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Obergurgl-Hochgurgl: Skifahren am Ende des Ötztals mit 112 Pistenkilometern

Blick über das Skigebiet Obergurgl-Hochgurgl mit Pistenband, Sesselbahn und Hütte in einem verschneiten Tal
Foto: Jan Czeczotka, CC BY-SA 4.0, zugeschnitten

Hinter Sölden wird das Ötztal enger, und die Straße steigt steil an. Am Ende des Tals liegt Obergurgl, ein Dorf mit rund 400 Einwohnern und mehr als zehnmal so vielen Gästebetten, das als höchstgelegenes Kirchdorf Österreichs gilt. Über den letzten Häusern führen die Bahnen zur Hohe Mut hinauf, und wer ganz oben am Wurmkogl aussteigt, steht bei klarer Sicht auf einem Grat mit Glasfront und Blick bis in die Dolomiten. Die Gipfel rücken dicht heran, und das Tal hört einfach auf.

Obergurgl und das Hoteldorf Hochgurgl teilen sich ein Skigebiet mit 112 Pistenkilometern, 25 Anlagen und Pisten bis über 3.000 Meter. Zwischen den beiden Dörfern pendelt der Top Express, eine Gondel von rund 3,6 Kilometern Länge. In diesem Winter beginnt die Saison am 19. November, und wenige Tage später, am Wochenende des 21. und 22. November, fahren Damen und Herren auf der Kirchenkar-Piste in Hochgurgl Weltcup-Slalom. Sölden liegt im selben Tal, ist aber ein eigenes Skigebiet mit eigenen Bahnen.

Das Gebiet im Überblick

Zwei Dörfer, ein Skigebiet

Obergurgl liegt auf rund 1.930 Metern, Hochgurgl etwa 200 Meter höher auf rund 2.150 Metern. Das Skigebiet reicht von rund 1.800 Metern im Tal bis über 3.000 Meter. Obergurgl ist das Dorf mit Kirche und Ortskern, Hochgurgl ein Hoteldorf an der Straße zum Timmelsjoch. Beide Teile haben ihr eigenes Gelände, und der Top Express verbindet sie: eine Achter-Gondel, die auf rund 3,6 Kilometern das Königstal und das Ferwalltal überquert und etwa neun Minuten braucht.

Mehr als 90 Prozent der Gästebetten liegen weniger als 250 Meter von einer Bahn oder einer Piste entfernt. Das prägt den Ort: Viele Gäste haben es nur ein paar Schritte bis zum Lift.

Gurgl und Sölden

Obergurgl und Hochgurgl gehören politisch zur Gemeinde Sölden, und das Gebiet liegt am Ende desselben Tals. Skifahrerisch sind es zwei verschiedene Skigebiete. Sölden hat eigene Bahnen, Gletscher und ein eigenes Profil, alles dazu steht im Porträt von Sölden. Gurgl hat eigene Liftgesellschaften und eigene Tageskarten. Verbunden sind beide Gebiete über das Tal und über den Ötztal Superskipass, der ab drei Tagen in beiden gilt. Ein- und Zweitageskarten gelten nur in Gurgl.

Die Zahlen

Die 112 Kilometer verteilen sich auf rund 60 Kilometer blaue, rund 33 Kilometer rote und rund 14 Kilometer schwarze Pisten, dazu kommen Skirouten mit zusammen rund 4,5 Kilometern. Gut die Hälfte des Gebiets ist also leicht, nur ein kleiner Teil schwarz. Die 25 Anlagen befördern zusammen mehr als 43.000 Personen pro Stunde, und mehr als 90 Prozent der Pisten lassen sich beschneien. Die Saison beginnt am 19. November 2026 und endet am 18. April 2027.

Ein Tag, zwei Dörfer

Ein Skitag in Gurgl lässt sich gut an den Bahnen entlang erzählen. Du startest in Pill, parkst kostenlos an der Talstation der Hochgurglbahn und fährst mit der Gondel hinauf nach Hochgurgl. Am Vormittag bietet sich ein Abstecher zur schwarzen Piste 28 vom Top Mountain Star. Zur Mittagspause bietet sich die Wurmkoglhütte an der Mittelstation an, schnell und mit Selbstbedienung. Danach fährst du mit dem Top Express nach Obergurgl, rund neun Minuten über zwei Täler. Am Nachmittag steht die Hohe Mut Alm mit ihrer Terrasse auf dem Plan, und am späten Nachmittag endet der Tag auf der Nederhütte, wo die Nederlumpen zum Après-Ski spielen. Wie du die Reihenfolge wählst, hängt vom Wetter ab, aber das Gerüst bleibt: zwei Dörfer, ein Gebiet und eine Gondel dazwischen.

Lifte und Anlagen

Gondeln, Sessel, Schlepper

Von den 25 Anlagen sind 11 Gondeln und 7 Sessellifte, der Rest sind Schlepplifte. Die Bahnen sind in den letzten Jahren ausgebaut worden. In Hochgurgl kam 2015/16 die Kirchenkarbahn I dazu und 2018/19 die Kirchenkarbahn II, beides Zehner-Gondeln mit Sitzheizung. In Obergurgl wurde 2021/22 die Rosskarbahn als Zehner-Gondel mit Sitzheizung erneuert. Auch die Hohe Mut Bahn mit ihren zwei Sektionen ist eine Gondel, sie wurde 2007/08 gebaut und hat acht Plätze pro Kabine. Dazu kommen Sessellifte wie die Große Karbahn mit Sechser-Sesseln. Die Anlagen laufen in der Regel von 9:00 bis 16:00 Uhr.

Die Einstiege

Das Gebiet hat mehrere Zugänge, und welchen du nimmst, bestimmt deinen Tag:

  • Hochgurglbahn in Pill: Zwei Achter-Gondeln bringen dich von der Talstation in Pill hinauf nach Hochgurgl. Am Parkplatz an der Talstation parkst du kostenlos.
  • Festkoglbahn und Rosskarbahn in Obergurgl: Beide führen hinauf zum Festkogl. Die Rosskarbahn bedient außerdem den Nachtski am Montag.
  • Hohe Mut Bahn: Sie führt von Obergurgl hinauf zur Hohe Mut Alm.
  • Kirchenkarbahn in Hochgurgl: Ihre Talstation liegt im Top Mountain Crosspoint an der Straße zum Timmelsjoch, das Haus ist auch ohne Ski erreichbar.

Der Top Express

Der Top Express ist die Klammer des Gebiets. Wer zwischen Obergurgl und Hochgurgl wechseln will, fährt die rund 3,6 Kilometer mit der Gondel, die Fahrt dauert etwa neun Minuten. Der Blick geht dabei über zwei Täler. Rechne die Fahrt in deinen Tag ein, wenn du beide Teile an einem Tag fahren willst.

Pisten nach Können

Die Verteilung: rund 60 Kilometer blau, rund 33 Kilometer rot, rund 14 Kilometer schwarz, dazu rund 4,5 Kilometer Skirouten. Ein großer Teil der Pisten ist leicht.

Anfänger und Einsteiger

Für den Anfang gibt es mehrere Bereiche. In Hochgurgl liegt am Krumpwasserlift das Übungsgelände, hier ist auch der Treffpunkt der Schischule Hochgurgl. In Obergurgl lernen Kinder auf dem Zauberteppich der Skischule und in den Bereichen Wiesental und Pirchhütt. Rund 60 Kilometer blaue Pisten bieten Platz, sobald die ersten Kurven sitzen. Wenn du das Skifahren erst lernst, findest du im Überblick zu den Skigebieten rund um Innsbruck weitere Reviere für den Einstieg.

Genussfahrer und Familien

Mit rund 33 Kilometern roter Pisten und einem breiten blauen Anteil ist Gurgl ein Gebiet zum Kilometermachen. Funslopes und der Familypark ergänzen das Carven um etwas Abwechslung. Aus Hochgurgl führt eine beleuchtete Talabfahrt nach Pill, die am Donnerstagabend zum Nachtski gehört.

Sportliche: Piste 28 und der Weltcup-Hang

Für Sportliche gibt es rund 14 Kilometer schwarze Pisten. Eine davon ist die Piste 28 in Hochgurgl: Sie startet am Top Mountain Star und führt steil hinunter zur Mittelstation am Wurmkogl.

Am Kirchenkar liegt die Weltcup-Piste. Seit 2023 gehört die Piste zum Weltcup-Kalender, und am Wochenende des 21. und 22. November 2026 fahren Damen und Herren hier Slalom, kurz nach dem Saisonstart. Am Samstag fahren die Damen, am Sonntag die Herren. Wer dabei sein will, plant die Unterkunft früh.

Freestyle: Funmountain und Funslope

In Obergurgl liegt die Funmountain mit Funslope, Funcross und Snowpark, dazu der Familypark an der Bruggenbodenbahn. Hochgurgl hat eine eigene Funslope, die du mit der Hochgurglbahn II oder der Wurmkoglbahn I erreichst.

Nachtski

Nachtski gibt es an zwei Abenden pro Woche: montags in Obergurgl über die Rosskarbahn, donnerstags in Hochgurgl über die Hochgurglbahn. In Obergurgl öffnet am Montag die Schirmbar an der Festkogl Alm, in Pill ist der Downhill Grill an der Talstation der Hochgurglbahn ein naheliegender Stopp. Am Donnerstag gibt es dazu Nachtrodeln.

Skirouten, Freeride und Touren

Die Skirouten des Gebiets sind markiert, aber nicht präpariert, und sie bringen zusammen rund 4,5 Kilometer. Wer abseits der Pisten fährt, liest vorher den täglichen Lawinenlagebericht des Landes Tirol (lawinen.report oder die App „Lawine Tirol“) und hat Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde dabei. Einsteiger gehen mit einem Bergführer. Grundlagen findest du im Guide zu Skitouren für Einsteiger, die Ausrüstung erklärt der Ratgeber Lawinenausrüstung: LVS, Schaufel, Sonde, Airbag. Die Skischule Obergurgl bietet Skitouren mit Bergführern an.

Wer früh dran sein will, bucht First Line: Du fährst mit einem Skiguide über frisch präparierte Pisten und frühstückst anschließend auf der Hohe Mut Alm.

Skischulen und Kinder

Zwei Skischulen

In Obergurgl sitzt die Skischule Obergurgl. Sie unterrichtet seit 1922, beschäftigt mehr als 100 Lehrkräfte, darunter Schneesportlehrer und Berg- und Skiführer, und bietet Gruppen- und Privatkurse in Ski und Snowboard für Kinder und Erwachsene. Dazu kommen Skitouren mit Bergführern im hinteren Ötztal. Das Büro liegt im Dorf.

In Hochgurgl arbeitet die Schischule Hochgurgl. Sie bietet Ski, Snowboard und Carving, Langlaufunterricht und Privatstunden für alle Altersstufen, dazu eine ganztägige Kinderbetreuung. Der Treffpunkt für die Kurse liegt am Krumpwasserlift.

Kinder lernen mit Pinguin und Zauberteppich

Die Skischule Obergurgl unterrichtet Kinder in getrennten Gruppen nach Niveau, in den Bereichen Wiesental und Pirchhütt. Ihr Maskottchen ist der Pinguin Bobo, der auf dem Zauberteppich, dem Übungsband für die ersten Meter, Pate steht. Der Bobo-Kinderclub nimmt Kinder ab dreieinhalb Jahren in kleinen Gruppen von fünf bis sechs Kindern auf, Kinderskikurse gibt es ab vier Jahren. In Hochgurgl betreut die Schischule Kinder auf Wunsch ganztägig.

Auf der Piste hilft der Skipass: Die Snowkids der Jahrgänge 2019 bis 2022 fahren für 2 € pro Tag, dazu kommt ein Pfand für die Karte. Kinder der Jahrgänge 2012 bis 2018 und Jugendliche der Jahrgänge 2007 bis 2011 zahlen jeweils einen eigenen Tarif, Näheres steht im Abschnitt zu Saison und Skipass. Rodelbahn, Familypark und Funslope sorgen für Abwechslung.

Hüttenkultur und Einkehr

Die Einkehr in Gurgl hat Abstufungen: von der Selbstbedienung an der Mittelstation über rustikale Hütten bis zur Panoramabar auf dem Grat. Alle Häuser liegen im Skigebiet, eines davon abseits der Pisten.

Schnell und unkompliziert

Die Wurmkoglhütte an der Mittelstation in Hochgurgl ist ein modernes Selbstbedienungsrestaurant mit Pasta- und Pizzastation, einer Strudelecke und einer Sonnenterrasse samt Schirmbar. Sie passt für eine kurze Pause zwischen zwei Läufen.

Unten an der Hochgurglbahn in Pill liegt der Downhill Grill, ein rustikales Restaurant mit Steaks und Burgern, das bis in den Abend geöffnet bleibt. Am Donnerstag, wenn die Talabfahrt beleuchtet ist, passt er als Stopp.

Hütten mit Küche und Aussicht

Die Hohe Mut Alm auf rund 2.670 Metern hat eine große Sonnenterrasse mit Blick auf 21 Dreitausender. Drinnen sitzt du in Stuben mit viel Holz, und die Küche setzt auf regionale Gerichte. Im Untergeschoss zeigt eine kleine Naturpark-Ausstellung Gletscher und Hochgebirgsforschung. Hier startet auch das Frühstück von First Line.

Die Festkogl Alm liegt oben am Festkogl, mit Sonnenterrasse und Tiroler Spezialitäten. Montags gehört die Schirmbar zum Nachtski.

Die Skihütte Kirchenkar liegt nahe der Bergstation der Kirchenkarbahn, klein, rustikal und mit Holzofen. Für einen Kaffee zwischen zwei Läufen ist sie ein kurzer Stopp.

Die Schönwieshütte liegt auf rund 2.266 Metern im Rotmoostal, abseits der präparierten Pisten. Im Winter erreichst du sie mit einem Skidoo-Transfer ab der Bergstation der Steinmannbahn oder zu Fuß durch den Zirbenwald, mit rund eineinhalb Stunden Gehzeit. Das Haus ist ruhig und gemütlich, es gibt regionale Küche und vegetarische Gerichte.

Panorama und besondere Anlässe

Das Top Mountain Star sitzt auf einem schmalen Grat am Wurmkogl, über 3.000 Meter hoch. Eine Glasfront öffnet den Blick über die Ötztaler Alpen, bei klarer Sicht bis zu den Dolomiten. Es ist Bar und Aussichtsplattform zugleich.

Der Top Mountain Crosspoint liegt an der Talstation der Kirchenkarbahn. Das Panoramarestaurant serviert österreichische und italienische Küche, bekannt ist es für seine Pizza. Im selben Haus liegt die Mautstelle der Timmelsjoch-Hochalpenstraße. Von hier aus startet auch die Genussgondel: Du fährst mit der Kirchenkarbahn und isst dabei Spezialitäten aus dem Restaurant, buchbar online.

Welche Hütte wofür?

  • Schnell und unkompliziert: Wurmkoglhütte (Selbstbedienung), Downhill Grill.
  • Mit Küche und Aussicht: Hohe Mut Alm, Festkogl Alm, Schönwieshütte.
  • Klein und rustikal: Skihütte Kirchenkar.
  • Für Panorama oder einen besonderen Anlass: Top Mountain Star, Top Mountain Crosspoint mit Genussgondel.
  • Für den Abend mit Musik: Nederhütte (siehe nächster Abschnitt).

Après-Ski und Abend

Der Abend beginnt in Gurgl auf dem Berg. Die Nederhütte liegt auf 2.104 Metern mitten im Skigebiet von Obergurgl. Mehrmals pro Woche spielt die Hausband, die Nederlumpen, zum Après-Ski, dazu gibt es warme Küche und eine Sonnenterrasse. Im Winter ist das Haus täglich ab 10 Uhr geöffnet.

Rund um die Bahnen stehen Schirmbars: an der Talstation der Hochgurglbahn in Pill, an der Schermerbahn neben dem Top Express in Hochgurgl und am Festkogl.

Am Montag gibt es in Obergurgl Nachtski mit der Schirmbar am Festkogl, am Donnerstag in Hochgurgl Nachtski und Nachtrodeln. Viele Hotels haben außerdem Wellnessbereiche.

Abseits der Piste

Rodeln

Die Naturrodelbahn Pill-Hochgurgl ist rund 3 Kilometer lang, beleuchtet und hat 25 Kurven. Sie beginnt an der Mittelstation der Hochgurglbahn und endet an der Talstation in Pill. Hinauf fährst du mit der Gondel, mit gültigem Skipass kostenlos. Schlitten leihst du an der Talstation. Donnerstags ist Nachtrodeln.

Langlauf, Winterwandern und Schneeschuh

Auf dem Talboden zwischen Pill und Obergurgl liegen Höhenloipen, darunter die Loipe Pill-Angern-Poschach, dazu Übungsloipen in Obergurgl und Hochgurgl. Für Winterwanderer sind Wege ab Gurgl ausgeschildert, und geführte Schneeschuhtouren führen durch den Zirbenwald, eine Route auch zur Schönwieshütte.

Motorradmuseum, Ausstellung, Piccard

Im Top Mountain Crosspoint zeigt die Top Mountain Motorcycle Experience auf rund 4.500 Quadratmetern mehrere hundert historische Motorräder, dazu ein 4D-Kino. Das Museum ist wetterunabhängig und ohne Ski erreichbar. Im Ötztal Superskipass ab sechs Tagen ist der Eintritt enthalten.

Eine eigene Geschichte hat die Piccard-Landung: Am 27. Mai 1931 setzte Auguste Piccard nach einem Höhenrekord im Stratosphärenballon auf dem Gurgler Ferner auf, übernachtete auf dem Eis und wurde vom Dorf aus geborgen. Seit 1989 erinnert ein Denkmal an das Ereignis.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Saison beginnt am 19. November 2026 und endet am 18. April 2027. Der Weltcup-Slalom am 21. und 22. November 2026 liegt unmittelbar nach dem Start. Wer vor dem 19. November Ski fahren will, findet Gletscherpisten in Sölden und am Stubaier Gletscher.

Die Preise hängen vom Zeitraum ab. Vom 19. November bis 4. Dezember gilt die Vorsaison mit niedrigeren Preisen. Die Hauptsaison gilt vom 5. bis 18. Dezember, vom 7. bis 29. Januar und vom 27. Februar bis 18. April. Die Topsaison läuft vom 19. Dezember bis 6. Januar und vom 30. Januar bis 26. Februar.

Erwachsene, Kassenpreis Hauptsaison Topsaison
1 Tag 69,50 € 75,50 €
2 Tage 135,50 € 147 €
3 Tage (Ötztal) 246,50 € 251,50 €
6 Tage (Ötztal) 469 € 478,50 €
7 Tage (Ötztal) 519,50 € 530 €
Kinder, 1 Tag (Jahrgang 2012 bis 2018) 38,50 € 42,50 €

Wer früh online bucht, zahlt weniger als an der Kasse. Snowkids der Jahrgänge 2019 bis 2022 fahren für 2 € pro Tag zuzüglich Kartenpfand, Senioren ab Jahrgang 1952 und älter zahlen den Kindertarif. Jugendliche der Jahrgänge 2007 bis 2011 haben einen eigenen Tarif.

Ab drei Tagen gilt dein Pass automatisch als Ötztal Superskipass und bringt dich in sechs Gebiete: Gurgl, Sölden, Hochoetz-Kühtai, Niederthai, Gries und Vent, zusammen mehr als 360 Pistenkilometer und 90 Lifte. Ab sechs Tagen sind der Eintritt in die Top Mountain Motorcycle Experience und in 007 Elements in Sölden enthalten. Die Preise für Sölden stehen im Sölden-Porträt.

Preise und Termine ändern sich: Prüf sie vor der Buchung bei den Bergbahnen.

Anreise, Parken, Skibusse

Mit dem Auto: Von der A12, der Inntalautobahn, nimmst du die Ausfahrt Ötztal und fährst auf der B186 durch das Tal. Ab der Ausfahrt sind es rund 50 Kilometer bis Pill und Obergurgl, das dauert knapp eine Stunde. Aus Innsbruck sind es rund 100 Kilometer, etwa anderthalb Stunden. Die Straße steigt hinter Sölden steil an, Schneeketten gehören deshalb ins Gepäck.

Timmelsjoch: Die Timmelsjoch-Hochalpenstraße beginnt bei Gurgl und führt nach Südtirol. Im Winter ist sie gesperrt, Gurgl erreichst du dann nur durch das Ötztal. Wenn du aus Südtirol kommst, führt der Weg also über das Inntal. Mehr zu den Wegen steht im Ratgeber Anreise nach Südtirol im Winter, einen Überblick über die Skigebiete jenseits des Passes bietet der Südtirol-Überblick.

Mit der Bahn: Der Bahnhof Ötztal liegt am Talanfang. Von dort fährt ungefähr alle 30 Minuten ein Linienbus nach Gurgl. Der nächste große Flughafen ist Innsbruck.

Parken: In Pill an der Talstation der Hochgurglbahn parkst du kostenlos, über Nacht ist das Parken dort verboten. In Hochgurgl und am Top Mountain Crosspoint gibt es ebenfalls kostenlose Parkplätze, die aber begrenzt und in Hochgurgl meist den Hotelgästen vorbehalten sind. In Obergurgl ist das Parken an der Festkoglbahn und im Dorfzentrum kostenpflichtig.

Skibusse: Mit der Gästekarte fährst du im Winter kostenlos mit Linien- und Skibussen im ganzen Ötztal.

Wo du wohnst

Obergurgl ist das Dorf, mit Kirche, Ortszentrum und kurzen Wegen zu den Bahnen. Hier liegen die Festkoglbahn, die Rosskarbahn und die Hohe Mut Bahn, im Ort gibt es Bars und Restaurants.

Hochgurgl ist ein Hoteldorf direkt an den Pisten. Die Kirchenkarbahn, der Top Mountain Crosspoint und die Funslope liegen hier.

Pill und Untergurgl liegen weiter unten im Tal. In Pill startet die Hochgurglbahn, das Parken ist kostenlos. Viele Hotels in Gurgl haben Wellnessbereiche.

Geschichte und Besonderes

Gegen Ende der 1940er Jahre baute Obergurgl seinen ersten Schlepplift, und Anfang der 1960er Jahre entstand in Hochgurgl das Hoteldorf mit dem ersten Lift. 2015/16 und 2018/19 kamen die Kirchenkarbahnen, 2021/22 die erneuerte Rosskarbahn. Seit 2023 fährt der Weltcup in Hochgurgl Slalom.

1931 landete der Ballon von Auguste Piccard auf dem Gurgler Ferner. Ein Denkmal erinnert daran. Das Dorf gilt als höchstgelegenes Kirchdorf Österreichs.

Tipps und Kompromisse

  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Pass bewusst wählen: Ein- und Zweitageskarten gelten nur in Gurgl. Wer nach Sölden will, braucht mindestens drei Tage und fährt damit automatisch mit dem Ötztal Superskipass.
  • Seite wählen: Obergurgl mit Dorfleben und Hohe Mut, Hochgurgl mit Hotels an der Piste und Weltcup-Hang. Der Wechsel dauert mit dem Top Express rund neun Minuten pro Fahrt.
  • Mit dem Auto in Pill parken: Kostenlos, aber über Nacht nicht erlaubt. In Obergurgl und Hochgurgl sind die Plätze knapp.
  • Früh starten: First Line bringt dich mit einem Skiguide auf frisch präparierte Pisten und anschließend zum Frühstück auf die Hohe Mut Alm.
  • Weltcup einplanen: Am 21. und 22. November 2026 ist Slalom auf der Kirchenkar-Piste. Wer dabei sein will, klärt Quartier und Anreise früh.
  • Timmelsjoch im Winter zu: Aus Südtirol kommst du nur über das Inntal nach Gurgl.
  • Kompromiss Nachtski: Es gibt ihn nur an einem Abend pro Woche in jedem Dorf, montags in Obergurgl und donnerstags in Hochgurgl.
  • Kompromiss Sölden: Gurgl ist nicht mit Sölden verbunden. Wer beide Gebiete in einer Woche fährt, braucht den Superskipass und die Fahrt durch das Tal.
  • Ausrüstung abstimmen: Bei 112 Pistenkilometern kommt es auf Fahrtyp, Ski und Schuh an. Unsere Kaufberatung für Ski hilft bei der Auswahl.

Fazit

Obergurgl-Hochgurgl ist ein hoch gelegenes Skigebiet am Ende des Ötztals mit 112 Pistenkilometern, von denen gut die Hälfte leicht ist. Mit dem Top Express zwischen den beiden Dörfern, einer Weltcup-Piste, der Hohe Mut Alm und dem Top Mountain Star auf dem Grat hat es mehr Profil als reine Kilometer. Für Genussfahrer, Familien und Sportliche gibt es Platz, die Hütten reichen von Selbstbedienung bis zur Panoramabar. Wer Gletscherpisten sucht, fährt nach Sölden.

Stand: November 2026.