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Vent: Skigebiet am Fuß der Wildspitze mit 15 km Pisten

Das Dorf Vent mit Kirche und Holzhäusern unter einem verschneiten Hang, oben ein Sessellift
Foto: Henk Monster, CC BY 3.0, zugeschnitten

Hinter Sölden wird das Ötztal still. Die Straße folgt dem Fluss taleinwärts, die Hänge rücken näher, und am Ende des Tals liegt Vent auf rund 1.900 Metern, ein kleines Dorf, über dem die Wildspitze mit mehr als 3.700 Metern aufragt. Vent gilt als Bergsteigerdorf, und das merkst du schon beim Aussteigen: Hier geht es um Berge, nicht um Trubel.

Das Skigebiet ist klein und überschaubar. Es hat 15 Pistenkilometer zwischen 1.900 und 2.646 Metern und vier Anlagen. Ein Drittel der Pisten ist leicht, zwei Drittel sind mittelschwer, schwarze Abfahrten gibt es nicht. Das macht Vent zu einem Gebiet für Familien, Wiedereinsteiger und alle, die lieber in Ruhe fahren, als Kilometer zu sammeln. Und weil der Skipass ab drei Tagen im Ötztal Superskipass aufgeht, lässt sich Vent mit den großen Nachbarn kombinieren.

Das Gebiet im Überblick

Ein Dorf am Ende des Tals

Vent liegt im hintersten Ötztal, in den Ötztaler Alpen. Der Ort ist klein, mit weniger als 250 Einwohnern, und er hat als Bergsteigerdorf eine lange Geschichte. Der Pfarrer Franz Senn, der als „Gletscherpfarrer“ bekannt wurde und den Alpenverein mitbegründete, wirkte hier und gilt als Wegbereiter des Alpintourismus. In der Nähe liegt die Fundstelle des Ötzi, der 1991 am Tisenjoch entdeckt wurde.

Das Skigebiet gehört einem eigenen Betreiber, den Bergbahnen Vent, und ist kein Teil der Bergbahnen Sölden. Das Gebiet reicht von der Talstation Wildspitze im Dorf bis zur Bergstation Wildes Mannle auf 2.646 Metern.

Die Zahlen

Es sind 15 Pistenkilometer, ein Drittel davon leicht und zwei Drittel mittelschwer. Der Höhenunterschied beträgt rund 750 Meter. Vier Anlagen bringen dich nach oben: zwei Sesselbahnen und zwei Schlepplifte. Eine schwarze Piste gibt es nicht.

Ein Skitag in Vent

Die Sessel laufen von 9:30 bis 16:00 Uhr. Der Tag beginnt im Dorf, du fährst mit dem Sessel nach oben und nimmst die Abfahrt zurück ins Tal. Im Frühling ist Sonnenskilauf möglich, und im März und April kommt der Firn dazu. Mittags kehrst du im Panoramarestaurant Stablein ein, am Nachmittag fährst du noch ein paar Runden.

Einordnung in der Region

Im Ötztal ist Vent das kleine Gebiet unter den großen. Wer mehr Fläche sucht, findet sie in Sölden, und auch Obergurgl-Hochgurgl gehört über den Superskipass dazu. Wie sich Vent zu den anderen Gebieten Tirols verhält, zeigt das Verzeichnis Skigebiete in Tirol.

Lifte und Pisten

Zwei Sessel, zwei Schlepplifte

Die Wildes-Mannle-Bahn ist eine Sechser-Sesselbahn und führt bis zur Bergstation auf 2.646 Metern, dem höchsten Punkt des Gebiets. Der Wildspitze-Sessel ist ein Zweiersessel. Das Panoramarestaurant Stablein und die Rodelbahn liegen an der Bergstation eines Sessellifts. Dazu kommen zwei Schlepplifte, der Gampenlift am Übungsgelände und der Ochsenkopflift.

Die Sessel und der Gampenlift fahren täglich von 9:30 bis 16:00 Uhr.

Pisten nach Können

Vent ist ein Gebiet für leichte und mittelschwere Abfahrten. Von der Bergstation Wildes Mannle führt eine lange, mittelschwere Abfahrt zurück zur Talstation im Dorf, mit rund 750 Metern Höhenunterschied. Daneben gibt es leichte Pisten für Einsteiger und Familien und das Übungsgelände am Gampenlift. Eine schwarze Piste gibt es nicht.

Anfänger und Familien

Das Übungsgelände liegt am Schlepplift Gampen, dort übt auch die Skischule mit den Kindern. Für die ersten Schwünge der Kleinen gibt es außerdem ein Kinderland.

Skischule und Kinder

Im Ort gibt es die Ski- und Snowboardschule Vent. Ihre Lehrer sind geprüft, das Angebot umfasst Kurse in Ski alpin und Snowboard sowie geführte Skitouren.

Für Kinder gibt es das Kinderland und einen Schneespielplatz, auf dem sie rutschen und im Schnee spielen können. Skiverleih findest du im Skigebiet.

Wer mit der Familie anreist, spart bei längeren Aufenthalten: Kauft ein Elternteil eine Karte für sechs Tage oder länger, bekommt das Kind die Karte für die gleiche Dauer zum halben Preis. Die Altersgrenzen für Kinder- und Bambini-Karten stehen im Abschnitt Skipass.

Einkehr

Am Berg gibt es eine Adresse: das Panoramarestaurant Stablein an der Bergstation des Sessellifts. Die Sonnenterrasse bietet Blick auf das Rofental, die Ortlergruppe und die Ötztaler Alpen. Hierher kommst du mit den Skiern, mit dem Sessellift oder über die Rodelbahn.

Abseits der Piste

Rodeln

Die Rodelbahn Stablein verbindet das Dorf mit dem Panoramarestaurant Stablein und ist etwa viereinhalb bis fünf Kilometer lang. Zum Stablein kommst du auch mit dem Sessellift, dort kannst du einkehren.

Langlaufen, Winterwandern und Schneeschuh

Für Langläufer gibt es im Dorf zwei Kilometer Loipen, darunter eine Übungsloipe. Dazu kommen Winterwandern und Schneeschuhwandern.

Skitouren

Vent ist ein Ausgangspunkt für Skitouren, und die Skischule bietet geführte Touren an. Wer selbst losgeht, informiert sich vorher über Lawinenlage und Ausrüstung. Grundlagen erklärt der Ratgeber Skitouren für Einsteiger.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Saison läuft vom 19. Dezember 2026 bis zum 2. April 2027, Ostern (28. März 2027) liegt in der Saison.

Die Tageskarte kostet für Erwachsene 53 €. Senioren, Jahrgang 1964 und älter, zahlen 49 €, Jugendliche der Jahrgänge 2007 bis 2011 39 € und Kinder der Jahrgänge 2012 bis 2018 26 €. Für Bambini, Jahrgang 2019 und jünger, kostet die Tageskarte 9 €. Mehrtageskarten gibt es ab zwei Tagen, die Zweitageskarte kostet für Erwachsene 102,50 €. Die Saisonkarte für Erwachsene kostet 622 €. Preise und Termine ändern sich, prüf sie vor der Buchung beim Betreiber.

Ab drei Tagen gilt dein Skipass automatisch als Ötztal Superskipass. Er bringt dich in sechs Gebiete: Sölden, Gurgl, Hochoetz-Kühtai, Niederthai, Gries und Vent. Ein- und Zweitageskarten gelten nur in einem Gebiet. Mehr zum Verbund steht im Sölden-Porträt. Zum Gebiet Hochoetz-Kühtai gibt es die Porträts Kühtai und Hochoetz.

Anreise, Parken, Skibusse

Mit dem Auto

Du fährst durchs Ötztal über Sölden taleinwärts bis Vent. Am Ortseingang gibt es einen Parkplatz, von dort erreichst du die Talstation im Dorf.

Mit Bahn und Bus

Mit dem Zug reist du bis zum Bahnhof Ötztal und steigst dort in den Bus um, der über Sölden nach Vent fährt. Zwischen Sölden und Vent verkehrt außerdem ein kostenloser Skibus.

Wo du wohnst

Am bequemsten wohnst du in Vent selbst, denn die Talstation steht im Dorf, und du sparst dir die Anfahrt durchs Tal. Der Ort ist klein und passt zu allen, die Berge, Touren und kurze Wege suchen.

Wer mehr Ortsleben sucht, wohnt in Sölden, dem Hauptort im hinteren Ötztal, und fährt mit dem kostenlosen Skibus nach Vent. Das passt gut zum Superskipass: Du kannst an einem Tag in Vent fahren und an einem anderen in Sölden oder Gurgl.

Tipps und Kompromisse

  • Ruhe statt Größe: Mit 15 Pistenkilometern ist Vent ein Gebiet für gemütliche Tage. Wer viele Abfahrten und Abwechslung sucht, nimmt es als Ergänzung zu Sölden.
  • Frühjahr nutzen: Die Saison reicht bis Anfang April, und im Frühling ist Sonnenskilauf möglich.
  • Familien: Das Kinderland, das Übungsgelände am Gampenlift und der Schneespielplatz machen den Einstieg leicht. Bei Karten ab sechs Tagen zahlt das Kind die Hälfte.
  • Rodeln einplanen: Die Rodelbahn Stablein ist ein guter Programmpunkt für den Tag ohne Ski.
  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Kompromiss schwarze Pisten: Es gibt keine. Wer steile Abfahrten sucht, fährt mit dem Superskipass in ein anderes Ötztaler Gebiet.
  • Kompromiss Größe: Mit vier Anlagen und 15 Pistenkilometern ist der Skitag schnell abgefahren. Mehr Fläche findest du mit dem Superskipass in den Nachbargebieten.

Fazit

Vent ist ein kleines Skigebiet im Bergsteigerdorf am Ende des Ötztals, mit 15 Pistenkilometern zwischen 1.900 und 2.646 Metern, vier Anlagen und einer Saison vom 19. Dezember bis 2. April. Ein Drittel der Pisten ist leicht, zwei Drittel sind mittelschwer. Dazu kommen eine Skischule, ein Kinderland, die Rodelbahn Stablein und mit dem Superskipass ab drei Tagen der Weg in die großen Nachbargebiete. Wer kurze Wege, übersichtliche Pisten und einen Skitag im Schatten der Wildspitze sucht, ist hier richtig. Wer schwarze Pisten oder ein großes Gebiet erwartet, fährt besser nach Sölden oder Gurgl.

Stand: November 2026.