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Skigebiete um Meran: Meran 2000, Pfelders und Schwemmalm

Über der Kurstadt Meran liegt ein sonniges Hochplateau auf rund 2.000 Metern. Unten Altstadt und Thermen, oben Pisten mit Blick auf Ortler und Dolomiten, und dazwischen eine Seilbahn, die dich in rund sieben Minuten hinaufbringt. Dieses Gebiet heißt Meran 2000 und ist das größte der drei. In den Seitentälern warten zwei kleinere Gebiete: Pfelders im hinteren Passeiertal, ein verkehrsberuhigtes Bergdorf mit vier Anlagen, und die Schwemmalm im Ultental, ein kompakter Sonnenhang mit dem Charme eines Geheimtipps.
Hier bekommst du die drei Gebiete im direkten Vergleich: Pisten und Anlagen, Zielgruppen, Saisondaten, Skipass 2026/27 und Anreise. Am Ende weißt du, welches zu dir passt.
Die drei Gebiete auf einen Blick
Alle drei gehören zur Südtirol Skiarena, haben also dasselbe Passsystem. Sie unterscheiden sich in Größe, Charakter und Saisonzeit deutlich.
| Meran 2000 | Schwemmalm | Pfelders | |
|---|---|---|---|
| Pistenkilometer | rund 40 | rund 27 | 18 |
| Höhe | rund 2.000 bis 2.300 m | rund 1.500 bis 2.600 m | rund 1.600 bis 2.500 m |
| Schwerpunkt | Genuss, Familien, Panorama | kompakt, sonnig, mittelschwer | Familien, kleine Kinder |
| Saison 2026/27 | 27. November bis 29. März | 5. Dezember bis 29. März | 5. Dezember bis 4. April |
| Tageskarte (Erwachsene) | rund 58 bis 62,50 € | 58 € | rund 52 bis 58 € |
Etwas größer als Meran 2000 ist Sulden im Vinschgau mit 44 Pistenkilometern, es gehört ebenfalls zur Skiarena. Mehr dazu findest du im Überblick über die Skigebiete im Vinschgau und am Ortler.
Meran 2000: das Plateau über der Stadt
Meran 2000 liegt am Fuß des Ifinger in den Sarntaler Alpen. Du erreichst das Gebiet von zwei Seiten. Von Meran bringt dich die Bergbahn Meran 2000 ab der Talstation Naif in rund sieben Minuten aufs Plateau. Von Hafling aus fährt die Umlaufbahn Falzeben ins Gebiet, dort schließt der Sessellift Wallpach an.
Das Gebiet ist weit und sonnig angelegt. Es hat rund 40 Pistenkilometer, die überwiegend leicht bis mittelschwer sind, nur rund 2,5 Kilometer gelten als schwierig. Acht Anlagen erschließen die Hänge, die Pisten sind komplett beschneibar. Die längste Abfahrt misst rund 3 Kilometer. Das Plateau liegt auf rund 2.000 Metern, der höchste Punkt auf rund 2.300 Metern. Das ist kein Gebiet für Steilhang-Jäger, sondern eines zum Schwingen, Schauen und Einkehren.
Kinder lernen im Outdoor Kids Camp an der Bergstation Piffing, dort gibt es auch einen Skikindergarten und Zauberteppiche. Wer Tricks üben will, findet den Snowpark Meran 2000 an der Oswald-Piste, erreichbar mit der Kabinenbahn Naifjoch. Der Park hat Linien für Einsteiger und für Fortgeschrittene.
Meran 2000 ist ein Gebiet für gemischte Gruppen. Rund 25 Kilometer Winterwanderwege führen über das Plateau, und 15 bewirtschaftete Hütten sind zu Fuß erreichbar. Die natürliche Rodelbahn ist knapp 3 Kilometer lang. Dazu kommt der Alpin Bob, eine Schienenrodelbahn mit rund 1,1 Kilometern. Von Hafling nach Falzeben führt eine Langlaufloipe von rund 3 Kilometern.
Im Bau ist die neue Kabinenbahn Kesselberg. Der Baubeginn war im August 2026, sie soll zum Winter 2027/28 öffnen. In dieser Saison fährst du also noch mit dem bestehenden Angebot.
Pfelders: kleines Dorf, kurze Wege
Pfelders liegt am Ende des Seitentals im hinteren Passeiertal, in der Gemeinde Moos, im Naturpark Texelgruppe am Fuß der Hohen Wilde. Das Dorf ist verkehrsberuhigt. Tagesgäste parken am Ortseingang, dort liegen auch die Pisten, und im Ort bringt ein Shuttle dich von der Talstation zum Übungshang am Gampen.
Das Gebiet ist klein, sonnig und übersichtlich. Pfelders hat 18 Pistenkilometer. Rund 5 Kilometer sind leicht, der Großteil ist mittelschwer, und die einzige schwarze Piste, die „Wand“, ist rund einen Kilometer lang. Die längsten Abfahrten messen rund 3 Kilometer, etwa am Karjoch. Die Höhe reicht von rund 1.600 bis rund 2.500 Metern, und das Gebiet ist komplett beschneibar. Vier Anlagen genügen: der Grünboden-Express am Dorfrand, der Sessellift Karjoch, beide mit beheizten Sitzen, und die beiden Übungslifte Gampen und Zeppichl.
Pfelders eignet sich für Familien mit kleinen Kindern, weil alles dicht beieinander liegt. Das Kinderland Murmi der Skischule Pfelders hat Zauberteppiche, daneben gibt es ein zweites Kinderland der Skischule Günther. Wer sportlicher fahren will, findet oben zwischen Grünboden und Karjoch mittelschwere Abfahrten. Rennläufer nutzen das Gebiet als Trainingsgelände.
Abends bleibt es lebendig: Die Gampen-Piste ist beleuchtet, es gibt Nachtskilauf. Dazu kommen ein Natureisplatz neben dem Skilift, die Naturrodelbahn Grünboden mit gut 3 Kilometern, eine kurze Familienrodelbahn und die Langlaufloipe im Lazinser Tal mit rund 9 Kilometern.
Schwemmalm: der Sonnenhang im Ultental
Das Ultental ist eines der ruhigen Täler im Meraner Land, die Schwemmalm sein Skigebiet. Sie liegt oberhalb von Kuppelwies und blickt Richtung Ortler. Der Rennläufer Dominik Paris stammt aus dem Tal.
Mit rund 27 Pistenkilometern ist sie größer als Pfelders, aber deutlich kleiner als Meran 2000. Die Höhe reicht von rund 1.500 bis rund 2.600 Metern, der Gipfel Mutegg liegt bei 2.658 Metern. Die Pisten sind überwiegend mittelschwer, dazu gibt es einige schwarze Abschnitte, etwa am Mutegg, und Übungshänge für Anfänger. Die Pisten sind komplett beschneibar. Du kommst mit der Gondel von Kuppelwies hinauf oder mit dem Doppelsessel Breiteben von einem höher gelegenen Parkplatz. Weiter oben erschließt unter anderem der Vierersessel Mutegg die Hänge. Neu seit der Saison 2024/25 ist die 6er-Sesselbahn Schwemmeregg mit Haube, sie ersetzt ältere Lifte.
Die Schwemmalm ist ein Gebiet zum entspannten Carven auf breiten, gepflegten Pisten. Familien profitieren von der kompakten Anlage: Es gibt eine Skischule, den Skikindergarten Bärenhöhle und das Schwemmy Kinderland. Fortgeschrittene finden am Mutegg die anspruchsvolle Piste. Außerhalb der Piste kannst du schneeschuhwandern, auf Skitour gehen, Gleitschirm fliegen oder die beleuchtete Rodelbahn Moscha nehmen.
Ein besonderes Erlebnis ist „Die erschte Spur“. An sechs Samstagen vom 26. Dezember 2026 bis 30. Januar 2027 öffnen die Lifte bei gutem Wetter um 7 Uhr, du fährst bei Sonnenaufgang los und frühstückst danach auf einer der Hütten Äußere Schwemmalm, Larchegg oder Breiteben. Für die Äußere Schwemmalm brauchst du eine Voranmeldung.
Vigiljoch: der autofreie Winterberg
Das Vigiljoch über Lana ist kein Skigebiet im eigentlichen Sinn, sondern ein Ziel für alle, die im Schnee lieber wandern. Der Berg ist autofrei, du erreichst ihn mit der Seilbahn ab Oberlana. Sie fährt von November bis April, werktags mit Mittagspause bis 17 Uhr, am Wochenende von 8.30 bis 18 Uhr. Oben warten präparierte Winterwanderwege auf rund 1.500 Metern.
Für wen passt welches Gebiet?
Du fährst mit der Familie und willst Auswahl. Meran 2000 bietet den größten Spielraum: Kinderbetreuung am Berg, viele leichte Pisten, Rodeln, Alpin Bob und Winterwandern für alle, die nicht auf Ski stehen. Wenn jemand in der Gruppe lieber in die Therme geht als auf die Piste, ist Meran dafür ohnehin der richtige Ort.
Deine Kinder sind klein. Pfelders ist das Gebiet für die ersten Schwünge. Alles liegt nah beieinander, die Zauberteppiche und die Übungslifte sind direkt am Dorf, und die Wege bleiben kurz.
Du fährst gern mittelschwere Pisten und magst es ruhig. Die Schwemmalm ist die richtige Wahl, wenn du Platz auf der Piste haben willst und ein Tal ohne Rummel. Wer steilere Abschnitte sucht, findet sie am Mutegg.
Du willst Höhe und eine lange Saison. Dann lohnt der Blick ins Schnalstal: Der Schnalstaler Gletscher erreichst du von Meran über Naturns, und er hat die längste Saison unter den Südtiroler Gletscherskigebieten.
Du bist mit kleinem Budget unterwegs. Pfelders hat die niedrigsten Tageskartenpreise der drei Gebiete, dazu gibt es Teilzeitkarten ab 11, 12 oder 13 Uhr. Mehr zu Familienrabatten und Altersregeln findest du in unserem Ratgeber Skiurlaub mit Kindern in Südtirol. Weitere ruhige Alternativen sammeln wir in kleine Skigebiete abseits der großen Namen.
Saison und Skipass 2026/27
Meran 2000 startet am 27. November 2026 früh in die Saison und läuft bis zum 29. März 2027. Wochentags fährt die Bahn von 9:00 bis 17:30 Uhr, am Wochenende ab 8:30 Uhr. Die Tageskarte für Erwachsene kostet je nach Saisonzeit rund 58 bis 62,50 Euro. Kinder unter 8 Jahren fahren mit einem Erwachsenen mit gültiger Tageskarte gratis, es gibt außerdem Vierstunden- und Nachmittagskarten ab 12:30 Uhr.
Pfelders öffnet vom 5. Dezember 2026 bis zum 4. April 2027, täglich von 9:00 bis 16:30 Uhr. Die Erwachsenen-Tageskarte liegt je nach Saisonzeit bei rund 52 bis 58 Euro. Neben der Tageskarte gibt es 2- und 3-Stunden-Karten sowie gestaffelte Karten ab 11, 12 oder 13 Uhr.
Die Schwemmalm ist vom 5. Dezember 2026 bis zum 29. März 2027 geöffnet, täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 58 Euro. Ostern fällt 2027 früh: Meran 2000 und die Schwemmalm schließen am Ostermontag, dem 29. März, Pfelders läuft eine knappe Woche länger.
Preise und Termine ändern sich, prüf sie vor der Buchung bei den Bergbahnen.
Alle drei Gebiete gehören zur Südtirol Skiarena mit 18 Gebieten. Wer mehr als ein paar Tage in Westsüdtirol fährt, vergleicht Tageskarten mit dem Südtirol Skipass. Er gilt vom 1. November 2026 bis 31. Oktober 2027 und kostet für Erwachsene bis 30. November 599 Euro, danach 705 Euro. Gegenüber Tageskarten von rund 62,50 Euro lohnt sich der Frühbucherpreis ab dem zehnten Skitag. Wie sich die Pässe rechnen, erklärt der Skipass-Vergleich für Südtirol 2026/27.
Anreise
Alle drei Gebiete erreichst du von Meran aus. Von Bozen führt die Schnellstraße MeBo nach Meran. Mehr zur Anreise nach Südtirol, zu Bahn, Auto und Flug, findest du im Ratgeber Anreise nach Südtirol im Winter.
Meran 2000: Von der MeBo geht es Richtung Hafling zum Parkplatz an der Talstation Naif. Zur Talstation Falzeben fährst du weiter über Hafling auf einer kurvigen Bergstraße. Ohne Auto nimmst du vom Bahnhof Meran einen Bus zur Talstation Naif. Nach Falzeben fährt ein Bus über Hafling, von Schenna gibt es einen Ski- und Wanderbus zur Talstation.
Pfelders: Von Meran fährst du ins Passeiertal, bis Moos und weiter zum Ortseingang von Pfelders. Dort parkst du an der Piste. Wer ohne Auto kommt, prüft vorab den Winterfahrplan des Linienbusses ins Passeiertal.
Schwemmalm: Von der MeBo nimmst du die Ausfahrt Lana und folgst der Bergstraße ins Ultental bis Kuppelwies, dort liegt die Talstation der Gondel. Zum Sessellift Breiteben führt eine Zufahrt weiter oben. Der Linienbus im Ultental fährt im Winter als Skibus nach Kuppelwies, stündlich und zum normalen Tarif. Mit der UltentalCard ist er frei.
Vigiljoch: Die Seilbahn startet in Oberlana.
Tipps und Kompromisse
- Früh in die Saison: Meran 2000 öffnet gut eine Woche vor Pfelders und der Schwemmalm. Wer Ende November Ski fahren will, startet hier.
- Ostern prüfen: Wer nach dem 29. März noch fahren will, plant mit Pfelders, das als einziges der drei bis zum 4. April läuft.
- Frühaufsteher: Bei „Die erschte Spur“ auf der Schwemmalm bist du vor den anderen oben.
- Schlechtes Wetter: In Meran 2000 kannst du auf Therme und Altstadt ausweichen. Pfelders und die Schwemmalm sind kleiner und bieten dafür Ruhe.
- Steil fahren: Wer sportlich unterwegs ist, wird in Pfelders (eine schwarze Piste, rund 1 Kilometer) und in Meran 2000 (rund 2,5 Kilometer schwarz) schnell durch sein. Die Schwemmalm hat mit ihren schwarzen Abschnitten am Mutegg mehr zu bieten.
Fazit
Wenn du ein breites Angebot mit Panorama und Winterwandern suchst, ist Meran 2000 die erste Wahl in der Region. Pfelders passt zu Familien mit kleinen Kindern, die kurze Wege und ein autoarmes Dorf wollen. Die Schwemmalm ist das ruhige Tal für Genussfahrer, die mittelschwere Pisten ohne Gedränge mögen. Das Vigiljoch ergänzt das Angebot für alle, die lieber im Schnee wandern. Wer mehr Strecke und Höhe will, schaut ins Schnalstal oder nach Sulden.
Zusammengestellt aus Angaben der Skigebiete, Tourismusverbände und Fachportale, Stand November 2026. Preise und Termine können sich ändern.


