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Fieberbrunn: Streuböden, Wildseeloder und die Gondel nach Saalbach

Der Morgen in Fieberbrunn beginnt in Lindau, an der Talstation der Streubödenbahn auf 835 Metern. Von dort schwebt die Gondel in zwei Sektionen den Hang hinauf, über Wald und Almwiesen, bis zur Bergstation auf 1.641 Metern am Lärchfilzkogel. Hinter dem Kamm liegt der Wildseeloder, ein Berg mit steilen Flanken, auf dem im Winter Freerider ihre Spuren ziehen. An klaren Tagen steht auf der Sonnenseite Richtung Hochhörndl das erste Licht schon auf den Pisten, wenn im Ort noch die Schatten liegen.
Fieberbrunn ist der Tiroler Teil des Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Seit Dezember 2015 hängt das Gebiet über die Gondel TirolS mit dem Salzburger Land zusammen, du kannst also vom Pillerseetal nach Saalbach fahren, ohne die Ski abzuschnallen.
Das Gebiet im Überblick
Ein Skicircus, zwei Bundesländer
Fieberbrunn liegt im Pillerseetal in den Kitzbüheler Alpen, der Skicircus insgesamt auf Tiroler und Salzburger Boden. Saalbach, Hinterglemm und Leogang gehören zu Salzburg, Fieberbrunn zu Tirol. Die Bergbahnen Fieberbrunn GmbH betreibt die Anlagen auf der Tiroler Seite, und ein Pass gilt für alle vier Teilgebiete. Pass, Verbund und die Rundtour „The Challenge“ stehen im Porträt des Skicircus Saalbach Hinterglemm, hier geht es um die Fieberbrunner Seite.
Die Zahlen
Der Skicircus kommt auf rund 270 Pistenkilometer und rund 70 Anlagen, dazu mehr als 60 Hütten. Diese Zahlen gelten für den gesamten Skicircus. Der höchste Punkt des Fieberbrunner Gebiets ist das Hochhörndl auf gut 2.000 Metern, die Talstation liegt auf 835 Metern. Im gesamten Skicircus reicht die Höhe bis 2.096 Meter am Schattberg-West.
Ein Skitag in Fieberbrunn
Der Tag beginnt an der Talstation in Lindau. Du fährst mit der Streubödenbahn hinauf, steigst am Lärchfilzkogel aus und hast die Wahl: zur Reckmoos-Seite und Richtung Hochhörndl, oder zu den Freeride-Hängen am Wildseeloder, wenn du Ausrüstung und Erfahrung mitbringst. Zur Mittagszeit liegt die Lärchfilzhochalm mitten im Gebiet, die Streuböden Alm an der Mittelstation hat Tischservice und Selbstbedienung. Am Nachmittag fährst du entweder mit der Gondel TirolS nach Saalbach, oder du bleibst auf der Tiroler Seite, rodelst von der Mittelstation oder schaust bei Timoks vorbei. Zum Schluss kehrst du im BIWAK an der Talstation ein.
Ein Gebiet für gemütliche Tage
Die Fieberbrunner Seite fährt sich entspannt. Die Hänge sind breit, die Pisten überwiegend leicht und mittelschwer, steile Abfahrten sind die Ausnahme. Wer es steil mag, findet es abseits der Piste am Wildseeloder. Die großen Zahlen kommen erst dazu, wenn du nach Saalbach und Hinterglemm weiterfährst.
Lifte und Anlagen
Die Streubödenbahn
Die Streubödenbahn I+II ist der Zugang zum Gebiet. Sie besteht aus zwei zusammengeschalteten Sektionen mit zehnsitzigen Kabinen und ist rund 3 Kilometer lang. Die Fahrt von der Talstation auf 835 Metern über die Mittelstation auf 1.206 Metern bis zur Bergstation auf 1.641 Metern dauert etwa neun Minuten, die Förderleistung liegt bei 2.500 Personen pro Stunde. Eröffnet wurde die Bahn am 13. Dezember 2024, sie fährt im Winter und im Sommer.
An der Mittelstation steigen Familien aus, die zur Kinderwelt Timoks wollen, sowie Rodler und Wanderer. Wer zum Lärchfilzkogel will, bleibt in der Gondel.
Reckmoos, Doischberg und das Hochhörndl
Auf der Reckmoos-Seite führt die Gondel Reckmoos Nord hinauf Richtung Hochhörndl, dazu kommen die Gondel Reckmoos Süd und die Gondel Doischberg. Das Hochhörndl ist der höchste Punkt der Fieberbrunner Seite, ein Viererlift führt hinauf. Von dort fährst du auf der Sonnenseite ab.
Die Gondel TirolS nach Saalbach
Die Verbindung zum Salzburger Land heißt TirolS. Sie besteht aus zwei Sektionen mit Zehner-Kabinen und kann rund 2.600 Personen pro Stunde befördern. Eröffnet wurde sie am 19. Dezember 2015, seitdem ist Fieberbrunn Teil des Skicircus. Von Fieberbrunn aus fährst du so hinüber ins Glemmtal. Ein Skibus nach Saalbach fährt nicht, die Verbindung läuft über die Gondel und die Pisten.
Pisten nach Können
Anfänger und Familien
Zum Einstieg gibt es an der Talstation einen Übungslift. Auf der Streubödenbahn erreichst du die Mittelstation, an der Timoks Wilde Welt mit dem Zauberteppich für erste Skiversuche liegt. Die Familienwelt hat außerdem die Funline Timoks Expedition, Snowtrails und Funslopes.
Mittelstufe: breite Hänge
Wer sicher auf Rot und Blau unterwegs ist, hat auf der Fieberbrunner Seite viel Raum: Rote und blaue Pisten gibt es in großer Zahl. Wer mehr Strecke will, hängt die Fahrt nach Saalbach an: Die Gondel TirolS bringt dich in einer Fahrt ins Glemmtal, und die Pisten dort sind überwiegend blau und rot.
Sportliche: Strecke statt Steilheit
Schwarze Pisten sind im ganzen Skicircus mit rund 20 Kilometern selten, in Fieberbrunn gibt es nur wenige. Sportliche Fahrer finden hier eher Länge und Abwechslung. Wer die Steilheit sucht, nimmt den Weg abseits der Piste.
Freeride und der Wildseeloder
Der Wildseeloder ist ein Berg von rund 2.120 Metern südlich von Fieberbrunn. Am Fuß liegt der Wildsee, am Nordufer das Wildseeloderhaus. Bis zum Gipfel führt kein Lift, aber die Bahn auf den Lärchfilzkogel verkürzt den Zugang so, dass du die Freeride-Hänge ohne lange Aufstiege erreichst. Der Berg ist auch ein beliebtes Skitourenziel.
Unter dem Motto „Easy up, wild down“ bietet die Bergbahn Freeride-Routen für alle Niveaus. Zum Gebiet gehören Lawinenübungsfelder und Checkpoints, ein Freeride Park am Lärchfilzkogel und der Lawinenlagebericht mit den aktuellen Warnstufen. Abseits der Pisten ist das Gelände nicht gesichert und nicht kontrolliert. Wer dort fährt, braucht Lawinenausrüstung, Training und die aktuelle Lawinenlage, oder einen Guide. Wo du lernen kannst, steht im Abschnitt zu den Skischulen.
An der Nordflanke des Wildseeloders macht die Freeride World Tour Station. In Österreich hat die Tour 2027 nur diesen Stopp. Der Fieberbrunn Pro läuft 2027 vom 3. bis 9. März und ist der vierte von sechs Stopps, hier fällt der „Cut“ für die Finals. Der Wettkampf hängt am Berg: 2026 wurde er abgesagt, nachdem eine Lawine einen großen Teil der Wettkampfflanke erfasst hatte. Die Fahrer starten auf rund 2.120 Metern und haben es mit etwa 600 Höhenmetern zu tun.
Früh auf die Piste
Auf der Fieberbrunner Seite startet die Streubödenbahn normalerweise um 8:15 Uhr. Ab dem 13. März 2027 bis zum Saisonende öffnen die Streubödenbahn und der Maiskopf-Sessel schon um 8:00 Uhr, mit ihnen alle Pisten der Zone F. Im Skicircus laufen ab dem 16. Januar 2027 einzelne Bahnen ebenfalls ab 8:00 Uhr.
Wer noch früher will, bucht die First Line. Das ist ein geführter erster Lauf in einer Gruppe von höchstens 40 Personen, an sieben Mittwochen im Winter: 30. Dezember 2026, 6., 20. und 27. Januar sowie 10., 17. und 24. Februar 2027. Treffpunkt ist um 7:20 Uhr an der Talstation der Streubödenbahn, um 7:30 Uhr geht es los. Die Gruppe fährt hinauf zum Lärchfilzkogel, wo es Kaffee und je nach Wetter einen Sonnenaufgang gibt, und weiter mit den Gondeln und dem Hochhörndl-Sessel zum höchsten Punkt des Gebiets. Dort fährt jeder für sich auf der Sonnenseite ab. Danach gibt es ein Bergfrühstück in der Pulvermacher Almhütte. Skilehrer von S4 Snowsport oder der Skischule Widmann begleiten die Gruppe, dazu ein Vertreter der Bergbahn, der über das Gebiet erzählt.
Die First Line kostet 82 € pro Person, dazu kommt ein Skipass, den du vorher kaufst. Du meldest dich online bis 12 Uhr am Vortag an. Rote Pisten sollten für dich kein Problem sein. Bei starkem Schneefall oder Lawinengefahr kann der Termin entfallen.
Abends
Die Lifte der Fieberbrunner Seite schließen am späten Nachmittag. Die Flutlichtpiste des Skicircus liegt in Hinterglemm, im Porträt des Skicircus Saalbach Hinterglemm steht mehr dazu.
Skischulen und Kinder
Die Schulen
In Fieberbrunn gibt es mehrere Skischulen. Die Schule S4 Snowsport Fieberbrunn hat ihr Büro direkt an der Talstation. Sie bietet Ski- und Snowboardkurse für Kinder und Erwachsene, Privatunterricht und Freeride-Touren, dazu Verleih, Service und ein Skidepot. Die Skischule Widmann sitzt in Lindau, mit Kinderskischule, Erwachsenenkursen, Privatunterricht und Snowboardkursen, dazu Freeriden, Skitouren, Langlauf und Schneeschuhwandern.
Für das Gelände abseits der Piste sind zwei weitere Adressen da. Die Tiroler Alpin Skischule Harasser bietet Freeride-Kurse, bei denen Tagesplanung und Techniktraining an dein Können angepasst werden, außerdem geführte Skitouren. Die Bergsportschule Fun Connection in Lindau hat Freeride im Programm, dazu Klettern und Canyoning.
Kinder
Für Kinder gibt es Kurse bei S4 Snowsport und bei Widmann. Der Übungslift an der Talstation und die Kinderwelt Timoks Wilde Welt an der Mittelstation Streuböden machen den Einstieg leicht. Dort liegen die Funline Timoks Expedition, der Zauberteppich für die ersten Versuche und die Naturrodelbahn. Der Timoks Alpine Coaster, eine Schienenrodelbahn, steht an der Mittelstation, daneben gehören ein Erlebnispark mit Spiel- und Kletterelementen und ein Hirschgehege mit Aussichtsplattform zur Streuböden Alm. Kinder- und Jugendtarife für den Skipass findest du im Ticketshop.
Hüttenkultur und Einkehr
Im Skicircus gibt es mehr als 60 Hütten und Lokale. Auf der Fieberbrunner Seite fallen fünf Adressen auf, sie zeigen, wie unterschiedlich die Einkehr hier ist.
An der Mittelstation
Die Streuböden Alm liegt direkt an der Mittelstation der Streubödenbahn. Sie ist ein Alpengasthof mit Tischservice und alpiner Küche, daneben gibt es ein Selbstbedienungsrestaurant mit regionalen Spezialitäten für den schnellen Hunger. Auf der Sonnenterrasse stehen Liegen, dazu gibt es eine Après-Lounge mit Bar, Livemusik und DJs. Ein Hirschgehege mit Aussichtsplattform liegt einen kurzen Spaziergang entfernt, Hunde dürfen mit hinein.
Im Gebiet
Die Lärchfilzhochalm liegt mitten im Skigebiet. Das Haus ist ein Alpengasthof mit regionaler österreichischer und Tiroler Küche, mit leichteren Gerichten und saisonalen Angeboten, und mit beheizter Sonnenterrasse.
Die Pulvermacher Almhütte ist vor allem das Ziel der First Line: Nach dem ersten Lauf frühstückst du dort am Berg. Das Haus bietet regionale Spezialitäten.
An der Talstation
Das BIWAK ist eine Après-Ski-Bar mit Restaurant, direkt an der Talstation in Lindau. Hier trinkst du etwas nach der letzten Abfahrt. Das UPSIDEDOWN Restaurant & Bar gehört zum ADEA Lifestyle Suites in Lindau und bietet eine kreative Küche, die regionale Tradition mit neuen Ideen verbindet.
Welche Hütte wofür?
- Mit Tischservice und Selbstbedienung: Streuböden Alm, an der Mittelstation.
- Mitten im Gebiet: Lärchfilzhochalm, mit regionaler Küche und beheizter Terrasse.
- Zum Frühstück am Berg: Pulvermacher Almhütte.
- Zum Abschluss an der Talstation: BIWAK.
- Zum Abendessen im Ort: UPSIDEDOWN Restaurant & Bar.
Après-Ski und Abend
Wer nach der letzten Abfahrt noch bleiben will, geht zum BIWAK an der Talstation oder in die Après-Lounge der Streuböden Alm an der Mittelstation, wo Livemusik und DJs auftreten. Für ein Abendessen im Ort bietet sich das UPSIDEDOWN an. Wer mehr Programm sucht, fährt mit der Gondel TirolS nach Saalbach und Hinterglemm, wo das Après-Ski lebhafter ist. Wie es dort aussieht, steht im Porträt des Skicircus.
Abseits der Piste
Rodeln
Die Timoks Naturrodelbahn startet an der Mittelstation der Streubödenbahn, die du von der Talstation mit der Gondel erreichst.
Winterwandern und Langlauf
Für Winterwanderer gibt es eine Route von Fieberbrunn über Zillstatt zu den Streuböden, mit Blick auf den Pletzergraben und vorbeiziehende Bergbauernhöfe, zurück geht es über den Lauchsee. Für Langläufer gibt es ein Loipennetz von rund 27 Kilometern in drei Runden um Fieberbrunn. Im Skigebiet selbst liegen keine Loipen.
Der Ort
Fieberbrunn ist eine Marktgemeinde im Pillerseetal. Sein Name geht auf einen Brunnen zurück: Einer Legende nach soll Herzogin Margarete Maultasch an einer Quelle vom Fieber genesen sein. Früher hieß der Ort Pramau.
Für wen eignet sich das Gebiet?
- Familien mit Kindern: Übungslift an der Talstation, Timoks Wilde Welt an der Mittelstation, Skischulen vor Ort und die breiten Hänge zum Üben.
- Freerider: Wildseeloder, Freeride Park, Checkpoints, dazu Skischulen für Kurse und Touren.
- Genussfahrer: Breite Pisten, kurze Wege und Hütten mit Sonnenterrasse. Wer mehr Strecke will, fährt nach Saalbach weiter.
- Frühaufsteher: Ab 13. März 2027 früher Liftstart, und an sieben Mittwochen die First Line.
- Wer Steilheit sucht: Schwarze Pisten sind selten, abseits der Piste und mit Guide gibt es sie am Wildseeloder.
- Wer nur einen Tag Zeit hat: Dann reicht die Fieberbrunner Seite ohne Fahrt nach Saalbach.
Saison, Skipass und Preise 2026/27
Die Saison läuft vom 27. November 2026 bis zum 4. April 2027. Die Lifte laufen je nach Anlage von etwa 8:15 bis 16:30 Uhr. Für Winter 2026/27 gelten drei Preisperioden der Ski ALPIN CARD: Winterstart vom 27. November bis 18. Dezember 2026, Hauptsaison vom 19. Dezember 2026 bis 12. März 2027 und Bonussaison vom 13. März bis 4. April 2027.
Die Tageskarte für Erwachsene kostet im Winterstart und in der Bonussaison 74 €, in der Hauptsaison 82 €. Kinder zahlen 37 € beziehungsweise 41 €. Sechs Tage kosten für Erwachsene ab 396 €. Die Ski ALPIN CARD gilt im Skicircus und zusätzlich an der Schmittenhöhe bei Zell am See und am Kitzsteinhorn bei Kaprun, zusammen mit bis zu 408 Pistenkilometern. Die SuperSkiCard gilt im Skicircus ebenfalls. Mehr zu Verbund und Vergleich steht im Porträt des Skicircus Saalbach Hinterglemm.
Neu im Skicircus ist 2026/27 die Reiterkogelbahn in Hinterglemm, eine Zehner-Gondel, die bis zum Saisonbeginn fertig sein soll. In Fieberbrunn gibt es keine neue Bahn, hier ist die neue Streubödenbahn seit Dezember 2024 der jüngste Zugang.
Preise und Termine ändern sich: Prüf sie vor der Buchung bei der Bergbahn.
Anreise, Parken, Skibusse
Mit Bahn und Bus
Fieberbrunn hat einen Bahnhof an der Salzburg-Tiroler-Bahn. Im Skicircus fahren kostenlose Skibusse, wenn du einen gültigen Skipass und deine Skiausrüstung dabeihast. Es gibt Linien innerhalb von Fieberbrunn und zwischen Fieberbrunn und Leogang. Die Fahrpläne hängen an den Haltestellen aus und stehen als PDF bereit, die App SmartRide des Verkehrsverbunds zeigt Abfahrtszeiten und Störungen. Zwischen Fieberbrunn und Saalbach fährt kein Skibus, hier nimmst du die Gondel TirolS.
Mit dem Auto
Die Talstation der Streubödenbahn findest du in Lindau, die Adresse ist Lindau 17. An der Talstation gibt es Parkplätze, und im Skicircus sind viele Parkplätze kostenlos. Entfernungen und Fahrzeiten ab Salzburg, Innsbruck und München findest du im Porträt des Skicircus. Wer ohnehin über Innsbruck plant, schaut in den Überblick über die Skigebiete rund um Innsbruck.
Wo du wohnst
Wer in Fieberbrunn wohnt, startet im Pillerseetal. Die Talstation liegt im Ortsteil Lindau, hier sitzen auch S4 Snowsport, das BIWAK und das UPSIDEDOWN. Wer weiter entfernt von der Talstation übernachtet, nutzt den kostenlosen Skibus. Wer in Saalbach oder Hinterglemm wohnt und Fieberbrunn als Tagesziel nimmt, fährt mit der Gondel TirolS hin und zurück.
Weitere Gebiete der Region findest du im Porträt der Steinplatte bei Waidring und im Porträt von KitzSki.
Geschichte und Besonderes
Der große Einschnitt war der Dezember 2015: Mit der Gondel TirolS wurde Fieberbrunn mit dem Skicircus verbunden, seitdem gehört das Pillerseetal zu einem Gebiet mit rund 270 Pistenkilometern. Zuvor war Fieberbrunn ein Gebiet für sich. Im Dezember 2024 kam die neue Streubödenbahn dazu.
Zum Besonderen zählt der Wildseeloder. Am Nordufer des Wildsees steht das Wildseeloderhaus, eine Hütte der Sektion Fieberbrunn des Alpenvereins. Im Winter ist der Berg ein Ziel für Skitourengeher und, mit der Bahn als Zugang, für Freerider. Dazu kommt die Freeride World Tour mit dem Fieberbrunn Pro im März 2027.
Tipps und Kompromisse
- Plane den Frühstart: Ab 13. März 2027 öffnet die Streubödenbahn um 8:00 Uhr, vorher um 8:15 Uhr. Die First Line gibt es nur an sieben Mittwochen und nur mit Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag.
- Achte auf die Verbindung: Die Fahrt nach Saalbach läuft über die TirolS. Plane den Rückweg so, dass du die Gondel vor Betriebsschluss erreichst, einen Skibus zwischen Fieberbrunn und Saalbach gibt es nicht.
- Nimm die Sonnenseite: Am Hochhörndl fährst du auf der Sonnenseite ab, das gilt auch für die First Line.
- Wildseeloder nicht allein: Wer abseits der Piste fährt, braucht Ausrüstung, Training und die aktuelle Lawinenlage. Skischulen und Bergführer vor Ort bieten Kurse und Touren.
- Wetter beim Freeride-Termin: Der Fieberbrunn Pro hängt an den Bedingungen am Berg. Plane Zuschauer-Ausflüge mit Reserve.
- Regeln auf der Piste: Was in Tirol zu Helm, Versicherung und Alkohol gilt, steht im Ratgeber Pistenregeln in Tirol.
Fazit
Fieberbrunn ist der ruhige Tiroler Zugang zu einem Skicircus mit rund 270 Pistenkilometern. Die Streubödenbahn bringt dich in neun Minuten auf 1.641 Meter, die roten und blauen Pisten bis zum Hochhörndl sind etwas für entspannte Tage, und mit der Gondel TirolS bist du in einer Fahrt in Saalbach. Familien finden Timoks Wilde Welt, Freerider den Wildseeloder mit Freeride Park und Skischulen, Frühaufsteher die First Line mit Bergfrühstück. Wer mehr Auswahl will, fährt weiter in den Skicircus, wer das Gebiet ruhiger mag, bleibt auf der Tiroler Seite.
Stand: November 2026.


