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Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau: 114 Kilometer in zwei Tälern

Gondeln der Verbindungsseilbahn an einem Stahlmast über einem verschneiten Hang, dahinter Berge im Dunst
Foto: Ximeg, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Im Alpbachtal stehen die Gipfel felsig und zerklüftet über Alpbach und Inneralpbach. Ein paar Kilometer weiter, jenseits des Schatzbergs, öffnet sich die Wildschönau mit ihren sanften Grasbergen, auf denen die Hänge weich zu Tal laufen. Zwei Täler, zwei Charaktere, und dazwischen eine Gondel, die beide verbindet. Seit Dezember 2012 fährst du mit einem Pass von der einen Seite auf die andere, vorbei an Hütten mit Sonnenterrasse.

Das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau besteht aus vier Bergen: dem Wiedersberger Horn bei Alpbach, dem Schatzberg bei Auffach, dem Markbachjoch bei Niederau und dem Reither Kogel in Reith. Du hast 114 Kilometer Pisten und Skirouten, 42 bis 45 Anlagen, rund 25 Hütten, Nachtski an zwei Standorten und Kinderbereiche an fast jedem Berg. Die Saison beginnt am 4. Dezember 2026.

Das Gebiet im Überblick

Vier Berge, zwei Täler

Das Gebiet liegt in den Kitzbüheler Alpen im Bezirk Kufstein, am Rand des Unterinntals. Auf der Alpbachtaler Seite ragt das Wiedersberger Horn mit 2.128 Metern auf, der Skibetrieb reicht dort bis auf rund 2.030 Meter. Die Hornbahn 2000 endet am höchsten Punkt des Gebiets, an einem 13 Meter hohen Aussichtsturm mit dem Namen „Top of Alpbachtal“. Die tiefsten Talstationen liegen bei rund 830 Metern.

Die Wildschönau auf der anderen Seite des Schatzbergs hat einen eigenen Zuschnitt. Hier sind die Berge niedriger und runder, das Tal ist weit, und die Dörfer Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach liegen auf Höhen zwischen rund 830 und 1.170 Metern. Der Gegensatz ist auffällig: auf der einen Seite die schroffen Gipfel des Alpbachtals, auf der anderen die weichen Grasberge der Wildschönau.

Die Zahlen

Das Gebiet kommt auf 114 Kilometer. Darin stecken rund 98 Kilometer Pisten (31 Kilometer leicht, 54 Kilometer mittel, 13 Kilometer schwer) und 16 Kilometer Skirouten. Etwa 27 Prozent der Gesamtstrecke sind also leicht, 47 Prozent mittelschwer und 11 Prozent schwer, dazu kommen 14 Prozent Skirouten. Rund 85 Prozent der Pisten lassen sich beschneien.

Das Ski Juwel hat 42 bis 45 Anlagen: 9 Gondeln, 7 Sessellifte und dazu Schlepplifte, Kinderlifte und Förderbänder. Die Höhenunterschiede reichen von rund 830 bis rund 2.030 Metern.

Wie die Berge zusammenhängen

Der Kern des Gebiets ist die Verbindung zwischen Alpbach und Auffach. Du fährst vom Wiedersberger Horn nach Inneralpbach ab, steigst dort in die Verbindungsbahn und kommst oben am Schatzberg wieder heraus. Von dort geht es auf den Pisten Richtung Auffach, und mit der Bahn zurück. So wird aus zwei Tälern ein Skitag.

Zwei Berge gehören zum Pass, hängen aber nicht per Lift oder Piste daran. Das Markbachjoch in Niederau hat eine eigene Talstation und ein eigenes Pistensystem, ebenso der Reither Kogel am Eingang des Alpbachtals. Beide stehen im Ski-Juwel-Pass, beide haben ein eigenes Porträt: Markbachjoch in Niederau und Reither Kogel in Reith. Wer mehr Fläche und mehr Orte sucht, vergleicht mit der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, die ebenfalls in den Kitzbüheler Alpen liegt. Alle Tiroler Gebiete im Vergleich zeigt der Überblick über die Skigebiete in Tirol.

Lifte und Anlagen

Die Zubringer

Sechs große Bahnen bringen dich aus den Tälern nach oben:

  • Wiedersbergerhornbahn in Alpbach: zwei Sektionen mit 6er-Gondeln und einer Mittelstation.
  • Pöglbahn in Inneralpbach: eine 8er-Gondel, die ebenfalls zum Wiedersberger Horn führt. Neben ihrer Talstation startet die Verbindungsbahn.
  • Verbindungsbahn Alpbachtal-Wildschönau: zwei Sektionen mit 8er-Gondeln, von Inneralpbach hinauf zum Schatzberg. Sie läuft nur im Winter.
  • Schatzbergbahn in Auffach: die Gondel zum Schatzberg, mit Mittelstation bei Koglmoos.
  • Reitherkogelbahn in Reith: eine 8er-Gondel auf den Reither Kogel.
  • Markbachjochbahn in Niederau: eine 8er-Gondel auf das Markbachjoch.

Die Bahnen laufen ab 8:30 Uhr, die letzte Bergfahrt ist je nach Anlage zwischen 16:00 und 16:30 Uhr. Die Verbindungsbahn nimmt dich bis 16:30 Uhr hinauf, die letzte Talfahrt ist um 16:45 Uhr. Wer von Auffach aus nach Alpbach zurück will, rechnet den letzten Rückweg deshalb ein.

Sessel und Schlepper

Oberhalb der Waldgrenze arbeiten mehrere Sessellifte. Die Hornbahn 2000 ist ein kuppelbarer 6er mit Haube und Sitzheizung, sie hat 2022 einen älteren 4er ersetzt. Die Gmahbahn, 2014 gebaut, hat ebenfalls sechs Plätze, Haube, Sitzheizung und eine Kindersicherung. Am Schatzberg fahren Gipfelbahn und Hahnkopfbahn, in Niederau die Lanerköpflbahn. Die kürzeren Anlagen sind Schlepplifte, Kinderlifte und Förderbänder. Sie bedienen vor allem Übungsgelände und kurze Hänge.

Zuletzt investiert

In den vergangenen Wintern hat der Betreiber vor allem in die Qualität der Pisten und in die Technik investiert. Dazu gehören 44 neue, sparsamere Schneeerzeuger, davon 30 im Alpbachtal und 14 in der Wildschönau. Das Ziel ist eine Grundbeschneiung in drei Tagen. Am Schatzberg kam ein zusätzliches Förderband am Zwergenland hinzu, dazu eine neue blaue Anfängerpiste auf dem früheren Zugangsweg zwischen den Bergstationen von Schatzbergbahn und Hahnkopfbahn. Das Markbachjoch hat ein überdachtes Förderband an der Bergstation bekommen. Tickets lädst du aufs Smartphone: Stunden- und Tageskarten funktionieren als Handyticket.

Pisten nach Können

Rund drei Viertel der 114 Kilometer sind leichte und mittelschwere Strecken. Das passt zu einem Gebiet, in dem Familien und Genussfahrer den Ton angeben, und doch gibt es für Sportliche genug Hänge.

Anfänger und Wiedereinsteiger

Anfänger finden fast überall ein eigenes Übungsgelände. In Alpbach liegt der Böglerlift mitten im Ort an einem Südhang, in Inneralpbach gibt es einen Anfängerlift und den Galtenberglift, dazu ein Übungsgelände mit dem Muldenlift. Am Schatzberg wartet das Zwergenland an der Mittelstation der Schatzbergbahn, in Reith das Juppi-Gelände neben der Talstation der Reitherkogelbahn. Dazu kommen die leichten Hänge am Hohlriederalmlift und rund um die Mittelstation Koglmoos.

Wenn die ersten Schwünge sitzen, bieten sich die leichten und mittleren Pisten bis zur Mittelstation am Wiedersberger Horn an. Am Schatzberg ist die neue blaue Piste ein guter Einstieg ins Gebiet.

Genuss und Familien

Das Herz des Gebiets sind breite, mittelschwere Pisten. Auf der Alpbachtaler Seite führen sie vom Wiedersberger Horn über Hornboden und die Mittelstation nach Alpbach und nach Inneralpbach. Am Schatzberg fahren Hahnkopfbahn, Gipfelbahn und Thalerkogllift vor allem mittlere Pisten an, die Talabfahrten nach Auffach laufen durch den Wald.

Auf dem Reither Kogel führt die Familienabfahrt, Piste 71, durch ein kleines, übersichtliches Gebiet.

Sportliche und Freeride

Schwierig wird es an der FIS-Abfahrt am Wiedersberger Horn, die bis zur Mittelstation führt. Am Schatzberg bietet die Hahnkopfbahn eine schwere Abfahrt im freien Gelände. Rund um die Hornbahn 2000 sind die Pisten mittelschwer bis schwer, mit breiten Hängen, die auch Freerider anziehen.

Insgesamt gibt es 13 Kilometer schwere Pisten und 16 Kilometer Skirouten. Als Skitourenziele gelten das Wiedersberger Horn (2.128 Meter) und der Schatzberg (1.898 Meter). Grundlagen und Ausrüstung für Einsteiger erklärt der Guide zu Skitouren für Einsteiger.

Freestyle, Race und Training

Das Ski Juwel hat mehrere Parks und Trainingsbereiche:

  • Snowpark Alpbachtal: an der Bergstation der Pöglbahn, für Einsteiger und Familien angelegt.
  • Family-Park Schatzberg: ein Snowpark mit Einsteigerlinien.
  • Funslope Wiedersberger Horn: Wellen, Steilkurven und ein Tunnel. Daneben liegt am Gmahbahn-Bereich der KidsRun.
  • Wave Run am Schatzberg: eine Wellenbahn.
  • Race-Strecken: die Schatzberg Racing Zone, dazu Rennbereiche am Galtenberglift und am Reither Kogel.

Am Wiedersberger Horn gibt es außerdem First Line Skiing: Du startest frühmorgens ab 7 Uhr, bevor der reguläre Betrieb beginnt, samstags von Anfang März bis Anfang April. Los geht es an der Pöglbahn und an der Hornbahn 2000.

Nachtski

Nachtski gibt es an zwei Orten. Am Reither Kogel in Reith sind rund 6 Kilometer Pisten beleuchtet, mit der Reitherkogelbahn, dem Nordlift und dem Brandachlift. Gefahren wird vom 25. Dezember 2026 bis 5. März 2027 donnerstags und freitags von 18:30 bis 21:15 Uhr. Dafür gibt es eine eigene Abendkarte, sie kostet für Erwachsene 22 €. In Oberau am Roggenboden sind Piste und Rodelbahn beleuchtet, mittwochs und donnerstags von 19:30 bis 21:00 Uhr, mit den beiden Riedmannliften. Dafür meldest du dich vorab an.

Skischulen und Kinder

Die Skischulen

Skischulen gibt es in den Orten rund um den Berg. Sie unterrichten Ski und Snowboard in Gruppen und privat, zum Teil auch Langlauf, Skitouren und Freeride.

  • In Alpbach und Inneralpbach arbeitet die Ski- und Snowboardschule Alpbach-Inneralpbach mit Büros im Ortszentrum und in Inneralpbach am Galtenberglift. Sie bietet Gruppen- und Privatunterricht, Monoski und Skiguiding mit Freeride-Unterricht an, Kinder fahren ab 4 Jahren im Kinderclub mit Zauberteppichen und Mittagsbetreuung. Unterrichtet wird auf Deutsch, Englisch, Niederländisch, Italienisch und Schwedisch.
  • skiCheck Alpbach sitzt in Inneralpbach beim Galtenberg Resort und im Ortszentrum von Alpbach. Das Kinderprogramm „Ski & Smile“ beginnt mit vier Jahren und hat ein überdachtes Förderband, ein Karussell und Mittagsbetreuung. Daneben gibt es Erwachsenenkurse und Freeride. Sprachen: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch.
  • Die Schischule Reith im Alpbachtal hat ihr Büro an der Talstation der Reitherkogelbahn, der Treffpunkt für alle Kurse. Das Juppi-Übungsgelände liegt gleich daneben. Es gibt Bambinikurse, Kinderkurse und eine Skisafari, Unterricht auf Deutsch, Englisch und Niederländisch.
  • In der Wildschönau unterrichten unter anderem die 1. Skischule Wildschönau in Niederau, die Skischule Hochtal Wildschönau in Auffach, die auch am Roggenboden und am Schatzberg arbeitet, und die Happy Skischule Wildschönau in Oberau. Kinder lernen dort ab vier Jahren, die Happy Skischule nutzt dafür das Zwergenland an der Mittelstation der Schatzbergbahn.

Am besten buchst du dort, wo du wohnst und wo die Talstation liegt.

Kinderbereiche

Die Kinderwelten verteilen sich auf die Berge:

  • Zwergenland Schatzberg: An der Mittelstation der Schatzbergbahn gibt es Zauberteppiche, ein Förderband, ein Skikarussell und eine Wellenbahn. Der Bereich ist für Skikurse ab 4 Jahren gedacht.
  • Juppi Do in Reith: Neben der Talstation der Reitherkogelbahn liegen Zauberteppiche für die ersten Meter und ein Förderband mit Strecken für Mutigere.
  • Inneralpbach: Die Skischulen haben hier eigene Kinderbereiche und einen Kinderlift neben dem regulären Betrieb.
  • Oberau: Die Happy Skischule hat hier ihr Kinderland.
  • Wiedersberger Horn: Funslope und KidsRun, die an der Gmahbahn mit Wellen und Steilkurven locken.

Kinder ab Jahrgang 2021 fahren frei, mehr dazu im Abschnitt zu Skipass und Preisen. Wer einen Tag ohne Ski plant, findet unten die Rodelbahnen und den Alpine Coaster.

Hüttenkultur und Einkehr

Rund 25 Hütten und Berggasthöfe liegen im Gebiet. Viele servieren Tiroler Küche, einige bieten schon morgens ein Hüttenfrühstück an. Eine Übersicht über die Zonen:

Am Schatzberg

Auf dem Gipfel des Schatzbergs, auf rund 1.898 Metern, steht der Gipfö Hit. Die Hütte ist rustikal, hat eine große Sonnenterrasse und serviert die Wildschönauer Brezensuppe, daneben Knödel und Schnitzel, auch ein Hüttenfrühstück.

An der Bergstation der Schatzbergbahn auf rund 1.780 Metern liegt die Schatzbergalm. Das Haus ist geräumig, wurde 2017 renoviert, hat Sonnenterrasse und Wintergarten und serviert regionale Gerichte. Familien sind hier gut aufgehoben.

An der Bergstation von Hahnkopfbahn und Verbindungsbahn, auf rund 1.878 Metern, liegt das Wurmegg Hochleger. Von der Terrasse siehst du ins Alpbachtal und auf die Kitzbüheler Alpen, auf der Karte stehen Knödelsuppe und bodenständige Küche.

Am Wiedersberger Horn

Die Hornalm, früher Wiedersbergerhornhütte, liegt an der Bergstation der Hornbahn 2000 auf rund 2.030 Metern, am höchsten Punkt des Gebiets. Das Haus ist modern gebaut, mit Panoramafenstern, einem Selbstbedienungsbereich und einer windgeschützten Terrasse.

Unterhalb der Bergstation der Wiedersbergerhornbahn liegt der Berggasthof Hornboden auf rund 1.800 Metern. Er hat einen Selbstbedienungsbereich, eine Schneebar und eine große Sonnenterrasse. Wer eine eigene Brotzeit mitbringt, findet dort Platz zum Essen, und nach der ersten Abfahrt gibt es ein Prosecco-Frühstück.

Der Kafner Ast an der Gmahbahn auf rund 1.600 Metern ist tirolerisch eingerichtet, mit Kachelofen und Sonnenterrasse. Auf der Karte stehen Kaspressknödelsuppe und Schnitzel.

Talwärts und in Reith

Die Böglalm in Inneralpbach, auf rund 1.220 Metern an der Talabfahrt neben dem Galtenberglift, ist rustikal, hat eine große Terrasse und serviert Kasspatzln aus einer großen Pfanne, dazu Grillhendl. In Reith im Alpbachtal, auf etwa 950 Metern, liegt das Almstüberl Gschwendt für die Einkehr rund um den Reither Kogel.

Die Hütten am Markbachjoch stellt das Porträt Markbachjoch vor.

Welche Hütte wofür?

  • Schnell und unkompliziert: Hornalm und Berggasthof Hornboden mit Selbstbedienung.
  • Mit Tischservice und regionaler Küche: Gipfö Hit, Kafner Ast, Wurmegg Hochleger.
  • Für die große Pause mit Familie: Schatzbergalm.
  • Zur Talabfahrt: Böglalm.
  • Frühstück am Berg: Gipfö Hit und Berggasthof Hornboden.

Abend und Après-Ski

Der Abend im Ski Juwel findet in den Dörfern statt. Wer noch fahren will, hat zwei Möglichkeiten: den Nachtski am Reither Kogel und die Nachtfahrt am Roggenboden in Oberau, wo auch die Rodelbahn beleuchtet ist.

Abseits der Piste

Rodeln

Die Rodelbahn am Schatzberg ist rund 5 Kilometer lang und führt von der Mittelstation nach Auffach. In Oberau liegt am Roggenboden eine beleuchtete Bahn für Nachtrodeln. In Alpbach führt eine Bahn zur Faulbaumgartenalm, die nicht beleuchtet ist, und in Auffach gibt es eine Bahn bei Koglmoos.

Der Alpbachtaler Lauser-Sauser ist ein Alpine Coaster am Wiedersberger Horn und läuft das ganze Jahr. Du startest an der Bergstation der Wiedersbergerhornbahn und fährst mit bis zu rund 40 Kilometern pro Stunde talwärts.

Langlauf, Winterwandern, Eislaufen

Im Alpbachtal führen über 70 Kilometer Loipen durchs Tal, in der Wildschönau gibt es unter anderem die Roggenboden-Loipe in Oberau. Dazu kommen Winterwanderwege und Schneeschuhwanderungen, Pferdeschlittenfahrten und Eislaufen im Alpbachtal wie in der Wildschönau.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die ersten Anlagen laufen am 4. Dezember 2026: Wiedersbergerhornbahn, Pöglbahn und Schatzbergbahn. Die Verbindungsbahn und die Reitherkogelbahn folgen Mitte Dezember. Bis die Verbindungsbahn öffnet, sind Alpbachtal und Wildschönau nicht verbunden. Wiedersbergerhornbahn, Pöglbahn, Schatzbergbahn und Verbindungsbahn fahren bis 4. April 2027, der Reither Kogel schließt Mitte März. Das Markbachjoch und die Lanerköpflbahn in Niederau öffnen am 18. Dezember und fahren bis 29. März 2027.

Der Ski-Juwel-Pass gilt in Alpbach, Auffach, Niederau, Oberau und Reith im Alpbachtal. Er hat zwei Preisstufen: Die Hauptsaison läuft vom 19. Dezember 2026 bis 12. März 2027, die Nebensaison vom 4. bis 18. Dezember 2026 und vom 13. März bis 4. April 2027.

Pass (Ski Juwel) Hauptsaison Nebensaison
1 Tag, Erwachsene 71,50 € 64,50 €
1 Tag, Jugend (Jahrgang 2008 bis 2010) 57,50 € 52 €
1 Tag, Kind (Jahrgang 2011 bis 2020) 36 € 32,50 €
3 Tage, Erwachsene 207,50 € 187 €
6 Tage, Erwachsene 363,50 € 327,50 €

Kinder ab Jahrgang 2021 fahren frei. Für Kinder und Jugendliche kann an den Zugängen ein Foto-Ausweis verlangt werden. Die Saisonkarte für Erwachsene kostet im Vorverkauf bis 6. Dezember 2026 667 €, danach 732 €. Außerdem gelten im Gebiet die Snow Card Tirol und die SuperSkiCard.

Preise und Termine ändern sich: Prüf vor dem Kauf auf der Seite des Betreibers, welcher Preis für dein Datum gilt.

Anreise und Skibusse

Mit dem Auto: Fahr über die Inntal-Autobahn. Für das Alpbachtal nimmst du die Ausfahrt Kramsach, für die Wildschönau die Ausfahrt Wörgl.

Mit der Bahn: Die nächsten Bahnhöfe sind Brixlegg für das Alpbachtal sowie Wörgl und Hopfgarten für die Wildschönau, dazu Jenbach. Von dort bringt dich ein Regionalbus in rund 20 Minuten zu den Orten.

Mit dem Flugzeug: Innsbruck, Salzburg und München liegen jeweils rund 1 bis 1,5 Stunden entfernt.

Vor Ort: Im Alpbachtal fahren Skibusse von den Unterkünften zu den Talstationen, mit der Alpbachtal Card kostenlos. In der Wildschönau pendelt ein Skibus zwischen Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach, mit der Wildschönau Card ebenfalls kostenlos. Das ist wichtig, weil du von einem Tal ins andere mit der Verbindungsbahn kommst, vom Markbachjoch in Niederau zum Schatzberg in Auffach aber nur per Bus.

Wo du wohnst

Die Orte liegen verteilt auf zwei Täler und haben jeweils einen eigenen Ton.

Alpbach liegt im Alpbachtal und hat die Talstation der Wiedersbergerhornbahn.

Inneralpbach sitzt am Talschluss. Hier starten Pöglbahn und Verbindungsbahn, der Galtenberglift und die Kinderbereiche liegen gleich dabei. Hier kommst du morgens ohne Umweg zur Gondel.

Reith im Alpbachtal liegt am Taleingang, mit der Talstation der Reitherkogelbahn. Von hier aus ist der Nachtski am Reither Kogel ein kurzer Weg.

Auffach hat die Talstation der Schatzbergbahn und liegt am Fuß des Schatzbergs. Von hier fährst du direkt ins Gebiet.

Oberau ist Sitz des Gemeindeamts der Wildschönau und hat mit dem Roggenboden Piste und Rodelbahn für den Abend.

Niederau liegt am Fuß des Markbachjochs, mit eigener Gondel und eigenem Berg.

Die Ortswahl entscheidet sich an den Talstationen: Wer beide Täler auf Ski verbinden will, wohnt in Alpbach, Inneralpbach oder Auffach. In Niederau und Reith liegt die Talstation eines eigenen Bergs.

Geschichte und Besonderes

Bis 2012 waren Alpbachtal und Wildschönau zwei getrennte Skigebiete. Am 7. Dezember 2012 ging die Verbindungsbahn in Betrieb, mit einem gemeinsamen Pass und dem Namen „Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau“.

Die Hornbahn 2000 und der Aussichtsturm „Top of Alpbachtal“ sind jüngere Ergänzungen, ebenso der Alpbachtaler Lauser-Sauser. Die Wildschönau besteht aus den vier Kirchdörfern Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach.

Tipps und Kompromisse

  • Verbindungsbahn und Saisonstart: Zum Start am 4. Dezember läuft die Verbindungsbahn noch nicht, sie folgt Mitte Dezember. Wer beide Täler in einem Tag fahren will, plant die Reise danach.
  • Markbachjoch separat: Es ist ein eigener Berg mit eigener Talstation. Plan dafür einen eigenen Skitag oder nimm den Skibus.
  • Abendkarte für den Nachtski: In Reith gibt es dafür eine eigene Abendkarte.
  • Kompromiss Höhe: Das Gebiet endet bei rund 2.030 Metern. Wer Gletscher sucht, findet sie im Zillertal.
  • Kompromiss Schwarz: Mit 13 Kilometern schwerer Pisten ist das Gebiet für Steilhang-Fahrer schnell abgefahren, dafür gibt es Skirouten und Freeride-Gelände rund um die Hornbahn 2000.
  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Ausrüstung abstimmen: Auf breiten, gepflegten Pisten kommt es auf Fahrtyp, Ski und Schuh an. Unsere Kaufberatung für Ski hilft bei der Auswahl.

Fazit

Das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau ist ein weites Gebiet mit vielen leichten und mittleren Pisten, zwei Tälern mit eigenem Charakter und einer Verbindungsbahn, die beides zusammenhält. Für Familien und Genussfahrer passt es gut: Kinderbereiche an fast jedem Berg, Hütten mit Tiroler Küche und Nachtski an zwei Orten. Sportliche finden 13 Kilometer schwere Pisten und 16 Kilometer Skirouten, Gletscher gibt es im Zillertal. Mit dem Markbachjoch und dem Reither Kogel gehören zwei weitere Berge zum Pass.

Stand: November 2026.