpen, und die Gletscher, über die die Pisten laufen, heißen Daunferner, Windachferner und Gaiskarferner.

Tipps und Kompromisse

  • Früh starten: Die erste Bergfahrt geht um 8 Uhr, die letzte Talfahrt von der Bergstation um 16:15 Uhr. Das ergibt einen langen Skitag.
  • Talstation passend wählen: Die Gamsgartenbahn ist die Familienbahn, die 3S Eisgratbahn die Verbindung nach oben. Beide haben kostenlose Parkplätze.
  • Kompromiss Schwarz: Die steilste Piste ist die Daunhill, Schwarz bleibt ein kleiner Teil des Gebiets. Wer mehr Gefälle sucht, schaut auf die Powder-Department-Abfahrten, mit Bergführer oder mit eigener Erfahrung und Ausrüstung.
  • Kompromiss Abend: Der Gletscher ist ein Tagesberg, das Abendprogramm liegt im Tal.
  • Kompromiss Hüttenstimmung: Wer kleine Almen an der Piste mag, findet hier vor allem große Bergrestaurants. Die Dresdner Hütte und die Bödelehütte sind die kleineren Häuser.
  • Preis nach Startzeit wählen: Wer erst um 12 Uhr startet, zahlt knapp 10 € weniger.
  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Ausrüstung abstimmen: Auf Gletscherpisten kommt es auf Fahrtyp, Ski und Schuh an. Unsere Kaufberatung für Ski hilft bei der Auswahl.

Fazit

Der Stubaier Gletscher ist ein hochgelegenes Gebiet für alle, die früh in die Saison starten oder bis in den Mai Ski fahren wollen. Mit rund 65 Kilometern Abfahrten, überwiegend leichten und mittelschweren Gletscherpisten, einem Kinderland am Gamsgarten und den Powder-Department-Abfahrten spricht er Familien, Genussfahrer und Freerider an. Wer vor allem schwarze Pisten sucht, findet hier wenig. Dazu kommt die Lage: rund 45 Minuten ab Innsbruck, mit kostenlosem Parkplatz an den Talstationen und einem Skibus im ganzen Tal.

Stand: November 2026.