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Serlesbahnen Mieders: Familienskigebiet im Stubaital mit 5,7 km Pisten

Talstation der Serlesbahnen vor einer felsigen Bergkulisse im Sommer
Foto: SchiDD, CC BY-SA 4.0, zugeschnitten

Am Eingang des Stubaitals, wo die Straße von der Brennerautobahn ins Tal biegt, steigt hinter Mieders der Miederer Berg an. Die Gondel startet am Ortsrand und bringt dich zum Koppeneck auf rund 1.600 Metern. Oben stehen ein Gasthaus mit Sonnenterrasse, ein paar Schlepplifte und breite, sanft geneigte Pisten, von denen eine bis zurück ins Dorf läuft. Über allem steht der Serles, nach dem das Gebiet heißt.

Die Serlesbahnen sind kein Gebiet für Kilometerjäger. Mit 5,7 Pistenkilometern, ohne schwarze Hänge und mit breiten Pisten sind sie ein Ort für Familien, für Anfänger und für alle, die einen entspannten Skitag suchen. Dazu gehören ein eigenes Kinderland an der Talstation, zwei Einkehrmöglichkeiten am Berg und eine sechs Kilometer lange Rodelbahn. Wer mehr Fläche sucht, kombiniert die Serlesbahnen im Stubaital mit den drei anderen Gebieten.

Das Gebiet im Überblick

Ein kleiner Berg am Talanfang

Die Talstation der Serlesbahnen liegt am Ortsrand von Mieders, Waldrasterweg 1. Von dort führt die Gondelbahn zur Bergstation beim Koppeneck. Das Gebiet reicht von knapp 960 Metern im Tal bis auf rund 1.700 Meter. Die Hänge sind breit und sanft geneigt. Die Talabfahrt bringt dich bis zur Talstation zurück, du fährst also nicht nur nach oben, sondern am Ende des Tages auch wieder ins Dorf.

Die Zahlen

Das Gebiet hat 5,7 Pistenkilometer. Etwa die Hälfte davon ist leicht, die andere Hälfte mittelschwer, schwarze Pisten gibt es nicht. Dazu kommen fünf Anlagen: die Gondelbahn, drei Schlepplifte (Ochsenhütte, Waldrasteck und Lärchenlift) und im Kinderland ein Zauberteppich. Die Bahnen laufen in der Regel von 9 bis 16 Uhr, die genauen Zeiten stehen auf der Website des Gebiets.

Mieders und die anderen Stubaier Gebiete

Das Stubaital hat vier Skigebiete: die Serlesbahnen in Mieders, Schlick 2000 in Fulpmes, die Elferbahnen in Neustift und den Stubaier Gletscher am Talschluss. Jedes hat eigene Bahnen und eine eigene Tageskarte. Die Serlesbahnen liegen gleich am Talanfang, noch vor Fulpmes und Neustift.

Ein Skitag an den Serlesbahnen

Die Gondel fährt ab 9 Uhr. Mit Kindern gehst du zuerst ins Kinderland an der Talstation, die Älteren fahren hinauf zum Koppeneck und nehmen sich die Pisten vor, die von dort ausgehen. Zur Mittagspause bieten sich das Koppeneck neben der Bergstation oder die Ochsenhütte direkt an der Piste an. Am Nachmittag fährst du die Talabfahrt bis zur Talstation, bevor um 16 Uhr die letzte Bergfahrt ansteht.

Lifte und Anlagen

Gondel und Schlepplifte

Die Gondelbahn ist der Hauptzugang. Sie startet an der Talstation in Mieders und endet bei der Bergstation Koppeneck auf rund 1.600 Metern. Auch die Rodelbahn beginnt an der Bergstation, hinauf geht es nur mit der Gondel.

Drei Schlepplifte ergänzen die Gondel. Der Lift an der Ochsenhütte führt direkt neben der Hütte hinauf, dazu kommt der Lift am Waldrasteck. Der Lärchenlift an der Talstation hat eine eigene Tageskarte und eignet sich für die ersten Abfahrten.

Betriebszeiten

Die Anlagen laufen in der Saison 2026/27 in der Regel von 9 bis 16 Uhr. Die letzte Bergfahrt ist um 16 Uhr. Ferien, Wochentage und Wetter können die Zeiten verändern, aktuelle Angaben und die Öffnung der einzelnen Lifte stehen auf der Website des Gebiets.

Pisten nach Können

Die Serlesbahnen sind ein Gebiet mit klarem Schwerpunkt: leicht und mittelschwer, ohne schwarze Abfahrten. Die Pisten sind breit, und weil sich das Gebiet auf einen einzelnen Berg beschränkt, ist die Orientierung einfach.

Anfänger und Familien

Das Herzstück ist das Kinderland an der Talstation, dazu kommen der Lärchenlift und die leichten Abfahrten. Wer die ersten Schwünge hinter sich hat, findet auf den leichten Pisten Platz zum Üben. Auch Erwachsene, die nach langer Pause wieder auf Ski stehen, kommen hier ohne Druck in Schwung.

Genussfahrer

Die mittelschweren Pisten und die Talabfahrt bis nach Mieders reichen für einen entspannten Tag. Wer danach mehr Abwechslung will, wechselt in ein anderes Stubaier Gebiet.

Sportliche und Freeride

Für sportliche Fahrer ist das Gebiet zu klein: schwarze Pisten gibt es nicht. Wer mehr will, nimmt die Gondel als Zugang für Skitouren, Informationen dazu stehen auf der Website des Gebiets. Das Gelände abseits der Pisten verlangt Erfahrung, Kenntnis der Lawinenlage und die richtige Ausrüstung: Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde gehören in den Rucksack, und wer das Gelände nicht kennt, geht mit einem Bergführer. Eine Einführung findest du im Guide zu Skitouren für Einsteiger.

Skischule und Kinder

Skischulen

Im Gebiet gibt es Kinderkurse von Skischulen aus dem Stubaital. Termine und Buchung laufen über die jeweilige Skischule.

King Serli's Kinderland

Das Kinderland trägt den Namen King Serli's Kinderland und liegt direkt an der Talstation. Es ist ein geschützter Übungsbereich, in dem Kinder mit dem Zauberteppich die ersten Meter auf Ski machen. Wenn die Kleinen sicher stehen, geht es zum Lärchenlift und weiter auf die leichten Pisten.

Hüttenkultur und Einkehr

Am Berg gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten:

  • Das Koppeneck steht auf rund 1.600 Metern neben der Bergstation. Du erreichst es direkt mit der Gondel, es hat eine Sonnenterrasse und ist zu den Betriebszeiten der Lifte geöffnet.
  • Die Ochsenhütte auf etwa 1.580 Metern liegt direkt an der Piste am Ochsenlift. Das Holzhaus wurde 2013 gebaut, hat eine Terrasse und eine regionale Küche, Hunde sind erlaubt. Bezahlt wird bar. Von der Bergstation sind es zu Fuß rund 15 Minuten.

Wer zu Fuß weitergeht, kommt zum Kloster Maria Waldrast, einem Wallfahrtsort, der zu Fuß oder mit der Rodel zu erreichen ist.

Welche Hütte wofür?

  • Für die schnelle Pause: Koppeneck, direkt bei der Gondel.
  • Für die Pause an der Piste: Ochsenhütte am Ochsenlift.
  • Für einen Ausflug: Kloster Maria Waldrast, zu Fuß oder mit der Rodel.

Rodeln

Die Rodelbahn Mieders ist sechs Kilometer lang, mittelschwer und beginnt an der Bergstation. Zurück ins Tal geht es auf der Rodel, hinauf nur mit der Gondel. Rodel kannst du an der Talstation leihen.

Zwei weitere Rodelbahnen im Gebiet führen von Maria Waldrast nach Matrei (4 Kilometer) und von Gleins nach Schönberg (2,6 Kilometer). Abends rodeln kannst du im Stubaital bei Schlick 2000, dort gibt es im Winter abends Nachtrodeln.

Abseits der Piste

Das Gebiet lässt sich im Winter auch ohne Ski nutzen. Es gibt Winterwanderwege, unter anderem zur Ochsenhütte, nach Maria Waldrast und nach Gleins, dazu Schneeschuhrouten. Für Langläufer ziehen sich drei Loipen durch das Gebiet: eine Anfängerrunde mit 5 Kilometern, die Serlesrunde mit 14 Kilometern und die Kasernenrunde mit 10 Kilometern. Weitere Winterangebote im Tal, etwa Eislaufen und das Erlebnisbad in Fulpmes, stehen im Porträt des Stubaier Gletschers.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Saison beginnt am 12. Dezember 2026 und läuft bis 14. März 2027. Die Tageskarte für Erwachsene kostet ab 9 Uhr 49,50 €, ab 14 Uhr 29,50 €. Kinder der Jahrgänge 2008 bis 2012 zahlen 27,00 € ab 9 Uhr und 16,50 € ab 14 Uhr. Für den Lärchenlift allein gibt es eine eigene Tageskarte für 26,50 €. Preise und Termine ändern sich, prüf sie vor der Buchung beim Betreiber.

Wer mehrere Tage im Tal fährt, nimmt den Stubai Skipass. Er gilt ab vier Tagen in allen vier Stubaier Gebieten, also an den Serlesbahnen, in Schlick 2000, an den Elferbahnen und am Stubaier Gletscher. Auch der Ski plus City Pass gilt an den Serlesbahnen, Preise und Bedingungen stehen im Innsbruck-Überblick.

Anreise, Parken, Skibusse

Mit dem Auto

Du fährst auf der A13 Richtung Brenner, aus Süden kommst du über den Brenner. Du verlässt die Autobahn an der Ausfahrt Schönberg im Stubaital (Ausfahrt 13) und biegst nach rechts ins Stubaital. In Mieders geht es links in die Dorfstraße, die Talstation liegt fast am Ortsende links.

Mit dem Bus

Ab dem Innsbrucker Hauptbahnhof fahren die Buslinien 590 bis 593 durch das Stubaital, die Linie 590 verbindet Innsbruck direkt mit Mieders. Die Haltestelle „Mieders, Serlesbahnen“ liegt direkt unterhalb der Talstation. So lässt sich ein Skitag an den Serlesbahnen leicht ohne Auto planen.

Wo du wohnst

Mieders liegt direkt unter dem Gebiet: Die Talstation steht am Ortsrand. Wer mehrere Gebiete im Tal fahren will, wohnt weiter taleinwärts, in Fulpmes bei Schlick 2000 oder in Neustift bei den Elferbahnen und auf dem Weg zum Stubaier Gletscher. Wer Stadt und Berg mischen will, bleibt in Innsbruck und fährt mit dem Bus 590 ins Tal.

Tipps und Kompromisse

  • Kinder zuerst: Das Kinderland liegt direkt an der Talstation, du brauchst dafür keine Gondelfahrt.
  • Mehrere Tage: Ab vier Tagen lohnt der Stubai Skipass, der alle vier Gebiete im Tal einschließt.
  • Kurze Wege: Gondel, Kinderland und Talabfahrt liegen nah beieinander. Zum Rodeln und zu Fuß lässt sich der Tag verlängern.
  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Kompromiss Größe: Mit 5,7 Pistenkilometern sind die Serlesbahnen ein Gebiet für einen Tag oder einen halben. Wer mehr Fläche sucht, fährt zu Schlick 2000 oder zum Stubaier Gletscher.
  • Kompromiss Schwarz: Schwarze Pisten gibt es nicht.
  • Kompromiss Abend: Die Bahnen laufen bis 16 Uhr. Wer abends rodeln will, fährt nach Schlick 2000.
  • Alle Gebiete im Vergleich: Das Verzeichnis Skigebiete in Tirol stellt die Gebiete nebeneinander.

Fazit

Die Serlesbahnen sind ein kleines Familiengebiet am Eingang des Stubaitals: 5,7 Pistenkilometer zwischen knapp 960 und rund 1.700 Metern, leicht und mittelschwer, mit Gondel, Kinderland, zwei Einkehrmöglichkeiten und einer sechs Kilometer langen Rodelbahn. Von Innsbruck kommst du mit dem Bus 590 direkt zur Talstation, und mit dem Stubai Skipass ab vier Tagen öffnen sich bei Bedarf die anderen drei Gebiete des Tals. Wer breite Pisten und kurze Wege sucht, ist hier richtig. Wer viele Kilometer oder schwarze Abfahrten erwartet, schaut sich besser anderswo um.

Stand: November 2026.