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SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental: 275 Pistenkilometer in acht Orten

Zwei Gondeln der SkiWelt über den Häusern von Ellmau, dahinter die Felsen des Kaisergebirges
Foto: Jan Beránek, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Über Ellmau, Going, Scheffau und Söll ragt im Norden der Wilde Kaiser auf, ein Felsmassiv, das den Dörfern seine Kulisse gibt. Im Süden und Westen liegen die verschneiten Kämme der Kitzbüheler Alpen, dazwischen das Brixental mit seinen Orten. Dieses Gebiet hat keine Mitte. Es hat acht Orte, von denen aus du in den Berg einsteigst, und auf der Hohen Salve, einem Aussichtsberg auf rund 1.830 Metern, reicht der Blick an klaren Tagen bis zu Großglockner und Großvenediger. Rund 70 Dreitausender stehen im Panorama.

Die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental ist ein weites Gebiet mit rund 275 Pistenkilometern und 81 Anlagen. Etwa 42 Prozent der Pisten sind leicht und 44 Prozent mittelschwer. Dazu kommen rund 80 bewirtschaftete Hütten, drei Funparks, Nachtski in Söll und eine Verbindung nach Kitzbühel. Im Winter 2026/27 hat die Gondel von Söll auf die Hohe Salve neue Kabinen, und die Saison beginnt am 5. Dezember.

Das Gebiet im Überblick

Acht Orte, ein Gebiet

Zur SkiWelt gehören acht Orte, die jeweils einen eigenen Zugang zu den Pisten haben. Auf der Seite des Wilden Kaisers sind das Söll, Scheffau, Ellmau und Going, im Brixental Itter, Hopfgarten, Westendorf und Brixen im Thale. Du kannst in jedem dieser Orte einsteigen und über die Talabfahrten dorthin zurückfahren. Das ist die Stärke des Gebiets, und es ist der Grund, warum du vor dem ersten Skitag klären solltest, wo du hinwillst.

Hoch hinaus geht es nicht. Der höchste Punkt liegt knapp unter 1.900 Metern, die Bergstation der Hartkaiserbahn bei Ellmau auf rund 1.550 Metern, die Hohe Salve auf rund 1.830 Metern. Statt Höhe bietet das Gebiet Fläche: weite Hänge und rund 20 Talabfahrten, die in die Dörfer zurückführen.

Zwei Berge, zwei Seiten

Auf der Kaiser-Seite ist der Hartkaiser der Hausberg von Ellmau. Die Hartkaiserbahn trägt dich aus dem Ort auf rund 1.550 Meter, und oben steht der Wilde Kaiser unmittelbar vor dir. Auf der Brixentaler Seite dominiert die Hohe Salve. Zwei Gondeln erschließen sie, eine von Söll und eine von Hopfgarten, und an klaren Tagen siehst du von oben die Hohen Tauern, die Zillertaler Alpen und den Wilden Kaiser im Norden. Dazwischen laufen Pisten und Talabfahrten, die beide Seiten verbinden.

Ein Tag in der SkiWelt

Am Morgen fährst du mit der Gondel aus dem Ort, und die ersten Schwünge ziehst du auf frisch präparierten Pisten. Gegen Mittag kehrst du ein, in einer Stube mit Kamin oder auf einer Terrasse mit Blick zum Kaiser. Am Nachmittag bleibt Zeit für eine lange Talabfahrt, und wer will, fährt abends in Söll unter Flutlicht weiter oder setzt sich auf den Schlitten. Das Gebiet gibt dir diesen Rhythmus vor, ohne ihn zu erzwingen.

Die Zahlen

Rund 275 Pistenkilometer verteilen sich so: etwa 115 Kilometer leicht, 121 Kilometer mittelschwer, schwarz nur rund 10 Kilometer. Dazu kommen 29 Kilometer Skirouten. Mehr als 220 Kilometer lassen sich beschneien. Das Gebiet ist deshalb eher etwas für Carver, Familien und Genussfahrer als für Steilhang-Jäger.

Verbindung nach Kitzbühel

Von Westendorf aus führt die Ki-West-Abfahrt hinunter, mehr als vier Kilometer lang. Unten bringt dich ein kostenloser Skibus in rund drei Minuten zur Pengelstein-Bahn von KitzSki. Aus dieser Verbindung ist die KitzSkiWelt Tour entstanden: bis zu 88 Pistenkilometer und mehr als 17.000 Höhenmeter an einem Tag, durch beide Gebiete. Dafür gibt es eigene Tageskarten, die beide Gebiete einschließen. Das Nachbargebiet stellt unser Porträt von Kitzbühel und KitzSki vor.

Lifte und Anlagen

Gondeln als Rückgrat

Das Gebiet erschließen 81 Anlagen: Gondeln, Sesselbahnen, Schlepplifte und Förderbänder. Die Gondeln sind die Zubringer aus den Orten.

In Brixen im Thale fährt die 8er-SkiWeltbahn auf 3.410 Metern Länge zum Berg. Sie wurde 2008 eröffnet. In Scheffau trägt die Brandstadlbahn rund 3,3 Kilometer weit hinauf, in Westendorf die KiWest-Bahn rund 3 Kilometer. Ellmau hat die Hartkaiserbahn, eine 10er-Gondel, die 2015 eine Standseilbahn ersetzt hat und dich zur Bergstation auf rund 1.550 Metern bringt. In Itter fährt die Salvistabahn, in Söll die Hexenwasser-Bahn nach Hochsöll, beide 10er-Gondeln seit 2020/21. Auf den Gipfel der Hohen Salve fährt sowohl von Söll als auch von Hopfgarten aus eine Gondel.

Neu im Winter 2026/27

Neu sind die Kabinen der roten 8er-Gondel von Söll auf die Hohe Salve. Sie wurden komplett ersetzt, die bestehende Anlage bleibt. Du steigst stufenlos ein, die Fenster sind groß, jede Kabine trägt ein Tierkreiszeichen. Die Bergbahn Söll hat dafür rund 3,3 Millionen € investiert. Die alten Kabinen liefen seit dem Jahr 2000.

In den vergangenen Wintern hatte das Gebiet bereits nachgelegt: 2024/25 kam in Scheffau die Eibergbahn dazu, eine 8er-Sesselbahn mit Sitzheizung, und 2025/26 wurde der Übungsbereich an der Söller Talstation erweitert, mit einem weiteren Förderband und einer Tubingbahn.

Die SkiWelt Tour

Wer das Gebiet in einer Runde erleben will, folgt der SkiWelt Tour. Sie führt in einer Richtung rund 69 Kilometer weit mit 34 Liften, in der Gegenrichtung rund 84 Kilometer mit 37 Liften. Start und Ziel hast du in jedem Ort.

Pisten nach Können

Anfänger

Die Übungsgelände liegen verteilt. In Ellmau bringt dich die Hartkaiserbahn zu Ellmi's Zauberteppichen auf rund 1.550 Metern. In Söll liegt die Hexenwiese direkt an der Talstation, in Hochsöll das Hexen-Kinderland. In Scheffau wartet das KinderKaiserland an der Bergstation Brandstadl auf rund 1.650 Metern. Der Schnupperkurs dort beginnt schon mit zwei Jahren.

Sobald die ersten Kurven sitzen, helfen die vielen blauen Pisten weiter. Weil mehr als 40 Prozent des Gebiets leicht sind, musst du dich als Einsteiger nicht an einen einzigen Hang klammern.

Mittelstufe und Genussfahrer

Auf der blauen und roten Hälfte spielt das Gebiet seine Stärken aus. Die Pisten sind breit, die Hänge ziehen sich in langen Schwüngen zu Tal, und die rund 20 Talabfahrten laufen in alle acht Orte, nach Ellmau, Brixen im Thale, Söll, Scheffau, Going, Itter, Hopfgarten und Westendorf. Am Ende des Tages fährst du so aus dem Licht der Hänge hinunter in die Dörfer.

Sportliche und schwarze Pisten

Schwarze Pisten gibt es nur rund 10 Kilometer. Die schwarze Piste an der Choralpe bei Westendorf trägt die Nummer 112 und hat bis zu 80 Prozent Gefälle. Dazu kommen 29 Kilometer Skirouten, markierte Strecken ohne Präparierung.

Früh aufstehen lohnt: In Westendorf und Brixen im Thale beginnt der Skitag an Freitagen und Samstagen vom 12. Februar bis 29. März 2027 schon um 7:30 Uhr, mit frisch präparierten Pisten, bevor die normalen Betriebszeiten anfangen.

Freestyle

Das Gebiet hat drei Funparks, dazu Ski-Movie-Strecken und eine Tempomessstrecke. Der Kaiserpark in Ellmau liegt am Tanzboden und hat mehrere Linien. In Westendorf gibt es den Big Playground am Gampenkogel-Lift und einen Mini Playground. In Söll lockt die Funarea Hans im Glück, ein Skiparcours, der abends beleuchtet ist.

Nachtski

Söll hat rund 10 Kilometer Flutlichtpisten. Du fährst abends, von Ende Dezember bis Mitte März, mittwochs bis samstags. Zwischen 17:30 und 18:30 Uhr sind die Pisten gesperrt, damit sie für den Abend präpariert werden. Nach der Abfahrt wartet die Hexenalm an der Talstation.

Skitouren

Pistenskitouren sind auf den Pisten der SkiWelt nur während der Betriebszeiten und bei Tageslicht erlaubt, und zwar am Pistenrand und hintereinander. Nachts werden die Pisten präpariert, deshalb bleiben sie dann für Tourengeher tabu. Einsteiger finden Grundlagen im Beitrag Skitouren für Einsteiger.

Skischulen und Kinder

Die Skischulen

In allen acht Orten gibt es mindestens eine Skischule. Du buchst am besten dort, wo du wohnst. In Brixen im Thale unterrichten die Skischule Brixen und die Skischule Aktiv, in Ellmau die Top Skischule Ellmau, die Skischule Hartkaiser und Freaks on Snow, die Snowboard anbietet. In Hopfgarten sind es die Skischule Hopfgarten und die Skischule Alpin, in Going die Schischule Going, in Söll die Skischule Söll-Hochsöll. In Scheffau arbeiten die Ski- und Rennschule Ingrid Salvenmoser, die Ski- und Snowboardschule Scheffau und die Skischule Kaiserland Scheffau, die im KinderKaiserland unterrichtet. Westendorf hat die Skischule Westendorf, die Schneesportschule Alpin, die Skischule Top und Snowsports.

Viele Schulen nehmen Kinder ab drei Jahren, im KinderKaiserland beginnt ein Schnupperkurs schon ab zwei. Preise, Sprachen und Treffpunkte klärst du direkt mit der Schule.

Kinderländer und Kids Clubs

Für die Kleinen gibt es mehrere eigene Welten. In Ellmau liegt Ellmi's Zauberwelt an der Bergstation der Hartkaiserbahn, mit Zauberteppichen und einem Kids Club. In Scheffau betreuen die Schneepiraten Kinder an der Bergstation Brandstadl. In Hopfgarten sitzt der Kids Club Hohe Salve direkt an der Talstation der Salvenbahn, in Bahnhofsnähe.

Kinder ab Jahrgang 2021 fahren mit dem Skipass kostenlos, die Jahrgänge 2011 bis 2020 zahlen den Kindertarif. Mehr dazu im Abschnitt Skipass.

Hüttenkultur und Einkehr

Rund 80 bewirtschaftete Hütten liegen im Gebiet, vom großen Selbstbedienungsbuffet bis zur Stube mit offenem Kamin. Hier sind die Häuser, die du am Berg findest.

Am Berg

Auf dem Gipfel der Hohen Salve liegt die Gipfelalm mit der Umadum Stubn, einer Panoramaterrasse, die sich dreht, sodass du bei einem Kaffee den ganzen Rundblick bekommst. Es gibt regionale Küche und Frühstück. Daneben steht das Wallfahrtskirchlein des Gipfels.

An der Bergstation der Hartkaiserbahn steht das Panoramarestaurant Bergkaiser: ein Selbstbedienungsbuffet hinter einer Glasfassade mit Blick zum Wilden Kaiser, dazu eine Sonnenterrasse. Hier landen Familien und alle, die schnell und unkompliziert satt werden wollen.

Auf halber Höhe und an den Abfahrten

An der Hartkaiser-Talabfahrt liegt die Rübezahl-Alm, 1778 erbaut und ursprünglich ein Kuhstall, heute ein Familienbetrieb mit großer Terrasse und Blick zum Wilden Kaiser.

Oberhalb von Scheffau, am Osthang, steht die Tanzbodenalm mit Tischservice, einer Stube mit offenem Kamin, einer Sonnenterrasse sowie Kuchen aus der eigenen Backstube. Frühstück auf der Hütte gibt es ebenfalls.

In Itter liegt die KRAFTalm an der Mittelstation der Salvistabahn auf rund 1.355 Metern, mit regionaler Küche und Frühstück nach Reservierung. Die Stoagrub'n Hütte in Hopfgarten steht an der Bergstation der Schernthannbahn auf rund 1.535 Metern, mit Kamin und Terrasse, und lädt immer wieder zu Après-Ski-Abenden ein.

In Söll liegt die Stöcklalm bei Hochsöll auf rund 1.130 Metern. Der Gasthof bäckt Brot im eigenen Ofen, verkauft Produkte vom eigenen Hof und ist im Winter ein Treffpunkt für Hüttenabende.

Frühstück am Berg

Einige Hütten öffnen schon früh. Die Gipfelalm auf der Hohen Salve, die KRAFTalm in Itter und die Tanzbodenalm in Scheffau servieren ein Frühstück am Berg. Wer früh startet, isst dort oben, statt im Hotel.

Welche Hütte wofür?

  • Schnell und unkompliziert: Bergkaiser am Hartkaiser.
  • Mit Tischservice und regionaler Küche: Tanzbodenalm, Rübezahl-Alm, KRAFTalm.
  • Mit Aussicht: Gipfelalm Hohe Salve.
  • Für den Abend: Stöcklalm, Stoagrub'n Hütte und die Hexenalm in Söll.
  • Mit Kindern: Bergkaiser an der Bergstation, an der auch Ellmi's Kids Club liegt.

Après-Ski und Abend

Der Abend in der SkiWelt verteilt sich auf mehrere Orte. In Söll gibt es nach dem Skitag die Hexenalm an der Talstation, und die Stöcklalm bei Hochsöll bietet im Winter Hüttenabende. In Hopfgarten finden auf der Stoagrub'n Hütte Après-Ski-Events statt.

Wer abends noch fahren will, hat dafür Nachtski in Söll und die beleuchteten Rodelbahnen.

Abseits der Piste

Rodeln

Drei beleuchtete Rodelbahnen führen durchs Gebiet. Die Mondrodelbahn in Hochsöll ist rund 4 Kilometer lang und leicht, die Hexenwasser-Gondel bringt dich und den Schlitten von Söll nach oben. In Going ist die Astberg-Rodelbahn abends beleuchtet, mittwochs bis samstags, mit der Astbergbahn als Lift.

Kaiserbad, Winterwandern und Alpeniglu

In Ellmau liegt das Kaiserbad, ein Hallenbad mit Sauna und ein guter Gegenpol zu einem Tag bei schlechtem Wetter. Ein Winterwanderweg führt zur Rübezahl-Alm. Langlaufloipen gibt es zwischen Söll, Going, Scheffau und Ellmau. In Brixen im Thale liegt bei Hochbrixen das Alpeniglu-Dorf, eine Eiskunst-Ausstellung am Berg.

Ellmau ist außerdem Drehort der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“, wer die Serie kennt, findet im Ort bekannte Kulissen wieder.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Saison beginnt am 5. Dezember 2026, bei Schnee auch früher. Sie endet am 29. März 2027, dem Ostermontag. In Ellmau läuft das Gebiet noch bis zum 4. April 2027 weiter. Der Skipass hat zwei Preisperioden: Die Hauptsaison geht vom 19. Dezember 2026 bis 12. März 2027, davor und danach ist die Karte günstiger.

Karte (Hauptsaison 2026/27) Preis
Tageskarte Erwachsene 79,50 €
Tageskarte Kinder (Jahrgänge 2011 bis 2020) 40 €
2 Tage Erwachsene 157,50 €
3 Tage Erwachsene 230 €
5 Tage Erwachsene 360,50 €
7 Tage Erwachsene 458,50 €

Kinder ab Jahrgang 2021 fahren kostenlos. In den Familien-Skiwochen, vom 5. bis 18. Dezember 2026 und vom 13. bis 29. März 2027, fahren Kinder bis 15 Jahre bei einer Elternkarte ab drei Tagen an den Aktionstagen gratis. Die Gratiskarten gibt es an der Bergbahnkasse gegen Nachweis.

Der SkiWelt-Skipass gilt für die SkiWelt. Für Kitzbühel kommt eine Karte dazu, die beide Gebiete einschließt. Die SuperSkiCard Salzburg und Kitzbüheler Alpen gilt in 23 Skiregionen, darunter die SkiWelt und der Skicircus Saalbach Hinterglemm, und lohnt sich, wenn du in einer Woche mehrere Gebiete besuchst.

Preise und Termine ändern sich: Prüf vor der Buchung auf den Seiten der Bergbahnen, welcher Preis für dein Datum gilt.

Anreise, Parken, Skibusse

Mit dem Auto: Über die A12, die Inntalautobahn, kommst du aus München, aus Italien und aus der Schweiz. Für Söll, Scheffau, Ellmau und Going nimmst du die Ausfahrt Kufstein Süd, für das Brixental die Ausfahrt Wörgl Ost. An den Talstationen gibt es Parkplätze, in der Regel kostenlos mit gültiger Bergbahnkarte. In Hopfgarten steht ein Parkhaus an der Talstation, das Übernachtparken dort kostet extra.

Mit der Bahn: Hopfgarten, Westendorf und Brixen im Thale haben eigene Bahnhöfe, in Hopfgarten liegt der Bahnhof unmittelbar an der Bergbahn. Für Söll, Scheffau, Ellmau, Going und Itter steigst du in Wörgl, Kufstein oder St. Johann in Tirol um und fährst mit dem Bus weiter.

Mit dem Flugzeug: Die nächsten größeren Flughäfen sind Innsbruck, Salzburg und München. Mehr zu Innsbruck und der Region steht im Überblick über die Skigebiete rund um Innsbruck.

Vor Ort: Zwischen den Orten verkehren kostenlose Skibusse. Mit der Wilder Kaiser GästeCard, die Gäste in Going, Ellmau, Scheffau und Söll bekommen, fährst du auch mit den Regionalbussen.

Wo du wohnst

Die Wahl des Ortes bestimmt, womit du morgens in den Skitag startest.

Söll hat die Hexenwasser-Bahn und die Hohe-Salve-Gondel, die Hexenwiese an der Talstation, Nachtski und die Mondrodelbahn.

Scheffau startet mit der Brandstadlbahn und bringt dich zum KinderKaiserland und zur Tanzbodenalm.

Ellmau liegt am Fuß des Wilden Kaisers und hat die Hartkaiserbahn, den Bergkaiser, das Kaiserbad und mehrere Skischulen.

Going hat mit der Astbergbahn einen eigenen Zugang und die beleuchtete Rodelbahn.

Brixen im Thale ist der Ort der 3,4 Kilometer langen SkiWeltbahn und des Early-Bird-Skifahrens.

Hopfgarten hat den Bahnhof an der Bergbahn, den Kids Club und das Parkhaus.

Itter hat die Salvistabahn, Westendorf die Alpenrosenbahn, die KiWest-Bahn und den Weg nach Kitzbühel.

Geschichte und Besonderes

Die Westendorfer Bergbahnen wurden 1946 gegründet, 2026 feiern sie ihr 80-jähriges Bestehen. Aus mehreren Orten und Bergbahnunternehmen ist über die Jahrzehnte ein gemeinsames Gebiet mit einem gemeinsamen Skipass geworden. In den vergangenen Jahren erneuerten die Bahnen vor allem ihre Zubringer: 2008 die SkiWeltbahn in Brixen, 2015 die Hartkaiserbahn, 2019/20 die Zinsberg-Kombibahn und die Fleidingbahn, 2020/21 die Salvistabahn und die Hexenwasser-Bahn.

Auf der Hohen Salve steht ein altes Wallfahrtskirchlein am Gipfel, und nördlich davon erhebt sich der Wilde Kaiser, die Kulisse, die die Orte der Region verbindet.

Tipps und Kompromisse

  • Ort passend wählen: Familien mit kleinen Kindern finden Kinderländer in Scheffau, Ellmau und Söll. Wer abends fahren will, wohnt in Söll, wer mit dem Zug anreist, in Hopfgarten, Westendorf oder Brixen im Thale.
  • Heimweg planen: Die Talabfahrten führen in alle acht Orte. Plane die letzte Fahrt über die Talabfahrt deines Ortes.
  • Früh aufstehen: Am Freitag und Samstag fahren Westendorf und Brixen ab dem 12. Februar schon ab 7:30 Uhr, die Pisten sind frisch präpariert.
  • Karte bewusst wählen: Wer nur die SkiWelt fährt, braucht die SkiWelt-Karte. Wer Kitzbühel dazunimmt, kauft eine Karte für beide Gebiete.
  • Auf Ostern achten: Die SkiWelt schließt am 29. März 2027, nur in Ellmau geht es bis zum 4. April 2027 weiter.
  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Kompromiss Höhe: Das Gebiet liegt unter 1.900 Metern. Wer Gletscher und hohe Lage sucht, findet sie im Zillertal.
  • Kompromiss Schwarz: Mit rund 10 Kilometern schwarzer Pisten ist das Gebiet für Steilhang-Fahrer schnell abgefahren.
  • Ausrüstung abstimmen: Auf breiten, gepflegten Pisten kommt es auf Fahrtyp, Ski und Schuh an. Unsere Kaufberatung für Ski hilft bei der Auswahl.

Fazit

Die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental ist ein weites, verbundenes Gebiet mit vielen blauen und roten Pisten und acht Einstiegsorten. Für Familien, Genussfahrer und Wiedereinsteiger passt es gut. Sportliche finden nur rund 10 Kilometer schwarze Pisten, dafür 29 Kilometer Skirouten und die Choralpe mit bis zu 80 Prozent Gefälle. Mit Nachtski in Söll, der Gipfelalm auf der Hohen Salve und der Verbindung nach Kitzbühel hat das Gebiet mehr zu bieten als reine Pistenkilometer.

Stand: November 2026.