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Gröden: Saslong, Seceda und der Einstieg in die Sellaronda

Früh am Morgen liegt der Schatten noch über dem Grödner Tal, und die Gondel schiebt sich aus dem Talort nach oben, hinein ins erste Licht. Über dir stehen Langkofel und Seceda, die Kanten der Dolomiten wirken wie frisch geschliffen. Wenig später stehst du an der Bergstation, die Skier greifen in den Pistenschnitt, und vor dir öffnet sich eine Abfahrt, die erst im Dorf wieder endet.
Gröden ist das Tal der langen Abfahrten. Auf der Saslong wird jedes Jahr der Weltcup der Herren ausgetragen, vom Seceda fährst du über zehn Kilometer bis nach St. Ulrich, und in Wolkenstein beginnt eine der Einstiegsrouten in die Sellaronda. Hier liest du, wie sich Lifte, Pisten, Skischulen und Hütten verteilen, was die Saison 2026/27 bringt und wie du anreist und wohnst.
Das Gebiet im Überblick
Gröden liegt in den Südtiroler Dolomiten und zweigt als Seitental vom Eisacktal ab. Die drei Orte sind St. Ulrich als Talort, St. Christina und Wolkenstein am Talende. Zusammen leben dort rund 10.000 Menschen, die Mehrheitssprache ist Ladinisch. Über dem Tal stehen Seceda, Raschötz, Col Raiser und Langkofelgruppe, und an der Passhöhe im Osten schließt die Sellaronda an.
Gröden und die Seiser Alm teilen sich einen Skipass, ein Gebiet mit rund 180 Pistenkilometern. Von diesen Kilometern entfallen rund 110 bis 120 auf Gröden, auf der Seiser Alm sind es rund 60. Im gemeinsamen Gebiet sind etwa 52 Kilometer leicht (blau), 110 mittel (rot) und 19 schwer (schwarz). Die roten Pisten prägen also den Charakter: Du sammelst lange Kilometer, ohne ständig zwischen Übungshang und Steilstück zu wechseln. Der höchste Punkt liegt am Seceda auf 2.518 Metern; ins Tal führt die Abfahrt bis nach St. Ulrich.
Die Lifte laufen im Regelfall von 8:30 bis 16:30 Uhr, abhängig von Wetter, Wochentag und Ferien. Das Gebiet ist zu 95 bis 98 Prozent beschneit, untere Lifte schließen teils schon Ende März. Über den Dolomiti-Superski-Pass hängt Gröden an einem Verbund aus zwölf Gebieten mit rund 1.200 Pistenkilometern und rund 450 Liften.
Ein Skitag in Gröden
Der Tag beginnt früh und steil. Die erste Gondel, die frisch präparierte Piste, vielleicht gleich die Saslong oder die lange Fahrt vom Seceda ins Tal. Gegen Mittag sitzt du auf einer Terrasse, die Skier lehnen neben dir im Schnee, und bis die Lifte gegen 16:30 Uhr schließen, bleibt Zeit für ein paar weitere Kilometer. Wer lieber ruhig und weit fährt, wechselt für einen Tag zur Seiser Alm.
Und die Seiser Alm?
Die Seiser Alm ist die weite, sonnige Hochfläche mit rund 60 Pistenkilometern. Aus St. Ulrich kommst du mit der Mont-Sëuc-Bahn hinauf, im Osten pendelt ein Skibus zwischen Saltria und Monte Pana. Mehr dazu im Porträt der Seiser Alm. Wie beide Gebiete zusammenspielen, fasst die Seite Gröden und Seiser Alm im Verbund zusammen.
Lifte und Anlagen
Die Zahlen
Der gemeinsame Skipass umfasst 79 Anlagen. Dazu gehören 14 Kabinen-, Seil- und Standseilbahnen, rund 40 Sessellifte, gut 20 Schlepplifte und ein Telemix. Gut die Hälfte der Sessellifte ist kuppelbar, ein Teil davon fährt mit Schutzhaube. Gut 20 Anlagen stehen auf der Seiser Alm, die übrigen knapp 60 in Gröden. In Wolkenstein fährt ein Achtersessel mit Haube, der Gran Paradiso, die Comici-Bahnen sind kuppelbare Sechsersessel, und die Dantercëpies- und Piz-Setëur-Bahnen sind Zehner-Gondeln.
Zubringer ab den Orten
St. Ulrich. Die Umlaufbahn startet nach Furnes, dort steigst du in die Seilbahn zum Seceda um. Daneben fährt die Mont-Sëuc-Bahn hinauf zur Seiser Alm, und die Standseilbahn führt auf die Raschötz.
St. Christina. Hier bringen dich die Umlaufbahn Saslong, die Umlaufbahn zum Col Raiser und ein Sessellift hinauf nach Monte Pana. Die Saslong endet im Ort.
Wolkenstein. Es gibt die Umlaufbahn zum Ciampinoi, die beiden Dantercëpies-Bahnen und die Piz-Setëur-Bahnen ab Plan de Gralba. Von Wolkenstein aus beginnt auch die Sellaronda.
Verbindungen im Tal
Die beiden Seiten des Tals verbindet der Gardena Ronda Express. Die unterirdische Standseilbahn ist 1.244 Meter lang, befördert bis zu 2.000 Personen pro Stunde und je Richtung und fährt seit Weihnachten 2004. Sie verbindet die Bereiche Seceda und Col Raiser mit dem Ciampinoi und der Saslong und gehört zur Val Gardena Ronda, der Rundtour durch das Tal. Du kannst sie in jedem Ort beginnen.
Neu im Winter 2026/27
In Wolkenstein ist ein neues Wasserspeicherbecken für die Beschneiung geplant. Neue Lifte nennt die Betreiberseite für Gröden nicht.
Pisten nach Können
Anfänger
Übungsgelände findest du am Ortsrand von Wolkenstein und am Monte Pana. Wer erst einmal Sicherheit braucht, findet auf der Seiser Alm breite, überwiegend leichte Hänge, die per Mont-Sëuc-Bahn erreichbar sind. Wie du den Einstieg planst, erklärt der Ratgeber Skifahren lernen in Südtirol.
Familien
Mit kleinen Kindern fährst du in Gröden am besten mit Skischule, Übungsgelände und einer Hütte mit Spielplatz, einzelne Beispiele stehen im Abschnitt zur Einkehr. Das breitere Kinderangebot auf Skiern liegt auf der Seiser Alm. Neben den Pisten warten die Rodelbahn Raschötz und die Eislaufplätze im Tal.
Genussfahrer
In Gröden sind die roten Pisten lang und kurvenreich. Die Gardenissima führt vom Seceda zum Col Raiser. Die La Longia ist mit über 10 Kilometern und 1.273 Höhenmetern ein Genusstag für sich, vom Seceda bis hinunter nach St. Ulrich.
Sportliche
Gröden fasst acht Pisten als „Legendary 8" zusammen: Saslong, Cir, Ciampinoi 3, Bravo, Falk, Gardenissima, La Longia und Pilat. Die Saslong ist die Weltcup-Abfahrt der Herren. Sie startet am Ciampinoi in Wolkenstein und endet bei St. Christina, ist gut dreieinhalb Kilometer lang und seit 1969 im Weltcup. Bekannte Stellen sind die Kamelbuckel, drei Bodenwellen in der Streckenmitte. Die Saslong ist schwarz markiert, auch die Ciampinoi Nr. 3 und die Cir gelten als steil.

Sellaronda
Wolkenstein ist ein guter Einstiegsort in die Runde um den Sellastock. Sie ist rund 40 bis 44 Kilometer lang, davon sind rund 23 Pistenkilometer, den Rest fährst du im Lift. Du brauchst fünf bis sechs Stunden, die Runde gilt als mittelschwer und lässt sich in beide Richtungen fahren: im Uhrzeigersinn folgst du der orangefarbenen Beschilderung, gegen den Uhrzeigersinn der grünen. Starte spätestens um 10 Uhr, damit du vor Liftschluss zurück bist. Für die Sellaronda brauchst du den Dolomiti-Superski-Pass. Alles Weitere zu Richtung, Liftfolge und Zeitplan steht im Ratgeber Sellaronda im Detail, den größeren Überblick liefert der Dolomiten-Guide. Die Nachbarn auf der Runde stellt das Porträt von Alta Badia vor.
Abseits der Piste
Freerider sind hier nicht die Kernzielgruppe, das Gebiet lebt von präparierten Pisten. Wenn du Skitouren oder Tiefschnee suchst, informiere dich vor Ort gründlich, such dir einen Bergführer und lies vorher unseren Guide Skitouren für Einsteiger mit Lawinenkunde. In Italien gilt im Gelände bei Lawinengefahr die Pflicht zu LVS, Schaufel und Sonde.
Skischulen und Kinder
Jeder der drei Orte hat seine Skischule: die Ski- & Snowboardschule St. Ulrich, die Ski- & Snowboardschule Saslong (ebenfalls in St. Ulrich), die Ski- & Snowboardschule St. Christina und die Ski- & Snowboardschule Wolkenstein. Dazu kommen kleinere Anbieter. Die Schulen bieten Kurse für Kinder und Erwachsene in Ski und Snowboard sowie Einzelunterricht, die Lehrer sind Grödner Skilehrer. Die Schule in St. Christina sitzt im Sportcenter Iman, die Wolkensteiner Schule hat auch einen Standort im Langental. Kurse, Treffpunkte und Zeiten stehen bei den Schulen selbst.
Was du vor der Buchung klärst
Frag bei der Schule nach dem Mindestalter, nach den Treffpunkten und danach, ob die Kurse ganztägig oder halbtägig laufen. Wenn du in der Vorsaison kommst, lohnt ein Blick auf die Super Première: In teilnehmenden Betrieben gibt es drei private Skistunden hintereinander zum Preis von zwei. Die Preise für Kinder beim Skipass und den Helm erklärt der Ratgeber Skiurlaub mit Kindern in Südtirol.
Hüttenkultur und Einkehr
Die Einkehr gehört zu einem Skitag in den Dolomiten wie der erste Schwung. In Gröden findest du Hütten an vielen Hängen, die meisten mit Tischservice, Sonnenterrasse und Südtiroler Küche. Was auf den Tisch kommt, beschreibt der Ratgeber Hüttenküche in Südtirol.
- Panorama Hütte am Dantercëpies über Wolkenstein auf 2.130 Metern, direkt an der Piste und wenige Gehminuten von der Mittelstation der Bahn. Tischservice, Tiroler Spezialitäten und hausgemachte Mehlspeisen, dazu ein Spielplatz draußen und eine Spielecke drinnen. Tische kannst du online reservieren.
- Sofie Hütte am Seceda, an der Fermeda-Bahn. Sonnenterrasse, Südtiroler Spezialitäten und ein großer Weinkeller.
- Daniel Hütte ebenfalls am Seceda. Eine Sonnenterrasse, Südtiroler Gerichte und eine Auswahl an Wein und Grappa.
- Salei am Sellajoch. Selbstbedienung, Pizzeria und Restaurant mit Bedienung unter einem Dach, dazu große Sonnenterrassen.
- Piz Setëur Hütte am Piz Setëur, mit Restaurant à la carte im Obergeschoss, Selbstbedienung im Erdgeschoss und Sonnenterrasse.
Für Häuser mit kleinem Gastraum lohnt eine Reservierung. Mit Kindern wählst du Hütten mit Spielplatz oder Spielecke und gehst am besten früh zum Mittagessen.
Après-Ski und Abend
Après ist hier eher gemütlich als wild. In Wolkenstein findest du die meisten Bars und das jüngste Publikum, St. Ulrich hat ruhigere Abende und eine Fußgängerzone mit Läden und Cafés, St. Christina ist klein und gemütlich. Im Tal gibt es Snowbars, Hotelbars und Weinstuben. Mehr zu Hütten, Bars und Alternativen liefert der Ratgeber Après-Ski in Südtirol.
Abseits der Piste
Rodeln. Die Raschötz-Rodelbahn ist rund 3 Kilometer lang und beginnt knapp unter der Bergstation der Standseilbahn auf rund 2.100 Metern. Sie endet an der Mittelstation, du kannst sie also mehrmals fahren. Die Bahn läuft in der Wintersaison 2026/27 vom 19. Dezember 2026 bis 29. März 2027, täglich von 9 bis 17 Uhr. Rodeln kannst du an der Talstation Resciesa leihen. Auf den Rodelbahnen gilt Helmpflicht, und Rodeln auf Skipisten ist verboten.
Langlauf. Am Monte Pana in St. Christina stehen rund 30 Loipenkilometer zur Wahl, vom leichten Rundkurs bis zu schwarzen Strecken. Im Langental bei Wolkenstein beginnen kurze, leichte Runden, dazu eine 10 Kilometer lange Loipe zur Wiese Pra da Rì. Eine anspruchsvolle Loipe verbindet Monte Pana mit der Seiser Alm.
Eislaufen. In Wolkenstein liegt das Eisstadion Pranives, das von Mitte Dezember bis Anfang April an ausgewählten Tagen öffentlich zugänglich ist. In St. Christina ist der Natureislaufplatz im Center Iman im Winter bis etwa Mitte Februar täglich von 16:30 bis 18:30 Uhr geöffnet, wetterbedingt, mit Schlittschuhverleih vor Ort. In St. Ulrich läuft der Eislaufplatz Setil von Ende November bis etwa Mitte Februar. Aktuelle Zeiten findest du beim Tourismusverband.
Museum. Das Museum Gherdëina in St. Ulrich zeigt Fossilien und Mineralien, Holzspielzeug, Holzschnitzereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert und Stücke von Luis Trenker. Ein guter Plan für einen Schlechtwettertag. Mehr Ideen im Ratgeber Winter in Südtirol ohne Ski.
Saison, Skipass und Preise 2026/27
Die Lifte in Gröden und die Sellaronda öffnen am 4. Dezember 2026 und sollen planmäßig bis zum 4. April 2027 in Betrieb bleiben, wenn es kalt genug ist. Der Verbund Dolomiti Superski startet insgesamt früher, am 28. November. Der Gröden-Seiseralm-Pass deckt Gröden und die Seiser Alm ab, der Dolomiti-Superski-Pass zusätzlich die Sellaronda und die übrigen Gebiete. Preise und Termine ändern sich, prüfe sie deshalb vor der Buchung beim Betreiber.
| Tageskarte, Erwachsene | 2026/27 |
|---|---|
| Gröden-Seiseralm | 75 bis 83 € je nach Saisonzeit |
| Gröden-Seiseralm, Hochsaison | 83 € |
| Dolomiti Superski, Hochsaison | 89 € |
| Dolomiti Superski, 6 Tage Hochsaison | 453 € |
Für Jugendliche von 8 bis 17 Jahren liegt die Tageskarte bei 53 bis 58 €, für Kinder von 3 bis 7 Jahren bei 38 bis 42 €, für Senioren ab 65 Jahren bei 65 bis 75 €. Es gibt Nachmittagskarten ab 12 Uhr, und beim Online-Kauf gibt es einen Rabatt. Die Hochsaison-Termine und alle Mehrtagespreise stehen beim Betreiber. Bis zum 19. Dezember 2026 läuft das Paket Val Gardena Superpremière: vier Nächte, vier Skipässe und vier Tage Ausrüstung zum Preis von drei, in teilnehmenden Betrieben mit Gutschein der Unterkunft. Mehr zu den Pässen steht im Ratgeber Skipass Südtirol 2026/27.
Weltcup und WM. Das Weltcup-Wochenende der Herren läuft 2026 vom 15. bis 19. Dezember: Super-G am Freitag, 18. Dezember, Abfahrt am Samstag, 19. Dezember. Wetterbedingte Absagen sind möglich, schau also kurz vorher in den Rennkalender. Für das Wochenende gibt es ein Paket aus vier Nächten zum Preis von drei, vier Skitagen zum Preis von drei und ermäßigten Rennkarten. Die Alpine Ski-WM findet 2031 in Gröden statt.
Anreise, Parken, Skibusse
Mit dem Auto fährst du über die Brenner-Autobahn A22 bis zur Ausfahrt Klausen und dann auf der gut beschilderten Höhenstraße SS 242d ins Tal. Aus Süden verlässt du die Autobahn bei Bozen Nord und fährst über Waidbruck auf der SS 242. Ab Klausen sind es bis St. Ulrich 20 Kilometer, bis St. Christina 28 und bis Wolkenstein 32. Auf der A13 südlich von Innsbruck ist die Luegbrücke zeitweise nur einspurig befahrbar, plane hier Puffer ein. Im Winter werden die Pässe um Gröden offen gehalten, bei Schneefall gehören Schneeketten an Bord.
Mit der Bahn sind Bozen (40 Kilometer), Waidbruck (18), Klausen (23) und Brixen (34) die nächsten Bahnhöfe. Von dort fährt die öffentliche Buslinie 350 nach Gröden, dazu gibt es Taxis und Sammeltransfers. Die Anreise insgesamt fasst der Dolomiten-Überblick zusammen.
Mit dem Flugzeug nutzt du Bozen, Innsbruck, Verona oder München. Direktbusse und Transfers gibt es ab Innsbruck, München, Verona, Bergamo und Mailand.
Parken. In den Orten sind die meisten Plätze gebührenpflichtig, und die engen Dorfstraßen machen die Anfahrt zum Lift mit dem Auto zum Kompromiss.
Skibusse. Winterskibusse und Linienbusse verbinden die Haltestellen in St. Christina, Wolkenstein und St. Ulrich mit den Liften. Auf den Linien 352, 353 und 354 (Gröden Express und Ski Express) brauchst du ein Online-Ticket, Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos. Gäste teilnehmender Betriebe nutzen den Val Gardena Guest Pass kostenlos. Er gilt bereits am An- und Abreisetag und deckt die meisten öffentlichen Busse und weite Teile des Südtiroler Nahverkehrs ab, ausgenommen sind der Nightbus und der Bus zwischen Monte Pana und Saltria. Frag deine Unterkunft, ob sie den Pass ausgibt. Mehr zur Anreise steht im Ratgeber Anreise nach Südtirol im Winter.
Wo du wohnst
St. Ulrich ist der Talort, mit einer Fußgängerzone voller Boutiquen und Cafés und ruhigeren Abenden. Von hier fahren die Seceda-Bahn, die Mont-Sëuc-Bahn zur Seiser Alm und die Standseilbahn zur Raschötz. St. Christina ist klein und gemütlich, mit Zugang zu Seceda und Col Raiser und dem Ziel der Saslong. Wolkenstein liegt am Talende, ist der lebhafteste Ort mit dem meisten Nachtleben und führt direkt auf die Sellaronda.
Wohnst du direkt an der Piste, startest du ohne Bus, in den Dorfkernen hast du Läden, Restaurants und die Skibushaltestellen vor der Tür. Mehr zu Orten und Unterkunftstypen liefert der Ratgeber Unterkunft für den Skiurlaub in Südtirol.
Geschichte und Besonderes
Die Saslong gehört seit 1969 zum Weltcup, die Weltmeisterschaft von 1970 fand im Tal statt, und 2031 kommt sie zurück. St. Ulrich lebt seit dem 19. Jahrhundert vom Tourismus, und seit dem 17. Jahrhundert arbeiten hier Schnitzerfamilien, die für religiöse und dekorative Holzfiguren bekannt sind. Wie sich Holzschnitzerei und Holzspielzeug entwickelt haben, siehst du im Museum Gherdëina.
Ladinisch ist in St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein Mehrheitssprache. Die meisten Menschen sprechen zusätzlich Deutsch und Italienisch. Die Dolomiten sind seit 2009 UNESCO-Weltnaturerbe.
Tipps und Kompromisse
- Sellaronda ist ein ganzer Skitag. Plane fünf bis sechs Stunden ein, starte früh und nimm den Dolomiti-Superski-Pass.
- Pass passend wählen. Wer in Gröden und auf der Seiser Alm bleibt, braucht nicht zwingend den größeren Verbundpass. Wer die Sellaronda oder andere Gebiete des Verbunds fahren will, schon.
- Saisonende im Blick. Gegen Ende März können untere Lifte schon geschlossen sein. Prüfe vor der Reise, ob die Pisten und Anlagen laufen, die dich interessieren.
- Ronda Express nutzen. Mit der unterirdischen Standseilbahn wechselst du in St. Ulrich zwischen Seceda und Ciampinoi, ohne ins Tal abzufahren.
- Hütten reservieren. Beliebte Häuser füllen sich, vor allem bei schlechtem Wetter. Die Panorama Hütte nimmt Reservierungen online entgegen.
- Weltcup einplanen. Wer das Rennwochenende im Dezember sehen will, bucht Unterkunft und Anreise früh.
- Schnee und Ketten. Wetter und Schneelage bestimmen Öffnung und Passstraßen. Bei Schneefall gehören Schneeketten an Bord.
- Regeln auf der Piste. In ganz Italien gilt die Helmpflicht für alle, dazu die Haftpflichtversicherung und die Promillegrenzen des Straßenverkehrs. Alles Wichtige steht im Ratgeber Pistenregeln in Südtirol.
- Ausrüstung. Auf langen roten Pisten zählt gute Ausrüstung. Wie du Ski nach Fahrtyp und Länge wählst, erklärt die Ski-Kaufberatung.
Fazit
Gröden ist ein Gebiet für alle, die lange Abfahrten, Weltcup-Hänge und viele mittelschwere Pisten suchen. Sportliche Fahrer finden die Saslong und den Seceda, Genussfahrer die La Longia, und in Wolkenstein beginnt die Sellaronda. Freeride ist nicht der Schwerpunkt und das Après eher gemütlich, dafür bekommst du ein gut verbundenes Gebiet mit Hütten für jeden Geschmack. Wenn dir der Sinn nach Sonne und Weite steht, bringt dich die Mont-Sëuc-Bahn von St. Ulrich hinauf auf die Seiser Alm.
Stand: November 2026.


