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Hoch-Imst: Familienskigebiet über Imst mit rund 9 km Pisten

Almgebäude und Fahrweg im Sommer mit Blick in ein Tal und auf Berge unter Wolken
Foto: Haeferl, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Zwei Gondeln heben dich aus den Wiesen oberhalb von Imst hinauf, erst zur Untermarkter Alm, dann weiter zum Alpjoch. Unten liegt das Inntal mit Imst, oben stehen die Kabinen an einer Bergstation auf 2.100 Metern. Dazwischen liegt ein überschaubarer Berghang: keine Linien, die sich in Täler verlieren, sondern ein Hang, den du nach dem ersten Vormittag kennst.

Hoch-Imst ist ein kleines Gebiet mit rund 9 Kilometern Pisten, vier Anlagen und einem Programm, das sich an Familien richtet. Es gibt eine große, flache Übungswiese direkt an der Talstation, zwei Naturrodelbahnen, einen Alpine Coaster und eine Skischule, die ihre Kurse gleich nebenan abhält. Die Saison beginnt am 19. Dezember 2026 und endet am 14. März 2027.

Das Gebiet im Überblick

Ein Hang über der Stadt

Die Talstation liegt in Hoch-Imst, wenige Kilometer vom Zentrum von Imst entfernt. Von dort führt die UAlm-Bahn zur Mittelstation an der Untermarkter Alm, die Alpjoch-Bahn setzt die Fahrt zum Alpjoch fort. Beide sind Zehner-Gondeln und seit Dezember 2021 in Betrieb. Der Einstieg ist stufenlos, der Wechsel zwischen den beiden Bahnen im Stationsgebäude ebenfalls, Kinderwagen und Rodel fahren mit.

Das Gebiet reicht von rund 1.000 bis 2.100 Metern. Die Pisten lassen sich beschneien, wie viel du davon fährst, hängt aber trotzdem von der Schneelage ab: Die Bahnen fahren schneeabhängig, und die Betriebszeiten können sich ändern.

Ein Berg für Familien und Genießer

Hoch-Imst setzt auf Ruhe und kurze Wege. Wer mit kleinen Kindern kommt, hat die Übungswiese an der Talstation und ist in wenigen Minuten bei der Skischule und am Kinderland. Wer schon sicher fährt, nimmt die Gondeln hinauf zum Alpjoch und findet dort Abfahrten, die überwiegend leicht bis mittelschwer sind. Eine schwarze Piste gibt es auch: „Pratz Bäume“ hat bis zu 60 Prozent Gefälle und ist nur für geübte Skifahrer.

Ein Tag in Hoch-Imst

Die Bahnen fahren ab 9 Uhr. Wer mit Kindern kommt, beginnt auf der Übungswiese, bis die Kurse starten. Danach geht es mit der UAlm-Bahn hinauf zur Mittelstation, vormittags auf die Pisten, mittags auf die Terrasse der UAlm, und am Nachmittag mit der Alpjoch-Bahn noch einmal ganz hinauf. Wer nicht Ski fährt, rodelt, fährt Coaster oder geht zu Fuß zur Alm.

Lifte und Pisten

Gondeln, Schlepplift und Übungslift

Vier Anlagen erschließen das Gebiet:

  • Die UAlm-Bahn ist eine Zehner-Gondel von der Talstation zur Mittelstation an der Untermarkter Alm.
  • Die Alpjoch-Bahn ist eine Zehner-Gondel von der Mittelstation zum Alpjoch auf 2.100 Metern.
  • Der Malchbachlift ist ein Schlepplift.
  • Der Übungslift ist ein Tellerlift an der Übungswiese bei der Talstation.

Die Bahnen laufen bis 28. Februar täglich von 9 bis 16 Uhr, vom 1. bis 14. März von 8:30 bis 15:30 Uhr. Alle Zeiten gelten schneeabhängig. Der Übungslift hat eine Mittagspause von 12 bis 13 Uhr.

Pisten nach Können

Das Gebiet hat rund 9 Kilometer Pisten und ist überwiegend leicht bis mittelschwer. Mit den zwei Gondeln und dem Malchbachlift verteilt sich das Skifahren auf wenige, übersichtliche Abfahrten.

Anfänger: Die Übungswiese an der Talstation ist groß, flach und sonnig. Dort liegt der Tellerlift, dort halten sich die Skischule und das Kinderland auf. Wer das erste Mal auf Ski steht, braucht keine Gondel, sondern nur die Wiese und den Übungslift. Mit einer Übungslift-Karte zahlst du nur für diesen Bereich.

Familien und Genießer: Der größte Teil der Pisten ist leicht bis mittelschwer und lässt sich in Ruhe fahren. Die Untermarkter Alm an der Mittelstation eignet sich als Pause, bevor es weiter hinaufgeht.

Sportliche: Die Pratz Bäume sind die schwerste Piste des Gebiets, mit bis zu 60 Prozent Gefälle. Für ganze Tage mit steilen Abfahrten ist das Gebiet zu klein, dafür brauchst du ein größeres.

Skitour auf der Piste

Für Aufstiege mit Fellen gibt es den Ursprungweg, eine Route parallel zur Piste durch den Wald. Die Bergfahrt mit beiden Gondeln kostet für Tourengeher 24 € für Erwachsene. Grundlagen zu Ausrüstung und Lawinenkunde stehen im Guide zu Skitouren für Einsteiger.

Skischule und Kinder

Snowschool Imst

Die Snowschool Imst sitzt direkt an der Talstation der Imster Bergbahnen. Sie unterrichtet Anfänger jeden Alters, von den ersten Rutschversuchen bis zur kontrollierten Abfahrt vom Alpjoch, und bietet Technikkurse für Fortgeschrittene. Für die Kleinsten gibt es Bambini-Kurse. Im Kinderclub unterrichten Skilehrer die Kinder Schritt für Schritt, dazu läuft ein wöchentliches Programm für Kinder und Jugendliche. Skiverleih gibt es im Gebiet, den Rodelverleih an der Talstation und an der UAlm.

Kinderland an der Übungswiese

Das Kinderland liegt auf der flachen Übungswiese und wird von der Skischule betreut. Es hat einen Babylift, Figuren und kleine Hindernisse. Zum Auslaufen im Ziel rutschen Kinder und Erwachsene auf Rodel oder Snowtube.

Gratis-Skikurse

In ausgewählten Wochen bietet Imst Tourismus zusammen mit der Skischule kostenlose Skikurse für Kinder von 3 bis 6 Jahren an. Die Termine stehen beim Betreiber und beim Tourismusverband.

Kinderpreise und Familienkarte

Kinder der Jahrgänge 2011 bis 2020 fahren zum Kindertarif. Die Familienkarte gilt für Eltern mit eigenen Kindern der Jahrgänge 2008 bis 2020. Die Preise stehen im Abschnitt zum Skipass.

Hütten

Hoch-Imst ist kein Gebiet mit vielen Hütten, aber mit zwei klaren Adressen.

  • Die UAlm liegt an der Mittelstation, auf der Untermarkter Alm, mit großer Sonnenterrasse. Sie ist der erste Halt nach der Gondel und der Ausgangspunkt der Rodelbahn.
  • Die Latschenhütte liegt am Start der Obermarkter-Alm-Rodelbahn. Von der Mittelstation gehst du rund 40 Minuten zu Fuß hinauf.

Beide Hütten bieten heimische Küche und liegen an den Rodelbahnen.

Abend

Dein Abend gehört in Hoch-Imst eher dem Ort als dem Berg: Die Bahnen fahren am Nachmittag zum letzten Mal. Wer abends hinauf will, kann auf der Obermarkter Alm zum Mondscheinrodeln gehen. Die Termine stehen beim Betreiber.

Abseits der Piste

Rodeln

Zwei Naturrodelbahnen führen ins Tal. Die Bahn von der Untermarkter Alm ist 4 Kilometer lang und beginnt an der Mittelstation: Du steigst aus der Gondel und setzt dich auf den Rodel. Die Bahn von der Obermarkter Alm ist 6 Kilometer lang und startet an der Latschenhütte. Zusammen kommen beide auf 10 Kilometer. Rodel kannst du an der Talstation oder an der UAlm leihen. Für die Bergfahrt mit der UAlm-Bahn gibt es eigene Rodelkarten, eine Fahrt kostet 18 € für Erwachsene.

Alpine Coaster

Der Alpine Coaster Imst fährt als Schienenbahn vom Berg ins Tal und ist ganzjährig geöffnet. Im Winter 2026/27 fährt er zu ausgewählten Terminen: am 25. Dezember, am 3. Januar und vom 5. bis 28. Februar jeweils von 11 bis 16 Uhr, im Februar freitags bis sonntags. Die Termine hängen vom Wetter ab. Warme Winterkleidung ist empfohlen, Skischuhe sind erlaubt.

Winterwandern und Langlauf

Ein Winterwanderweg führt zur Untermarkter Alm, die Latschenhütte erreichst du von dort in rund 40 Minuten. Langlaufloipen gibt es im Gebiet.

Saison, Skipass und Preise 2026/27

Die Saison läuft vom 19. Dezember 2026 bis zum 14. März 2027. Hauptsaison sind die Zeit von Weihnachten bis Anfang Januar und der Februar, Nebensaison sind die Tage vor Weihnachten, der Rest des Januars und die ersten beiden Märzwochen.

Die Tageskarte kostet für Erwachsene (Jahrgang 2007 und älter) 42 € in der Nebensaison und 49,40 € in der Hauptsaison. Jugendliche der Jahrgänge 2008 bis 2010 und Senioren zahlen 37 € beziehungsweise 43,50 €, Kinder der Jahrgänge 2011 bis 2020 21,80 € beziehungsweise 25,70 €. Die Familienkarte kostet 105,80 € in der Nebensaison und 124,50 € in der Hauptsaison. Mehrtageskarten gibt es ebenfalls, die Zweitageskarte kostet für Erwachsene 81,20 € in der Nebensaison und 95,50 € in der Hauptsaison. Für den Übungslift allein zahlst du als Erwachsener 19,60 € in der Nebensaison und 23 € in der Hauptsaison. Gruppen ab zehn Personen bekommen zehn Prozent Rabatt und eine Freikarte. Preise und Termine ändern sich, prüf sie vor der Buchung beim Betreiber.

Die Snow Card Tirol und die Tirol Regio Card gelten im Gebiet. Für Stammgäste gibt es die Winter-Saisonkarte Venet/Imst, die für Erwachsene 289 € kostet (regulärer Preis ab 16. November 2026, davor im Vorverkauf günstiger). Mehr zum Nachbargebiet steht im Porträt vom Venet.

Anreise, Parken, Bus

Mit dem Auto

Hoch-Imst liegt wenige Kilometer vom Zentrum von Imst entfernt. An der Talstation gibt es zwei große Parkplätze.

Mit Bahn und Bus

Der nächste Bahnhof ist Imst-Pitztal. Von dort geht es mit dem Bus nach Imst und weiter zur Talstation. Dazu kommt der Skibus, der im Winter mehrmals täglich von Imst, Tarrenz, Karres und Karrösten zur Talstation fährt. Mit Gästekarte ist die Fahrt kostenlos. Fahrpläne findest du beim Verkehrsverbund Tirol.

Wo du wohnst

Imst ist der Hauptort mit Bahnhof, Geschäften und Gastronomie, bis zur Talstation sind es wenige Kilometer. Mit dem Skibus kommst du bequem hinauf. Tarrenz, Karres und Karrösten sind kleinere Orte, die der Skibus ebenfalls anfährt.

Tipps und Kompromisse

  • Übungswiese zuerst: Wer zum ersten Mal auf Ski steht, braucht nur die Karte für den Übungslift, die günstiger ist als der volle Skipass.
  • Gondel ohne Ski: Mit einer Fahrt hin und zurück kommst du mit beiden Gondeln auf 2.100 Meter, das kostet 34 € für Erwachsene.
  • Rodeln mit Pause: Die Untermarkter-Alm-Bahn startet an der Mittelstation, die Obermarkter-Alm-Bahn an der Latschenhütte, die du in rund 40 Minuten zu Fuß erreichst.
  • Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
  • Kompromiss Größe: Mit rund 9 Kilometern ist Hoch-Imst überschaubar. Wer mehr Fläche sucht, schaut nach Serfaus-Fiss-Ladis.
  • Kompromiss Schnee: Das Gebiet beginnt auf rund 1.000 Metern. Der Betrieb hängt von der Schneelage ab, vor der Anreise lohnt der Blick auf die aktuellen Betriebszeiten.
  • Kompromiss Abend und Hütten: Die Bahnen fahren nur tagsüber, und die Einkehr beschränkt sich auf wenige Hütten.
  • Alle Gebiete im Vergleich: Das Verzeichnis Skigebiete in Tirol stellt die Gebiete nebeneinander. Wer größere Höhen sucht, findet sie im Porträt vom Pitztaler Gletscher.

Fazit

Hoch-Imst ist ein ruhiges Familienskigebiet über Imst mit rund 9 Kilometern Pisten, zwei Zehner-Gondeln, einer flachen Übungswiese und der Skischule gleich an der Talstation. Dazu kommen zwei Naturrodelbahnen mit zusammen rund 10 Kilometern und ein Alpine Coaster. Wer mit Kindern kommt, Anfänger ist oder gern in Ruhe fährt, ist hier richtig. Wer viele Pistenkilometer, steile Hänge oder ein dichtes Abendprogramm sucht, schaut sich besser anderswo um.

Stand: November 2026.